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	<title>FazitOnline. Wirtschaft und mehr. Aus dem Süden. &#187; Peter Stalder</title>
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	<description>Die Webseite von Fazit.</description>
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		<title>Phonosophicum (Oktober 2011)</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 07:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Stalder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 76]]></category>
		<category><![CDATA[Phonosophicum]]></category>

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		<description><![CDATA[Breitband „Made in Germany“ Audium etablierte sich in den Neunzigerjahren als kleines, aber feines Label, welches Konventionen kritisch hinterfragte und unter anderem an ungewöhnlichen Verstärkerlösungen tüftelte. Dann wurde es still um die Berliner, bis 2008 ein Relaunch mit Lautsprechern gelang. Deren Produktpalette umfasst aktuell vier Standlautsprecher-Modelle (Comp 5, 7, 8 und 9), eine Kompaktbox sowie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Breitband „Made in Germany“</strong> Audium etablierte sich in den Neunzigerjahren als kleines, aber feines Label, welches Konventionen kritisch hinterfragte und unter anderem an ungewöhnlichen Verstärkerlösungen tüftelte. <span id="more-2002"></span>Dann wurde es still um die Berliner, bis 2008 ein Relaunch mit Lautsprechern gelang. Deren Produktpalette umfasst aktuell vier Standlautsprecher-Modelle (Comp 5, 7, 8 und 9), eine Kompaktbox sowie Effekt-Speaker für den Heimkinobereich.<br />
Mit ihren 92 Zentimetern Höhe ist die schmalhüftige, in MDF gewandete Comp 5 gewiss keine Riesin. Muss sie auch gar nicht sein, denn ihre Besonderheit liegt woanders, ist sie doch wie ihre drei größeren Geschwister als Breitband-Box mit zusätzlich verbautem Downfire-Subwoofer konzipiert. Breitband bedeutet hier: Ab 150 Hz bis 20 kHz ist ein einziges Chassis am Werk. Immerhin überträgt die knapp 7 Zentimeter große und auf Ohrhöhe ausgerichtete Zellulose-Membran mit Aluminium-Kegel 6 1⁄2 Oktaven. Alles, was darunter liegt, übernimmt ein mit solidem Druckgusskorb ausgestatteter Basstreiber. Mit seiner ovalen Form sollen laut Audium-Philosophie ein besonders günstiges Verhältnis von Fläche zu Raumbedarf erreicht und unerwünschte Mitteltonanteile gemindert werden. Der Abstand zwischen Bass-Chassis und dem darunter angebrachten Standfuß beträgt konstant 2 Zentimeter. Technisches Ergebnis dieser nach unten befeuerten Schallabgabe (Downfire):  geringere Raummodenanregung und folglich größere Flexibilität bei der räumlichen Aufstellung. Klanglich entwickelt sich dadurch eine druckvolle, doch stets koordinierte und nie schwachbrüstige oder dröhnende Basswiedergabe. Wie die Breitbänder wurde auch das Bass-Chassis von Audium in jahrelanger Feinstarbeit selbst entwickelt.<br />
Auch im höheren Frequenzbereich kommt dieser knapp 15 Kilo schwere Schallwandler „Made in Germany“ erstaunlich detailreich, homogen und entspannt daher. Eine Stärke des Punktstrahlerprinzips ist seine räumliche Präsenz mit einer unkritischen Wiedergabe der Mitten. Am besten entfaltet sich die Box in kleinen bis mittelgroßen Räumen. Hinsichtlich Elektronik verhält sie sich sehr tolerant und verträgt Verstärker-Partnerschaften sowohl mit Röhre als auch mit Transistoren (im Test mit Pro-Jects SE Mono-Endstufen).</p>
<p>Fazit: Audiums nicht nur klanglich, sondern auch optisch wohlproportionierte Comp 5 ist ein echter audiophiler Geheimtipp in der riesigen Produktpalette dieses Preissegments. Die gelungene Arbeitsgemeinschaft aus Breitband und Downfire-Bass sorgt hier für den hörbaren Unterschied. Hinsichtlich Feinauflösung steht die Comp 5 einem klassischen Zweiwege-System in nichts nach. Ein vergleichbar exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis kann aktuell nur der schwedischen Guru QM 10 (siehe Fazit Mai 2010) attestiert werden, die tonal ähnlich ausgewogen spielt (aber nach einem ganz anderen Prinzip arbeitet).</p>
<p><em>Phonosophicum #25, Fazit 75 (Oktober 2011)</em></p>
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		<title>Phonosophicum (August 2011)</title>
		<link>http://www.fazitmagazin.at/2011/09/phonosophicum-august-2011/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 10:33:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Stalder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 75]]></category>
		<category><![CDATA[Phonosophicum]]></category>

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		<description><![CDATA[Echtes Hi-Fi auch für unterwegs Von Hand graviertes, edelstes amerikanisches Walnussholz, satiniertes champagnerfarbenes Messing und Schieberegler statt Touchscreen mit Retina-Display – mit einem „stylishen“ iPod der neuesten Generation hat dieses ungewöhnliche Kästchen definitiv nichts am Hut. Ja man könnte den Colorfly Pocket sogar als eine Art nostalgischer Gegenentwurf zu Apples Kultgerät betrachten, setzt er doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Echtes Hi-Fi auch für unterwegs</strong> Von Hand graviertes, edelstes amerikanisches Walnussholz, satiniertes champagnerfarbenes Messing und Schieberegler statt Touchscreen mit Retina-Display – mit einem „stylishen“ iPod der neuesten Generation hat dieses ungewöhnliche Kästchen definitiv nichts am Hut. <span id="more-1947"></span>Ja man könnte den Colorfly Pocket sogar als eine Art nostalgischer Gegenentwurf zu Apples Kultgerät betrachten, setzt er doch ganz auf Retro-Look (und erinnert dabei wohl so manchen an einen antiken Walkman aus den Achtzigerjahren) und will damit eher eine High-End-gewohnte Käuferschicht ansprechen. Ihn bloß einen MP3-Player zu heißen, käme einer Beschimpfung gleich, kann er doch wesentlich mehr und spielt seine wahren Stärken erst bei verlustfreien Audioformaten wie WAV oder FLAC aus. Dass er dabei Codecs wie Apple Lossless oder AIFF außen vor lässt, müssen ihm eingefleischte Apfelmenschen einfach nachsehen.</p>
<p>Sein Hersteller, die ansonsten eher für Grafikkarten bekannte chinesische Colorful Technology, hat bei der Entwicklung dieses Luxusplayers keinen Aufwand gescheut. Man spendierte ihm einen 6,3 mm-Klinkenausgang, an den problemlos hochwertigste Kopfhörer bis zu 300 Ohm Impedanz angeschlossen werden können. Wer für unterwegs lieber In-Ear-Kopfhörer nutzen möchte, klinkt diese an den normalen kleinen 3,5 mm-Ausgang. Weiters im Anschlussfeld: ein USB-Port sowie zwei vergoldete Cinch-Buchsen, die als SPDIF-Ein- beziehungsweise -Ausgang fungieren. Und das ist der eigentliche Clou des kleinen Chinesen, kann er doch damit sowohl als Sample Rate Converter wie auch als externer D/A-Wandler eingesetzt werden. Über den Ausgang leitet er das digitale Signal direkt an die Anlage weiter, und von externen Quellen wie CD-Spieler oder PC werden die Signale an den Eingang gesendet.</p>
<p>Erst machbar wird dies durch handverlesene Komponenten aus dem Hause Cirrus Logic. Der High-End-Single-Wandler-Chip gestattet eine Sampling-Rate bis zu 192 kHz bei einer Wortbreite von 24 Bit (im Vergleich dazu muss sich ein CD-Player mit 44,1 kHz und 16 Bit begnügen). Und bei einem sensationellen Rauschabstand von 108 dB und einem Klirrfaktor von 0,0022 % (der beste iPod erreicht da gerade mal 89 dB/0,058 %) kombiniert mit einem Clock Jitter von weniger als 2 Picosekunden werden selbst wir Phonosophen hellhörig. Denn damit übertrifft er hinsichtlich Wiedergabequalität nicht nur den Audio-Standard um ein Vielfaches, sondern spielt auf Augenhöhe mit stationären High-End-Geräten.<br />
Mit knapp 600 Euro kostet der Colorfly dafür fast doppelt so viel wie der potenteste Player aus dem Hause Apple. Ab Werk ist er mit einem 32 GB-Flash-Speicher ausgestattet, der mittels Mikro-SD-Karte auf 64 GB erweitert werden kann. Für unkomprimierte und ergo sehr speicherintensive Musikdateien (eine Mahler-Symphonie „verschlingt“ ca. 1 GB) scheint mir die Maximalkapazität von 64 GB allerdings zu knapp bemessen. Das einzige wirkliche Manko des Players!</p>
<p>Fazit: Seine Ambition, die erste Stereoanlage im Taschenformat zu sein, weiß der technisch nobel bestückte Colorfly vollends zu erfüllen. Und mit seinen Maßen von 12,5 x 8 x 2 cm und 260 Gramm Gewicht geht er locker als kleinster und leichtester mobiler High-End-Spieler der Welt durch. Mit seinem altväterischen und rustikalen Design ist dieses kuriose Wunderkistchen gewiss nicht jedermanns Sache. Unbestritten ist, dass seine Besitzer mit ihm exquisiten Hörgenuss geboten bekommen.</p>
<p><em>Phonosophicum #24, Fazit 75 (Juli 2011)</em></p>
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		<title>Phonosophicum (Juli 2011)</title>
		<link>http://www.fazitmagazin.at/2011/07/phonosophicum-juli-2011/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 09:38:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Stalder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 74]]></category>
		<category><![CDATA[Phonosophicum]]></category>

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		<description><![CDATA[High End im Mini-Format Small sounds beautiful – oder: Weniger ist mehr: Die Wiener Audioschmiede Pro-Ject setzt mit ihrer Box-Design-Serie auf High End zum beinahe Schnäppchenpreis. Mit den schmucken Kästchen, die mit einem Minimum an Bedienelementen auskommen und allesamt in einem massiven Metallgehäuse verbaut sind, lässt sich modular ein komplettes Hi-Fi-System zusammenstellen. Zur ständig erweiterten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>High End im Mini-Format</strong> Small sounds beautiful – oder: Weniger ist mehr: Die Wiener Audioschmiede Pro-Ject setzt mit ihrer Box-Design-Serie auf High End zum beinahe Schnäppchenpreis. <span id="more-1893"></span>Mit den schmucken Kästchen, die mit einem Minimum an Bedienelementen auskommen und allesamt in einem massiven Metallgehäuse verbaut sind, lässt sich modular ein komplettes Hi-Fi-System zusammenstellen. Zur ständig erweiterten Serie gehören mittlerweile mehr als zwei Dutzend Geräte, die prima vista durch ihr ungewöhnliches Format auffallen. Übliche Full-Size-Komponenten sind ungefähr 43 cm breit. Hier bescheidet man sich gerade mal mit 10,3 cm Breite und 6,8 cm Höhe. Nur der CD-Spieler ist breiter als seine Zwergengeschwister. Für Heinz Lichtenegger, den Spiritus Rector und Gründer von Pro-Ject, war die bestmögliche Klangperformance in Kombination mit gerade noch leistbarer Technologie das ausschlaggebende Kriterium bei der Entwicklung der Serie.<br />
Der CD-Player SE ist dafür ein gutes Beispiel. Er arbeitet – wie alle Box-Modelle – mit einem externen Netzteil. Ein Umstand, der nicht nur Platz spart, sondern auch Störungen in der Signalübertragung geringer ausfallen lässt. Das Sanyo-Laufwerk ist als reines CD-Laufwerk mit Schlitzzuführung konzipiert. Die Servo-Regelung entstand in Zusammenarbeit mit dem ebenfalls in Wien ansässigen Hightech- Unternehmen Stream Unlimited. Dieses stellt sein Know-how auch Edelschmieden wie Revox, Creek, Musical Fidelity oder T+A zur Verfügung.<br />
Die digitalen Daten werden von einem erlesenen 24-Bit/192-kHz-Wandler von Burr Brown (PCM 1796) mit achtfachem Oversampling konvertiert.<br />
Im Hörtest schaltete ich dem CD-Player den Vorverstärker Pre Box SE sowie die zwei Endverstärker Amp Box SE Mono nach. Vorbei die Zeiten, als Mono-Endstufen nur als große Metallschränke mit gewaltigen Kühlkörpern und immenser Abwärme die Racks beschwerten. Die 1,3 Kilo leichte Mono-Box arbeitet als reiner Digitalverstärker mit einer festen Taktfrequenz. Statt viel Leistung in Wärme umzuwandeln, ändert sie hier nur die Pulsweite der Taktfrequenz. Die Wärmeentwicklung ist daher kaum der Rede wert.<br />
Rückseitig finden Lautsprecherkabel bis 4 mm2 oder auch Kabelschuhe und Bananenstecker Anschluss. Eine der zwei vergoldeten Cinch-Buchsen dient als Eingang, die andere als Ausgang für den Anschluss weiterer Endstufen (was nützlich ist, wenn man Bi-Amping betreiben will – wofür man im Stereobetrieb allerdings schon vier der kleinen Wunderkästchen braucht).<br />
An 8 Ohm leistet die Amp Box SE Mono 110 Watt, an 4 Ohm 190 Watt und zeigt sich mit jedem Lautsprecher, der über einen ordentlichen Kennschalldruck verfügt, verträglich. Gute und vor allem preiswerte Endstufen sind bekanntlich Mangelware. Diese Endstufen sind als Paar für gerade mal 730 Euro zu haben! Damit dürften sie für eine lange Zeit ohne ernst zu nehmende Mitstreiterinnen dastehen.</p>
<p><em>Fazit: </em>Pro-Ject zeigt eindrucksvoll, dass High End nach dem Motto „Keep it simple“ funktioniert und weder eine „Materialschlacht“ erfordert noch teuer sein muss. Die getestete Stereo-Kette aus CD-Spieler, Vorverstärker und zwei einkanaligen Endstufen klingt sensationell sauber, belastet das Budget gerade mal mit etwas über 1.500 Euro und besitzt alle Voraussetzungen, zu einem Kultobjekt zu werden.</p>
<p><em>Phonosophicum #23, Fazit 74 (Juli 2011)</em></p>
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		<title>Phonosophicum (Juni 2011)</title>
		<link>http://www.fazitmagazin.at/2011/06/phonosophicum-juni-2011/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 08:23:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Stalder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 73]]></category>
		<category><![CDATA[Phonosophicum]]></category>

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		<description><![CDATA[Referenz für Auge und Ohr Wenn sich eine bestens beleumdete Audio-Schmiede wie Arcam nach einigem Zögern anschickt, einen Blu-ray-Player herauszubringen, liegt die Messlatte für uns Phonosophen höher als sonst. Zum einen erwarten wir die klangliche Feinkost seiner Arcam-Audiobrüder, zum anderen eine erstklassig werkelnde Videosektion mit multimedialen Schmankerln als selbstverständliches Supplement. Um es gleich vorwegzunehmen: Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Referenz für Auge und Ohr</strong> Wenn sich eine bestens beleumdete Audio-Schmiede wie Arcam nach einigem Zögern anschickt, einen Blu-ray-Player herauszubringen, liegt die Messlatte für uns Phonosophen höher als sonst. <span id="more-1851"></span>Zum einen erwarten wir die klangliche Feinkost seiner Arcam-Audiobrüder, zum anderen eine erstklassig werkelnde Videosektion mit multimedialen Schmankerln als selbstverständliches Supplement. Um es gleich vorwegzunehmen: Der BDP100 schafft diese Prüfung locker und demonstriert eindrücklich, dass große Klangperformance und gestochen scharfe Bilder unter eine Haube zu bringen sind – und zwar auf Referenzniveau!<br />
Schließlich entstammt er wie etliche Verstärker und Player Arcams berühmter FMJ-Serie. FMJ steht für das Prädikat „Faithful Musical Joy“. Die Briten halten sich auch hier an ihr Klang-Treuegelöbnis und setzen auf kurze Signalwege, diskrete und getrennt geregelte Netzteile für Laufwerk und Audio-/Videoverarbeitung, sodass Störungseinflüsse bei der Wiedergabe von vornherein ausgeschlossen sind. Die Digital-Analog-Wandlung obliegt einem Wolfson WM 8741 mit Upsampling-Fähigkeiten bis zu 192 kHz und 32 Bit. Dieser Superchip ist beispielsweise auch in Arcams Universalplayer DV139, im NAD C 565BEE oder im sündteuren Isis Valve von Rega im Einsatz – drei absoluten audiophilen Leckerbissen!<br />
Auch beim schnörkellosen Gehäuse mit sandgestrahlter Alufront  haben die Entwickler aus Cambridge sorgsam darauf geachtet, dass keinerlei mechanische Einflüsse die Signalverarbeitung stören können.<br />
Durch die hohe Speicherkapazität der blauen Scheibe können Audiodaten bekanntlich so genossen werden, wie sie im Produktionsstudio aufgezeichnet wurden. Mit den verlustfreien Codecs Dolby TrueHD oder dts-HD Master Audio wird der Blu-ray-Player zum audiophilen Zuspieler und lässt bei den reinen Audio-Blu-rays (Pure Audio BD oder Audio only BD genannt) wirklich keine Wünsche mehr offen.<br />
An Formaten weiß der BDP 100 mit Blu-ray, DVD, CD, MP3, WMA, AAC, AVI, JPEG oder WMV alle heute relevanten wiederzugeben – nur auf SACD wurde verzichtet. Für diese spezielle Kost gibt es schließlich den hauseigenen CD37 oder den erwähnten DV139.<br />
An Schnittstellen werden neben HDMI 1.3a ein Ethernetanschluss für BD-Live-Inhalte, Component und Composite Video-Ausgänge, eine koaxiale und eine optische Digitalbuchse sowie zwei analoge Audioausgänge mit besagtem Wolfson-Wandler geboten. Die leider rückseitig angebrachte USB-Buchse gestattet Verbindungen zu externen Mediaplayern oder Festplatten. Eine RS232-Schnittstelle, ein Fernbedienungseingang sowie eine 12 V-Triggerschaltung zur Einbindung in verschiedene Steuerungssysteme runden das Angebot ab.<br />
Den HD-Videotest mit Blu-rays absolviert der Arcam mit exzellenter Kontrastdarstellung und plastischer Auflösung. Aber auch DVDs in Standardauflösung präsentieren sich dank makellosem Scaling und De-Interlacing auf Topniveau. Bezüglich Arbeitsgeschwindigkeit liegt er im guten Mittelfeld: DVDs und BDs werden zwischen 15 und 20 Sekunden eingelesen.<br />
Die Fernbedienung liegt ergonomisch fein in der Hand, ist mit hinterleuchteten Tasten versehen und weiß bis zu acht zusätzliche Geräte zu steuern.</p>
<p><em>Fazit: </em>Bereits in den Siebzigerjahren setzte Arcam mit dem ersten Hi-Fi-Verstärker A60 Maßstäbe. Jetzt legen die Engländer mit diesem souverän agierenden Spieler die Latte für die Konkurrenz erneut hoch, weiß er doch Medienvielfalt und klassische Hi-Fi-Tugenden optimal zu vereinen. Der zusätzliche Wandler-Aufwand bei der Aufbereitung der analogen Signale erfreut jene Filmfans, die auch noch viel Musik hören, auf Surround verzichten können und den BDP100 einfach als edlen Stereo-Spielpartner verwenden wollen.</p>
<p><em>Phonosophicum #22, Fazit 73 (Juni 2011)</em></p>
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		<title>Phonosophicum (Mai 2011)</title>
		<link>http://www.fazitmagazin.at/2011/05/phonosophicum-mai-2011/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 13:04:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Stalder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 72]]></category>
		<category><![CDATA[Phonosophicum]]></category>

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		<description><![CDATA[Tiefbass-Genuss In Sachen Subwoofer ist Velodyne Acoustics seit Langem die Referenzadresse. Mit den vier Modellen der CHT-Q-Serie  untermauern die Kalifornier einmal mehr ihre Poleposition als Tiefton-Spezialisten und beweisen, dass ein guter aktiver (also mit integrierter Endstufe versehener) Subwoofer jede Gerätekette enorm aufzuwerten vermag – und ganz einfach Spaß machen kann. Jedes Q-Modell bietet obendrein digitale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tiefbass-Genuss</strong> In Sachen Subwoofer ist Velodyne Acoustics seit Langem die Referenzadresse. Mit den vier Modellen der CHT-Q-Serie  untermauern die Kalifornier einmal mehr ihre Poleposition als Tiefton-Spezialisten und beweisen, dass ein guter aktiver (also mit integrierter Endstufe versehener) Subwoofer jede Gerätekette enorm aufzuwerten vermag – und ganz einfach Spaß machen kann. <span id="more-1797"></span>Jedes Q-Modell bietet obendrein digitale Signalprozessoren (DSP), mithilfe derer alle Audiofunktionen des Bassisten via Fernbedienung präzise gesteuert werden können. Ein besonderes Schmankerl sind die vier bequem vom Hörplatz abrufbaren Einstellungen für Film, Rock, Jazz/Klassik oder Spiele.<br />
Der CHT-8Q, der „kleinste“ der vier Brüder, bringt in seinem MDF-Gehäuse immerhin noch zwanzig Kilo auf die Waage und wird von einer Class-D-Endstufe mit 180 Watt Sinusleistung angetrieben, welche wiederum das 20-cm-Frontchassis befeuern. Der Treiber ist mit einem ventilierten Polkern ausgestattet, der nicht nur den Wirkungsgrad anhebt, sondern auch für eine höhere Langzeitstabilität sorgt. Für den 1,13 kg schweren Magneten wurde eine doppelt gewickelte Kupferschwingspule konzipiert.<br />
Jeder Subwoofer muss sich klanglich optimal  in die vorhandenen Partner des Audiosystems integrieren. Um eine exakte Anpassung an die Hauptlautsprecher und die Raumakustik kümmert sich die fein justierbare 40 – 120-Hz-Tiefbassweiche (oberhalb der eingestellten Frequenz wird der Subwoofer ausgeblendet). Mit dem Phasenregler (Einstellungen 0°/90°/180°/270°) kann ein möglicher Laufzeitversatz zwischen Subwoofer und Hauptlautsprechern ausgeglichen werden, der im ungünstigsten Fall zu Schallauslöschungen oder Frequenzüberhöhungen führen kann. Die ebenfalls rückseitig angebrachte Funktion „Subwoofer Direct“ erlaubt es, die interne Frequenzweiche des Woofers zu umgehen und die Bassfilterung einem angeschlossenen Receiver oder Surroundprozessor zu überlassen. An Anschlüssen stehen sowohl Speaker-Level-Ein-/Ausgänge für bereits verstärkte Signale als auch Line-Level-Eingänge für lediglich vorverstärkte Signale bereit – selbstverständlich vergoldet, wie es sich für diese Preisliga gehört.<br />
Als sehr praktisch und kinderleicht durchführbar erweist sich die automatische Raumeinmessung mittels mitgelieferten Mikrofons (inkl. Standfuß und 8-Meter-Kabel).</p>
<p><em>Fazit: </em>Anspruchsvolle Tiefbass-Genießer trennen sich nicht mehr von ihm, wenn sie ihn einmal erlebt haben. Es ist beeindruckend, wie souverän der CHT-8Q in die Tiefe hinabzusteigen vermag und sowohl im Multichannel- als auch im 2.1-Stereobetrieb ein makelloses und subtiles Klangbild abzubilden imstande ist. In Wohnräumen bis 25m2 fühlt sich der kleine Amerikaner am wohlsten. Sein Aufbau mit Bassreflexöffnung erlaubt eine flexible Raumpositionierung, für die man sich aber wie bei jedem Subwoofer ausreichend Zeit nehmen sollte (jeder Hörraum hat seine akustischen Tücken!). Einfach ausprobieren! Hörsitzungen mit speziellen Test-CDs zahlen sich aus. Denn bereits um wenige Zentimeter verschoben, kann sich das Basserlebnis wesentlich verändern.</p>
<p><em>Phonosophicum #21, Fazit 72 (Mai 2011)</em></p>
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		<title>Phonosophicum (April 2011)</title>
		<link>http://www.fazitmagazin.at/2011/04/phonosophicum-april-2011/</link>
		<comments>http://www.fazitmagazin.at/2011/04/phonosophicum-april-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 10:54:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Stalder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 71]]></category>
		<category><![CDATA[Phonosophicum]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Formatdschungel Wer Musik speichern will, ist mit der Frage nach Format und Qualität konfrontiert. Generell kann zwischen verlustbehafteter und verlustfreier Kompression unterschieden werden. Bei Ersterer schrumpfen die Dateien dadurch, dass bestimmtes Material der Ursprungsdatei herausgefiltert wird; bei Letzterer bleiben die Originaldaten erhalten, werden aber sozusagen „kompakter“ in eine neue Datei umgeschrieben. MP3 ist das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Formatdschungel </strong>Wer Musik speichern will, ist mit der Frage nach Format und Qualität konfrontiert. Generell kann zwischen verlustbehafteter und verlustfreier Kompression unterschieden werden. <span id="more-1724"></span>Bei Ersterer schrumpfen die Dateien dadurch, dass bestimmtes Material der Ursprungsdatei herausgefiltert wird; bei Letzterer bleiben die Originaldaten erhalten, werden aber sozusagen „kompakter“ in eine neue Datei umgeschrieben.<br />
MP3 ist das am weitesten verbreitete verlustbehaftete Format für digitale Musik. Jeder Hard- und Software-Player und jedes Handy vertragen sich problemlos mit dem 1987 vom deutschen Fraunhofer-Institut als „MPEG-1 Audio Layer 3“ entwickelten Codec. Damit hatte man ein Verfahren gefunden, Audiodateien um ein Vielfaches kleiner zu machen als die Ursprungsdatei. Man setzte dabei auf die begrenzte Wahrnehmung des Menschen, indem beim Komprimieren jene Teile der Musik wegfallen, die das menschliche Ohr sowieso nicht erfassen kann.<br />
Seinen Siegeszug trat MP3 während des Internetbooms an. Für die Musikindustrie bedeutete es ein Schock. Erst als die CD-Umsätze längst massiv eingebrochen waren, wurde ihr bewusst, dass mit dem legalen Online-Handel von Musik durchaus Geld zu verdienen ist.<br />
Audiophile beäugten den Musikdownload aus dem Internet seit Anbeginn eher skeptisch. Denn immerhin geht es gerade bei MP3 immer auch um eine relevante Qualitätseinbuße: Ein Megabyte entspricht (je nach Komplexität des Tonmaterials) ungefähr einer Minute Musik, was einer Schrumpfrate von ca. 1:11 entspricht. Zwar erlaubt MP3 Kompressionsraten bis zu 320 kbit/s, aber diese Qualität wird im Netz nur selten angeboten. Zur Erinnerung: Die Bitrate gibt an, wie viele Bits eine Audiodatei pro aufgenommene Sekunde Musik benötigt. Pflicht ist in jedem Fall eine variable Bitrate (VBR), die es dem Codierungsprogramm erlaubt, bei anspruchslosen Stellen mit einem geringen Frequenzbereich an Dateigröße zu sparen, während bei komplexeren Stellen des Tonmaterials die Bitrate angehoben wird. Ogg Vorbis und Advance Audio Coding (AAC) sind zwar nicht so verbreitet, bieten aber gegenüber MP3 bei gleicher Datengröße klare Vorteile hinsichtlich Dynamik und Klangqualität. Mit recht hochwertigen AACs mit 192 kbit/s ist man jedenfalls auf der sicheren Seite.<br />
Doch mittlerweile können auch die Klangpuristen etwas aufatmen, gibt es doch im Netz einige feine Anbieteradressen mit hochauflösenden, verlustfreien Downloads. Linn, Naim, 2 L Musik Online und die noch junge Plattform Highresaudio bieten Dateien in CD-Qualität mit einer Auflösung von 16 bit/44,1 kHz oder sogar in Studiomasterqualität in 24 bit/192 kHz an. Sie lassen sich beispielsweise als verlustfreie WAV-Dateien direkt auf den PC oder auf einen netzwerkfähigen Datenspeicher (NAS) laden und können anschließend auf Datenträger gebrannt werden. Die Kostbarkeiten stehen als WAV, FLAC (Free Lossless Audio Codec) oder WMA Lossless zur Verfügung. Einziger Nachteil: Der Backkatalog lässt (noch) zu wünschen übrig, da es sich um kleine Spartenangebote mit ausgesuchten Schwerpunkten aus Klassik und Jazz handelt. Belohnt wird der Käufer dafür in der Regel mit exquisiter Qualität.</p>
<p>Fazit: Auch wenn kaum anzunehmen ist, dass in nächster Zukunft ein anderes Format MP3 in seiner Dominanz gefährden wird, sind für uns Phonosophen natürlich die verlustfreien Codecs interessant. Allen gemein ist, dass sie jeweils das Originalsignal reproduzieren. Apples iTunes bietet an verlustfreien Codierern AIFF, Apple Lossless und WAV, aber leider kein FLAC an. Für Quicktime gibt es immerhin freie Plug-ins, die das Verwalten von FLAC in iTunes erlauben. Gerade FLAC ist interessant für jeden, der auf seiner Festplatte Platz sparen, sich aber die Möglichkeit offenlassen möchte, die dem FLAC-File zugrunde liegende WAV-Datei jederzeit wiederherstellen zu können.<br />
Trotzdem wollen wir MP3 nicht ganz verteufeln. Mit dem richtigen Codierer (empfohlen: LAME) und einer ordentlichen (variablen!) Bitrate von mindestens 192 kbit/s kann es sich immer noch hören lassen. Und sein größtes Plus, damit große Mengen Musik auf digitalen Medien wie beispielsweise dem iPod abspeichern zu können, ist in einer mobilen Gesellschaft ein nicht unwesentlicher Nutzen für den User.</p>
<p><em>Phonosophicum #20, Fazit 71 (April 2011)</em></p>
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		<title>Phonosophicum (März 2011)</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 10:47:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Stalder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 70]]></category>
		<category><![CDATA[Phonosophicum]]></category>

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		<description><![CDATA[Weniger ist mehr Gerade in ihrer Wahl der Lautsprecher, dem gewichtigsten Glied der Hör-Kette, zeigen sich Audiophile meist kompromisslos und lassen nicht mit sich spaßen. Kleine Kompaktboxen haben im passiven Sektor keinen leichten Stand, weil ihre Membranflächen in der Regel für einen vollen Klanggenuss nicht ausreichen. Physikalisch logisch: denn für ein entsprechendes Volumen braucht es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Weniger ist mehr</strong> Gerade in ihrer Wahl der Lautsprecher, dem gewichtigsten Glied der Hör-Kette, zeigen sich Audiophile meist kompromisslos und lassen nicht mit sich spaßen. Kleine Kompaktboxen haben im passiven Sektor keinen leichten Stand, weil ihre Membranflächen in der Regel für einen vollen Klanggenuss nicht ausreichen.<span id="more-1662"></span> Physikalisch logisch: denn für ein entsprechendes Volumen braucht es adäquate Membrandurchmesser, die entsprechend viel Luftteilchen in Schwingung versetzen.<br />
Wenn sich aber eine bei High-Endern hoch im Kurs stehende Schmiede wie Pro-Ject (die in der Herstellung von hochwertigen Plattenspielern die weltmarktführende Position innehat) anschickt, ein kompaktes Lautsprechersystem zu entwickeln, welches allen Kriterien audiophilen Hörens gerecht wird, ist man nur noch neugierig. Klasse statt Masse – geht das hier überhaupt? Kann aus so wenig Box so viel mehr herausgeholt werden? Und dies alles noch zu einem Preis von etwas mehr als 200 Euro (pro Paar, versteht sich!)? – Ja, es kann. Und wie!<br />
Gerade mal etwas mehr als acht Liter fasst das Brutto-Volumen dieses Schallwandlers, den Pro-Ject etwas nüchtern „Speaker Box 5“ getauft hat. Doch das Credo des in Wien ansässigen und bei Prag fertigenden Unternehmens lautet seit jeher: „Weniger ist mehr“. Eines der Erfolgsgeheimnisse der Philosophie von Pro-Ject-Gründer Heinz Lichtenegger ist, sich einerseits auf das Wesentliche – nämlich den Klang – zu beschränken und andererseits Käuferschichten anzusprechen, für die High-End unerschwinglich ist, die sich aber eine bestmögliche Performance für ihr Wohnzimmer wünschen.<br />
An der Entwicklung der Speaker 5 legte Lichtenegger vor gut einem Jahr persönlich Hand an. Die Liebe zum Detail und die Sorgfalt für das Ganze ist hier in jedem Kubikzentimeter greifbar. Um das magnetisch abgeschirmte Gehäuse aufzuwerten, wurden die Schallwände mit MDF der höchsten Dichte gefertigt. So konnten Körperschallschwingungen im Keim erstickt und optimale Voraussetzungen für eine druckvolle Wiedergabe geschaffen werden. Den Wirkungsgrad (oder korrekter: Kennschalldruckpegel) beschreibt Lichtenegger mit exzellenten „noch durchaus konservativ gehaltenen“ 86 dB! Ein solcherart beschaffener Wandler gibt sich bekanntlich schon mit wenig Verstärkerleistung zufrieden. Die Speaker 5 eignet sich denn auch für Amp-Partner ab 10 (!) bis 150 Watt.<br />
Ausgelegt ist das Ganze  als Zwei-Weg-Bassreflex-System mit einem rückseitigen Bassreflexrohr. Man sollte der Box deshalb ein wenig Wandabstand gewähren. Im Alu-Druckguss-Chassis stecken ein 130-mm-Tiefmittelton-Treiber und ein Hochton-Treiber mit einer 25-mm-Gewebe-Kalotte – alles aus fein selektierten Bauteilen komponiert, versteht sich. Die selbstverständlich vergoldeten Anschlussklemmen zeigen sich auch gegenüber Bananensteckern wohlgesonnen.<br />
Zur aktuellen Box-Design-Serie gehören im Übrigen auch ein CD-Spieler, ein iPod-Dock, ein Kopfhörer-Verstärker, Signalkabel, ein D/A-Wandler sowie diverse Vor- und Endstufen. Alle Gehäuse sind ganz nach dem Motto „Keep it simple!“ minimalistisch designt und mit hochwertigsten Materialien verbaut und verfügen über ein externes Netzteil. Ein Vorteil, der in den Geräten mehr Platz für Wesentliches schafft und obendrein Störungen in der Signalkette minimiert. Natürlich ist die Speaker 5 in erster Linie als kongeniale Spielpartnerin der hauseigenen Box-Design-Vertreter konzipiert. Aber nicht nur: Als schmuckes Regalbox-Duo im Wohnzimmer macht sie auch an jeder A/V-Anlage eine gute Figur.<br />
Mit ihren drei jeweils mit edlem Klavierlack überzogenen Farbvarianten Rot, Schwarz und Weiß ist sie in jedem Fall ein absoluter Blickfang. In Räumen bis maximal 15 m2 entwickelt sie ihre volle Abbildung und spielt wirklich sensationell auf. Das tut sie mit natürlich-lebendiger Musikalität, einem knackigen Bass und fein gezeichneten Höhen.</p>
<p>Fazit: Die Pro-Ject Speaker Box 5 vermag das Beste aus zwei Welten zu vereinen: außergewöhnliche Klangqualität und eine überaus günstige Preisgestaltung. Mein persönliches Aha-Erlebnis dabei: Man kann sehr kompakte und günstige (nicht zu verwechseln mit „billig“!) Lautsprechersysteme bauen und dabei klanglichen Höchstansprüchen genügen. Pro-Ject feiert heuer sein zwanzigstes Firmenjubiläum. Herzliche phonosophische Glückwünsche! Man darf gespannt sein, was die Wiener Klangtüftler in den nächsten zwanzig Jahren noch alles aus dem Hut zaubern.</p>
<p><em>Phonosophicum #19, Fazit 70 (März 2011)</em></p>
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		<title>Stalder macht Schluss!</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 10:42:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Stalder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 70]]></category>
		<category><![CDATA[Schlusspunkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Tage hätte ein großer Verstörungskünstler seinen 80. Geburtstag gefeiert: Thomas Bernhard. Der Aufwecker und Aufwirbler, Agent provocateur und misanthropisch-zynischer Jongleur am Abgrund, der die Obrigkeiten aller Couleurs ordentlich auf Trab gehalten hat. Gleichzeitig oder gerade deswegen auch ein Scheuer, Einsamer und Verletzter; einer, der sich hinter seinem Geschriebenen eher zu verschanzen als sich zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Tage hätte ein großer Verstörungskünstler seinen 80. Geburtstag gefeiert: Thomas Bernhard. Der Aufwecker und Aufwirbler, Agent provocateur und misanthropisch-zynischer Jongleur am Abgrund, der die Obrigkeiten aller Couleurs ordentlich auf Trab gehalten hat.<span id="more-1659"></span><br />
Gleichzeitig oder gerade deswegen auch ein Scheuer, Einsamer und Verletzter; einer, der sich hinter seinem Geschriebenen eher zu verschanzen als sich zu zeigen schien. Die „Verhältnisse“, gegen die er anschrieb (und besonders die österreichischen), waren für ihn zwar „furchtbar“, das darunter verborgene Unglück jedoch ein existenzielles. „Die menschliche Existenz“, heißt es im Roman „Verstörung“, „ist mit dem Leiden verbunden.“ Der Mensch als in ein Leben voller Widerwärtigkeiten und entsetzlicher Kälte geworfenes Subjekt.  Aus dem späten Dichterdiktum, dass nichts zu loben, nichts zu verdammen, nichts anzuklagen sei, aber alles lächerlich werde, wenn man an den Tod denke, klingt auch der milde und hoffende Bernhard. Das Erregen durch die Mittel der Sprache war sein Lebenselixier, seine ganz persönliche Möglichkeit, sein Nicht-anders-Können, gegen die Welt anzudenken.<br />
Sein diesbezügliches Arsenal beinhaltete hochkonzentrierte Satzkaskaden, Endlosschleifen, Crescendi und Übertreibungen. Wer seine virtuosen Wortsymphonien als bloße „Besudelung“ auffasste oder die Beschimpfungen zu wörtlich (oder zu persönlich) nahm, verabscheute ihn dafür. Für die „Beleidigten“ wurde er zum Skandalon, zum „ennui“, der sich bloß verächtlich auskotzt. Zur Zeit des „Heldenplatzes“, Bernhards letzter großer Abrechnung mit Österreich, war die Kunst für die Rolle als Erregerin geradezu prädestiniert (Tabori, Peymann, Hrdlicka). Im „furor populi“ fanden die Medien einen dankbaren Mitspieler, zumal Bernhard im sogenannten „Bedenkjahr“ und während der Waldheim-Präsidentschaft mitten in die Neuralgik des Vergangenheitsbewältigungstraumas traf. Indem er mit allem Österreichischen, jener „Absurdität zur Potenz“, abrechnete, konnten Zusammenstöße zwischen Kunst, Politik und Öffentlichkeit nicht ausbleiben.<br />
Dabei hätte das Stück „Heldenplatz“ den Skandal gar nicht gebraucht – es war die vorverurteilende Öffentlichkeit, ihr Brüllchor der „gesunden Volksmeinung“, der ihn suchte.  Bernhard war plötzlich Staatsfeind Nr. 1 – obwohl ihn die meisten gar nie gelesen, geschweige denn auf der Bühne gesehen hatten. Um von einem Skandal zu sprechen, brauche es drei Elemente, postuliert der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen:<br />
„Zuerst eine Normverletzung, irgendeine Form von Normübertretung, eine moralische Verfehlung; dann jemand, der davon berichtet, einen Verräter, einen Informanten, einen Journalisten, der eine Enthüllung bekannt gibt; und schließlich ein Publikum, das sich empört“. Dario Fo sprach vom Skandal noch prägnanter als „Katharsis der bürgerlichen Gesellschaft“.<br />
Heutzutage empört sich kaum noch jemand über Literatur, Bildende Kunst oder Theater. Es gibt dort keine Skandale mehr (ein Umstand, der wiederum zu Katzenjammer führt). Aber was geschieht mit der Kunst, wenn sie gefällig wird und ihre Rolle als Unruhestifterin aufgibt? – Sie wird stinklangweilig.<br />
Heute kocht die Volksseele wegen ganz anderer Ereiferungen über. Da reichen schon ein halb türkisch, halb deutsch beschriftetes Milchpackerl oder die Präsenz von ein paar Bettlern auf den properen Innenstadtplätzen. Internetforen haben der tobenden Volkswut längst ihre „kathartischen“ Freigehege eingerichtet, in denen sie sich gegen alles und jeden entleeren darf.<br />
Wie nähme Bernhard Österreich und seine Politik heute wahr? Würden ihm ihre blutarmen VertreterInnen noch genügend Angriffsflächen bieten? Was hätte er den mediokren, einheitsgenormten und sich ereifernden Rechtsüberholern noch mitzuteilen? Und vor allem: Was hätten jene, die von sich behaupten, keine Bücher mehr zu lesen oder zumindest einen Karl May-Roman fertig gelesen zu haben, dem Dichter noch entgegenzuhalten?<br />
Wahrscheinlich würde dem „alten Meister“ zu diesem Stillstand gar nichts mehr einfallen. Er würde erahnen, dass seine Schimpfkanonaden an diesen neuen Wirklichkeiten zerschellen müssten. Vielleicht würde er ja immerhin seine Künstlerkollegen beschimpfen und ihnen vorhalten, dass sie sich aus allem heraushalten und aufgehört haben zu zündeln.<br />
Letztlich würde einer wie er einsehen müssen, dass das Schlimmste, was einem Künstler widerfahren kann, die Gleichgültigkeit ist. Nur tröstlich, dass all dies nicht mehr geschehen kann, weil er sich durch seinen frühen Abgang von der österreichischen Lebensbühne der endgültigen Vereinnahmung zu entziehen vermochte.</p>
<p><em>Stalder macht Schluss, Fazit 70 (März 2011)</em></p>
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		<title>Phonosophicum (Jänner 2011)</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 12:28:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Stalder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 69]]></category>
		<category><![CDATA[Phonosophicum]]></category>

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		<description><![CDATA[Einstieg in die blaue Welt Die Blu-ray-Disc (BD) wird immer beliebter und vermochte ihren Anteil am Video-Datenträger-Markt in diesem Jahr bereits auf mehr als zehn Prozent zu erhöhen. Da die BD teurer ist als die DVD, entfällt jedoch bereits ein Siebtel des Umsatzes auf das Geschäft mit der blauen Scheibe. Die erfreuliche Nebenerscheinung: Auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einstieg in die blaue Welt</strong> Die Blu-ray-Disc (BD) wird immer beliebter und vermochte ihren Anteil am Video-Datenträger-Markt in diesem Jahr bereits auf mehr als zehn Prozent zu erhöhen. Da die BD teurer ist als die DVD, entfällt jedoch bereits ein Siebtel des Umsatzes auf das Geschäft mit der blauen Scheibe. <span id="more-1583"></span>Die erfreuliche Nebenerscheinung: Auf dem Markt tummeln sich immer mehr preiswerte Player mit teilweise wirklich guter Performance. So statten namhafte Hersteller ihre Einstiegsgeräte unter zweihundert Euro heutzutage mit Features aus, die vor nicht allzu langer Zeit noch High-End-Spielern vorbehalten waren.<br />
Panasonics DMP-BD65 gehört zur Gattung der ernst zu nehmenden Marken-BD-Player zu einem sehr fairen Preis, lässt er doch bezüglich Qualität und Funktionsvielfalt kaum Wünsche offen.</p>
<p>In puncto Bildauflösung lässt der Japaner nach dem einfach zu handhabenden Setup echtes Kinofeeling aufkommen und wartet mit einigen Einstellungsschmankerln auf, um die Bildparameter optimal zu justieren. Mit der Bildfolgefrequenz von 24 Bildern pro Sekunde werden BDs absolut ruckelfrei wiedergegeben. Der verbaute PHL Chroma Prozessor Plus sorgt für gestochen scharfe Details, natürliche Farbdarstellung und makellose Bewegungswiedergabe. Herkömmliches DVD-Material skaliert er mit nahezu HD-Qualität sauber und rauschfrei hoch auf 1.080p. Auge, was willst du mehr?!</p>
<p>Das Laufwerk des BD65 entpuppt sich als Multitalent, verarbeitet es doch neben allen gängigen Blu-ray-, DVD- und CD-Formaten auch DivX, MP3 (Kompressionsraten bis 320 kbps), AVCHD und JPEG. Nur gegen das Containerformat MKV sträubt er sich. Hinter einer Klappe verbergen sich frontseitig ein SDHC/SDXS-kompatibler Kartenleser und eine USB-Schnittstelle. WLAN lässt sich mit dem entsprechenden USB-Adapter DY-WL10 nachrüsten, um kabellos in den Genuss des Internet-gestützten „BD-Live“ zu kommen.</p>
<p>Auch klanglich macht der Panasonic eine gute Figur und kann auf sämtliche Audio-Decoder für alle gängigen Dolby Digital- und DTS-Tonformate zugreifen. Die digitalen Hochbitformate Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, DTS-HD Master Audio und DTS-HD High Resolution Audio können über den optischen Ausgang oder per HDMI-Port (Version 1.4) übertragen werden. Wer den Ton verlustfrei zu hören wünscht, verkuppelt den BD65 via HDMI mit einem AV-Receiver, der Hochbitformate akzeptiert bzw. dekodiert (wozu jeder Receiver neueren Datums imstande ist). Insofern ist das Fehlen eines analogen 7.1-Audioausgangs durchaus verschmerzbar. Auch bei Audio-CDs im Stereo-Modus erweist sich der nur knapp zwei Kilo leichte BD65 als verzerrungsfreier Spielpartner ohne jegliche Jitter-Effekte.</p>
<p>Ein Schnellstartmodus sorgt für etwas zügigere Startzeiten für BD und DVD. Im normalen Betrieb benötigt er zum Einlesen einer Blu-ray knapp eine halbe Minute  – womit er nicht gerade zu den flottesten seiner Spezies gehört.</p>
<p>Fazit: Wer einen preiswerten Einstieg in die hochauflösende Bilderwelt sucht, einfach seine Filmsammlung genießen will und mit 3-D-Schnickschnack nichts am Hut hat, ist mit dem Panasonic DMP-BD65 bestens bedient. Vor allem dank seiner atemberaubenden Bildqualität kann er mühelos mit weitaus teureren Playern mithalten.</p>
<p><em>Phonosophicum #18, Fazit 69 (Jänner 2011)</em></p>
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		<title>Phonosophicum (Dezember 2010)</title>
		<link>http://www.fazitmagazin.at/2010/11/phonosophicum-dezember-2010/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 15:54:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Stalder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 68]]></category>
		<category><![CDATA[Phonosophicum]]></category>

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		<description><![CDATA[TV-Wundertüte Bezeichnungen wie „Kastl“, „Flimmerkiste“, „Glotze“, ja selbst „Fernseher“ passen definitiv nicht mehr zu solchen technologischen Wundertüten. Immer flacher, immer größer, mit noch brillanteren Bildern in noch höherer Auflösung und mit noch mehr implantierten technischen Schmankerln kommen sie daher. 3D-Technik ist aktuell ein „must have“ in Sachen Heimkino-Entertainment (zumindest reden uns das die Unterhaltungselektronik-Riesen ein). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TV-Wundertüte</strong> Bezeichnungen wie „Kastl“, „Flimmerkiste“, „Glotze“, ja selbst „Fernseher“ passen definitiv nicht mehr zu solchen technologischen Wundertüten. Immer flacher, immer größer, mit noch brillanteren Bildern in noch höherer Auflösung und mit noch mehr implantierten technischen Schmankerln kommen sie daher. <span id="more-1416"></span>3D-Technik ist aktuell ein „must have“ in Sachen Heimkino-Entertainment (zumindest reden uns das die Unterhaltungselektronik-Riesen ein). Auch Sharps jüngste 925er-Serie (46 Zoll bzw. 60 Zoll) steht da um nichts nach und kann selbstredend viel mehr als nur aus möglichst allen Empfangswegen TV-Programme einfangen und stellt nebst 3D-Tauglichkeit auch Netzwerkfunktionen und Anschlüsse für Datenspeicher aller Art bereit.</p>
<p>Mir sind gute zweidimensionale Bilder absolut ausreichend, zumal bis dato kaum genuine, also stereoskopisch aufgenommene Software verfügbar ist. Und nachträglich im Studio zu 3D aufgemotzte Filme sind ja nicht das Wahre. Überdies ist auch das Angebot an frei empfangbaren 3D-TV-Sendern derzeit noch mehr als mickrig &#8230;<br />
Im Test lief die dreidimensionale Performance des 46-Zöllers immerhin fehlerfrei, sprich: ohne lästige Doppelkonturen. Auch die solide Verarbeitung und der Tragekomfort der im Lieferumfang enthaltenen Shutter-Brille mit Infrarot-Empfänger lassen keine Wünsche offen. Sie verfügt übrigens über einen Umschaltknopf, damit 3D-Material bei Bedarf auch in 2D betrachtet werden kann. So können Fans und Skeptiker der dritten Dimension ihre Filmabende immerhin gemeinsam genießen.<br />
Was der LC-46LE925E im zweidimensionalen Modus mit einer Bildwiederholfrequenz von 200 Hz auf die Scheibe zu zaubern vermag, ist hinsichtlich Rauscharmut und Schärfe absolute Spitzenklasse. Der verbaute Triple-Tuner sorgt für HDTV-Empfang via Satellit (DVB-S2), Kabel (DVB-C) und DVB-T. Selbstverständlich darf auch ein CI-Plus-Schacht für verschlüsselte Programme nicht fehlen. Ein interner Speicher mit acht Gigabyte erlaubt das zeitversetzte Fernsehen (Timeshift) für bis zu 150 Minuten bei SD- beziehungsweise 60 Minuten bei HD-Sendungen.</p>
<p>Maßgeblich verantwortlich für die brillante Bildqualität ist Sharps hauseigene Quattron-Technologie. Bei dieser Besonderheit kommt neben den üblichen RGB-Subpixel (Rot, Grün, Blau) noch zusätzlich die Farbe Gelb zum Einsatz. Um dieses vierte Subpixel zu realisieren, teilte man das grüne in zwei Teile und färbte eine Hälfte gelb ein. Das dadurch erweiterte Spektrum stellt etwa Hauttöne wesentlich natürlicher dar als die Konkurrenten mit der üblichen RGB-Technologie. Die für die Hintergrundbeleuchtung zuständigen Leuchtdioden sind am Bildschirmrand angebracht (Edge-LEDs). Auf diese Weise ließ sich eine Gehäusetiefe von nur knapp vier Zentimetern realisieren.</p>
<p>Mit seinem integrierten 2.1-System (ein 15-Watt-Subwoofer sorgt für satte Bässe) absolviert der LC-46LE925E auch den Tontest mit Bravour. Aber optimalerweise schließt man ihn via A/V-Receiver an seine Stereo- oder Heimkinoboxen an.<br />
Drei HDMI 1.3-Eingänge und ein HDMI 1.4-Port mit integriertem Audio-Rückkanal und 3-D-Unterstützung garantieren eine verlustfreie Signalübertragung. An klassischen Anschlussmöglichkeiten finden sich ein Komponenteneingang, Composite-Video, Scart und VGA. Ein USB-Anschluss steht für die Wiedergabe von Video-, Foto- und Musikdateien bereit. Über die AQUOS NET+-Funktion holt sich der Sharp ausgewählte Online-Inhalte auf den Schirm – optional auch drahtlos mit dem spendierten WLAN-USB-Adapter.</p>
<p>Das schicke Design des Sharp erinnert mit seinen abgerundeten Ecken und der soliden Verarbeitung aus Glas und Metall an ein überdimensioniertes iPad. Da die Frontscheibe stark spiegelt, ist ein Filmgenuss bei Lampen- oder Kerzenschein nicht empfehlenswert. Als etwas gewöhnungsbedürftig entpuppt sich das teilweise kryptisch gestaltete Bildschirmmenü, das sich aber immerhin übers laufende Bild blenden lässt.</p>
<p>Fazit: Dank seiner hervorragenden Bildoptimierungsautomatismen, seiner hauseigenen Vierfarb-Pixel-Technologie und einer Anschlussvielfalt, die ihn zu einer Multimediamaschine werden lassen, steht Sharps neuer 46-Zöller in seiner Liga zurzeit konkurrenzlos da. Die sehr edle Verarbeitung bringt dem Japaner weitere Sympathiepunkte.</p>
<p><em>Phonosophicum #17, Fazit 68 (Dezember 2010)</em></p>
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