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Zum Thema – Juli 2010

| 27. Juli 2010 | Keine Kommentare
Kategorie: Fazit 64

Bildung und Forschung sind der Treiber für Innovation Es stimmt: Die Steiermark hat in den letzten 15 Jahren einen sichtbaren Wandel durchlebt: vom einstigen grundstoffabhängigen Industrieland zu einem international herzeigbaren, modernen Technologiestandort. Es stimmt aber auch: Unser Land ist von der jüngsten Wirtschaftskrise über Gebühr betroffen. Eine Strukturdebatte, wie sie Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung begonnen haben, ist längst notwendig. Dass den Entscheidungsträgern der Wirtschaft das weiß-grüne „Zukunftsbild für eine positive regionale Entwicklung bis 2020“ abhanden gekommen zu sein scheint, spricht nicht gerade für die Politik – vor allem nicht für die herrschende Mehrheitspartei im Lande.
Vielleicht hilft es, wenn Vor- und Nachdenker in allen politischen Zirkeln und Institutionen mithelfen, einem gewissen „Fazit“ zum Durchbruch zu verhelfen: dass nämlich Bildung und Wissen unser „Rohstoff“ von morgen sind. Mehr denn je ist Bildung der Rohstoff in der Wissensgesellschaft, der in der neuen neoklassischen wie vor allem auch in der evolutionären Wachstumstheorie zentral ist. Schließlich hängt die Innovationsfähigkeit der Volkswirtschaften vom so genannten „Humankapital“ ab. In den neuen Wachstumstheorien wird nicht nur das Niveau des Pro-Kopf-Einkommens von den Qualifikationen beeinflusst, sondern auch die wirtschaftliche Dynamik – letztlich auch die Frage nach dem innovativsten Wirtschaftsstandort. Dazu kommt: Bildung und Forschung sind der Treiber für Innovation.

Bildung, Forschung und Innovation haben ein gemeinsames und übergeordnetes Ziel: den gesellschaftlichen Fortschritt. Viele haben dieses Ziel aus den Augen verloren oder glauben nicht mehr an eine Verbesserung der Lebensgrundlagen in unserer Zeit.

Auch diesem Zweifel will Fazit mithelfen, entgegenzutreten: Wissenschaft, Forschung und Innovation müssen sich den genannten Lebensfragen der Menschheit stellen und Antworten auf die Trends der Zukunft finden. Nur dann werden sie auch von den Bürgerinnen und Bürgern akzeptiert. Nur dann können sie sich legitimieren.

Die Komplexität der Aufgaben –  wie sie Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer aufgelistet und zur Mitarbeit eingeladen haben – verlangt aber nach neuen und innovativen politischen Strategien.

::: Ganze Titelgeschichte als PDF-File: DOWNLOAD

Zum Thema, Fazit 64 (Juli 2010)

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