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	<title>FazitOnline. Wirtschaft und mehr. Aus dem Süden.</title>
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	<description>Die Webseite von Fazit.</description>
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		<title>VP-Klubobmann Drexler fordert ein Bündnis aller Parteien</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 19:44:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumayr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[VP-Klubobmann wünscht sich nach der Wahl eine grundsätzliche Übereinkunft aller im Landtag vertretenen Parteien. Dabei sollen die wesentlichsten Programmpunkte für die nächste Legislaturperiode festgelegt werden.
Grundlage der Idee sei eine unzureichende Zusammenarbeit mit der SPÖ, für die Drexler Landeshauptmann Franz Voves verantwortlich macht.
Besonderes Augenmerk will Drexler dabei auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch eine Energieoffensive, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VP-Klubobmann wünscht sich nach der Wahl eine grundsätzliche Übereinkunft aller im Landtag vertretenen Parteien. Dabei sollen die wesentlichsten Programmpunkte für die nächste Legislaturperiode festgelegt werden.</p>
<p>Grundlage der Idee sei eine unzureichende Zusammenarbeit mit der SPÖ, für die Drexler Landeshauptmann Franz Voves verantwortlich macht.</p>
<p>Besonderes Augenmerk will Drexler dabei auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch eine Energieoffensive, die Mindestsicherung und die Transparenzdatenbank, einer mobilen Pflegeoffensive, einem steiermarkweiten Bettelverbot und einer Verwaltungsreform legen.</p>
<p>Die Inhalte seien jedoch verhandelbar, wobei die Transparenzdatenbank der ÖVP besonders wichtig sei, erklärte Drexler in einem Pressegespräch am Samstag. In die Verhandlungen will Drexler sowohl FPÖ als auch KPÖ einbeziehen. &#8220;Die Landespolitik tut gut daran sich zusammenzureißen,&#8221; war Drexler überzeugt.</p>
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		<title>Schönen Sommer!</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 14:11:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir dürfen all unseren Leserinnen und Lesern sowie allen  Geschäftspartnern und Freuden einen schönen und erholsamen Sommer wünschen!
Die nächste Fazitausgabe (Nr. 66, Oktober 2010) erscheint am 21. September.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-1123" href="http://www.fazitmagazin.at/2010/08/1124/sommer_2010/"><img class="alignleft size-full wp-image-1123" title="sommer_2010" src="http://www.fazitmagazin.at/wp-content/uploads/2010/08/sommer_2010.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wir dürfen all unseren Leserinnen und Lesern sowie allen  Geschäftspartnern und Freuden einen schönen und erholsamen Sommer wünschen!</p>
<p><em>Die nächste Fazitausgabe (Nr. 66, Oktober 2010) erscheint am 21. September.<br />
</em></p>
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		<title>Zum Thema &#8211; August 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 13:48:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Bermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 65]]></category>

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		<description><![CDATA[Holz ist unbestritten das Material des 21. Jahrhunderts. Nicht allein des Holzes wegen, sondern aufgrund seiner technischen Eigenschaften. Ein Sichtbeton-Gebäude etwa – selbst herausragende Arbeiten wie die Unitè d’habitation von Le Corbusier in Marseille – kann man heute nicht mehr bewohnen. Aldo Rossi, der berühmte Architekt, hat in Gallaratese vor den Toren Mailands das »Quartier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Holz ist unbestritten das Material des 21. Jahrhunderts. Nicht allein des Holzes wegen, sondern aufgrund seiner technischen Eigenschaften. Ein Sichtbeton-Gebäude etwa – selbst herausragende Arbeiten wie die Unitè d’habitation von Le Corbusier in Marseille – kann man heute nicht mehr bewohnen. <span id="more-1118"></span>Aldo Rossi, der berühmte Architekt, hat in Gallaratese vor den Toren Mailands das »Quartier Gallaratese« gebaut, das seinerzeit eine richtungsweisende Architektur war. Doch bereits nach fünf Jahren ist das Viertel derart sozial abgestürzt, dass die Drogenpolizei dort heute 24 Stunden am Tag patrouillieren muss.</p>
<p>Man kann nicht sagen, dass allein der Beton schuld daran war, dass das Viertel sozial implodiert ist. Doch hätte man es in Holz gebaut, wäre die Entwicklung sicher anders verlaufen. Die Häuser wären heute schöner als vor 30 Jahren. Womit Natur, Alterungsprozesse, die Physik von Material und Oberfläche, nicht zuletzt Neugierde, mit Nachhaltigem umzugehen, zu wesentlichen Kriterien werden.<br />
Wir nennen das »taktile Erotik«, die Lust am Greifen. Goethe hat einmal gesagt, man greife mit den Augen und sehe mit den Fingern. Ein Mensch soll zeit seines Lebens nachhaltig neugierig sein. Dann ist er »zukunftsfähig«. Bestimmte Fertigungsprozesse etwa, sei es der Einsatz eines speziellen Sägeblattes beim Zuschneiden des Holzes, generieren Sensorialität. Die Sympathie, die wir dem Manufakt – also dem, was von Menschenhand hergestellt wurde – entgegenbringen, liegt sicher auch im Transfer der Energie, die der Handwerker in das Werkstück mit einbringt.</p>
<p>Wir wissen, alle Erdöl-Derivate werden nicht mehr lange existieren. Kunststoffe, stark erhitzt und dann wieder abgekühlt, strahlen Gefühlskälte aus. Jene „taktile Erotik“ ist mit einem Kunststoffstuhl schlicht und einfach nicht möglich. Nachhaltigkeit  bedeutet primär, den Lebenszyklus länger zu halten. Kunststoff ist nach bestimmter Zeit gesprungen, wird matt und wandert schließlich auf den Müll.</p>
<p>Holz dagegen wächst permanent nach. Die europäische Statistik der letzten zehn Jahre aus der Holz- und Forstwirtschaft besagt, dass wir 30 Prozent mehr Holz konsumieren könnten, als nachwächst. Es ist das einzig nachwachsende Baumaterial, das uns zur Verfügung steht.</p>
<p><em>Fazit:</em> »Pro Holz« hat deshalb verstärkt die Devise in unseren Breitengraden zu lauten, und eine neue Holzbauoffensive tut not. Holz macht mobil – das sollte in der »grünen« Steiermark ein neuer Schlachtruf werden, um nicht am Holzweg der Architekturgeschichte zu landen.</p>
<p><strong>::: Ganze Titelgeschichte als PDF-File:</strong> <a href="http://www.fazitmagazin.at/pdf/065/065_titelthema.pdf" target="_blank">DOWNLOAD</a></p>
<p><em>Zum Thema, Fazit 65 (August 2010)</em></p>
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		<title>Größte Finanzkrise und platteste Ausrede</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 13:44:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Klepej</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Fazit 65]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut einer Umfrage des Imas-Instituts sprechen sich 73 Prozent der Österreicher für mehr direkte Demokratie aus. Andreas Unterberger etwa sieht das »Ende der Politikerklasse« erreicht. Von einer veritablen Krise der Vertretungsdemokratie kann man wohl – und das  schon seit Jahren – sprechen. In diesem Zusammenhang wurde hier schon einige Male auf die Pflicht der Parteien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut einer Umfrage des Imas-Instituts sprechen sich 73 Prozent der Österreicher für mehr direkte Demokratie aus. Andreas Unterberger etwa sieht das »Ende der Politikerklasse« erreicht. Von einer veritablen Krise der Vertretungsdemokratie kann man wohl – und das  schon seit Jahren – sprechen. In diesem Zusammenhang wurde hier schon einige Male auf die Pflicht der Parteien hingewiesen, <span id="more-1116"></span>der »Politikerverdrossenheit« durch eine bessere, breitere, interessantere und vor allem intelligentere Listenerstellung entgegenzuarbeiten. Wenn unsere Parteien aber nicht bald damit beginnen, wird es mit dem Vertrauen in Regierung wie Parlament  weiter bergab gehen. Das aktuelle Vorgehen der Bundesregierung, die Budgetwahrheit der Bevölkerung erst nach den Landtagswahlen in der Steiermark und in Wien zuzumuten, ist ein weiterer Tropfen in dieses übervolle Fass der Unzufriedenheit.</p>
<p>Im Westen droht sich gleich ein ganzes Bundesland aus der österreichischen Gesellschaft zu verabschieden: 52 Prozent der Vorarlberger würden einen Anschluss an die Schweiz einem Verbleib bei Österreich vorziehen. Und das kann nicht nur mit alemannischen Besonderheiten und Eigentümlichkeiten zu tun haben.</p>
<p>Bundeskanzler und Finanzminister reden sich auf die größte Finanzkrise aller Zeiten aus und lassen jeden einzelnen Bürger im Ungewissen, wie sie auf diese reagieren wollen. Auch wenn Bundes- wie Landespolitik allzuoft ihre jeweilige Eigenständigkeit beteuern, hätte ich gerne vor der nächsten Stimmabgabe gewusst, ob etwa eine Grundsteuer kommen wird? Wer diese »Reichen« denn jetzt genau sind, gegen die allerortens mit heftiger »Sozialmunition« geschossen wird? Und vor allem, welche Partei in dieser traurigen großen Koalition welche Kompromisse eingehen wird müssen, damit es überhaupt zu einem Budget kommen kann?</p>
<p>Dass ich gegen eine (neue) Grundsteuer bin, den Grenzsteuersatz für ausgereizt halte, gegen die Gesamtschule bin, jedenfalls Studiengebühren wieder eingeführt wissen will (gerade weil nicht bei Bildung gespart werden darf, und gerade weil durch ein gerechtes Stipendiensystem nicht die Herkunft eines jungen Menschen über dessen Ausbildung entscheiden darf!) und alleine den Gedanken an eine 13. und 14. Auszahlung der Mindestsicherung für frevelhaft halte, ist dabei wenig von Belang.</p>
<p>Das kann man alles auch ganz anders sehen. Aber wissen, so pathetisch das jetzt klingen mag, wissen sollte der Bürger schon dürfen, wie eine Partei, der er seine Stimme geben soll, agieren wird.</p>
<p><em>Editorial, Fazit 65 (August 2010)</em></p>
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		<title>Politicks August 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 13:38:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Tandl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 65]]></category>
		<category><![CDATA[Politicks]]></category>

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		<description><![CDATA[Steuerdiskussion: Wo Reichensteuer drauf steht, ist Mittelstands-Belastung drinnen!
Trotz zahlreicher Nachfragen der Journalisten waren bisher weder  SPÖ-Parteichef Bundeskanzler Werner Faymann noch sein sich bereits im Wahlkampf befindlicher steirischer SPÖ-Vorsitzender Franz Voves bereit, genau darzulegen, was unter Reichensteuern zu verstehen ist, wie eine Vermögenszuwachssteuer beschaffen sein soll und wie die neue Grundsteuer. Auf Nachfrage verweist Landeshauptmann Voves [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Steuerdiskussion: Wo Reichensteuer drauf steht, ist Mittelstands-Belastung drinnen!</strong></p>
<p>Trotz zahlreicher Nachfragen der Journalisten waren bisher weder  SPÖ-Parteichef Bundeskanzler Werner Faymann noch sein sich bereits im Wahlkampf befindlicher steirischer SPÖ-Vorsitzender Franz Voves bereit, genau darzulegen, was unter Reichensteuern zu verstehen ist, wie eine Vermögenszuwachssteuer beschaffen sein soll und wie die neue Grundsteuer. <span id="more-1111"></span>Auf Nachfrage verweist Landeshauptmann Voves gerne auf sein Konzept der „Neuen Europäischen Wirtschaftspolitik“ (NEW). Doch auch dort findet sich nichts Erhellendes sondern bloß folgender Allgemeinplatz: „Auf nationalstaatlicher Ebene treten wir für die weitere Abgabenentlastung des Faktors Arbeit ein. Hingegen sollen Vermögen und Vermögenseinkommen in stärkerem Ausmaß besteuert werden. Diese Maßnahmen entlasten Leistungseinkommen gegenüber leistungslosen Einkommen und begünstigen die kleinen Leute gegenüber den Vermögenden.“ Wenn es nur so einfach wäre, wie sich das der aus der Wirtschaft kommende steirische Landeshauptmann vorstellt:  Während die Zeitung „Der Standard“ bereits errechnet hat, dass eine „Grundsteuer NEU“ nur dann etwas bringt, wenn es die von der SPÖ in Aussicht gestellten Freigrenzen für Häuslbauer und Wohnungsbesitzer nicht gibt, ist man bei der Vermögenszuwachssteuer auf Vermutungen von Experten angewiesen. Dabei wird immer klarer, dass die SPÖ zwar auf die Reichen zielt, aber wieder nur die Mittelschicht trifft. Denn längst bilden Lebensversicherungen, Pensionsfonds und Pensionsversicherungen die größten Shareholder der auf den heimischen Handelsplätzen gehandelten Wertpapiere. Während die wirklich Reichen ihr Vermögen dort anlegen, wo es ihnen nach Abzug aller Taxen am meisten Ertrag bringt, ist die in Versicherungen veranlagte Mittelschicht weit weniger flexibel und auf die Landes-Bestimmungen für Sondervermögen angewiesen.</p>
<p>Zweifellos würde die von SPÖ und ÖVP geforderte Finanztransaktionssteuer Sinn ergeben, weil die Steuerflucht schwieriger wäre. Doch dieses Match haben Faymann und seine deutsche Amtskollegin Angelika Merkel leider auf EU-Ebene längst verloren.</p>
<p><strong>Schützenhöfer schlägt im Fazitgespräch Rückkehr zur „Wohnbeihilfe Alt“ vor</strong></p>
<p>In einem äußerst lesenswerten Interview für diese FAZIT-Ausgabe (Seite 30) schlägt ÖVP-Chef LHStv. Hermann Schützenhöfer die Rückkehr zur „Wohnbeihilfe Alt“ vor. Das Land könnte sich mit einem treffsichereren System bis zu 30 Millionen Euro jährlich sparen. Für jene Steirerinnen und Steirer, die Unterstützung benötigen, diese durch die „Wohnbeihilfe Alt“ aber nicht erhalten würden, tritt der ÖVP-Chef für eine Mischform aus dem derzeit gültigen System der Wohnbeihilfe und der „Wohnbeihilfe Alt“ ein. Außerdem spricht sich Schützenhöfer klar für die Wiedereinführung  der Studiengebühren an den dem Land Steiermark gehörenden Fachhochschulen aus.</p>
<p><strong>Schafft die FPÖ doch noch den Regierungssitz?</strong></p>
<p>Insgeheim rechnen sowohl die steirische SPÖ als auch die ÖVP längst damit, dass sie ihre Zusammenarbeit nach der Landtagswahl fortsetzen müssen. Dass ist jedenfalls dann der Fall, wenn weder FPÖ noch Grüne einen Sitz in der neunköpfigen Landesregierung erringen können. Sehr wahrscheinlich wird ein solcher Regierungssitz ab fünf Landtagssitzen. Dafür sind etwa neun Prozent der Stimmen erforderlich.  In den aktuellen Umfragen liegen nur SPÖ und ÖVP über dieser Zahl. Das hieße wohl, dass die stärkste Partei wieder den Landeshauptmann stellt, weil sie automatisch auch über eine absolute Regierungsmehrheit verfügt.  Kalkuliert man jedoch die Schwankungsbreiten der aktuellen Umfragen mit, liegt ein Regierungssitz auch für die FPÖ im Bereich des Möglichen.</p>
<p>Damit wären die Karten völlig neu gemischt, denn aller Voraussicht nach hätte bei einem solchen Szenario keine Partei die absolute Mehrheit in der Landesregierung.  Die LH-Partei bräuchte somit einen Regierungspartner für „das Alltagsgeschäft“. SPÖ-Chef Franz Voves hätte auf einmal eine Alternative zur Zusammenarbeit mit der Schützenhöfer-Volkspartei. Und dass sich die FPÖ als Zünglein an der Waage besonders wohl fühlt, hat sie ja schon in der Vergangenheit bewiesen.</p>
<p>Sowohl SPÖ als auch ÖVP haben bereits angekündigt, dass für sie die steirische FPÖ grundsätzlich als Partner für eine Zusammenarbeit in Frage kommt. Möglich wäre ein solches Szenario natürlich auch, wenn die Grünen fünf Mandate erreichen. Doch darauf deutet trotz ihres beflissen wahlkämpfenden Spitzenkandidaten Werner Kogler nicht viel hin.</p>
<p>Intakt scheinen auch die Chancen der KPÖ, zumindest was ein Grundmandat im Wahlkreis 1 (Graz und Graz-Umgebung) und damit den Wiedereinzug in den Steirischen Landtag anlangt. Nur äußerst geringe Hoffnungen auf einen Sitz im steirischen Landesparlament darf sich hingegen das BZÖ mit seinem umtriebigen Landeschef Gerald Grosz machen.</p>
<p><strong>Streit um die Umweltzonen</strong></p>
<p>Einen Riesenwirbel hat der steirische ARBÖ ausgelöst, als er die „Executive Summary“ – die Zusammenfassung – einer im Auftrag der Wirtschaftskammer Steiermark von „Joanneum Research“ erstellten Studie zum Thema „Umweltzonen in Graz“ an die Kronenzeitung weitergab. Die Studienautoren Franz Prettenthaler, Clemens Habsburg-Lothringen und Veronika Richter ließen offenbar diese  Zusammenfassung einer Studie außer Haus gehen, die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht abgeschlossen war. Das niederschmetternde Studienergebnis – zumindest in der Zusammenfassung – besagt, dass die Einführung der Umweltzonen im Kampf gegen den Feinstaub praktisch nichts bringt und für die Grazer Wirtschaft Umsatzrückgänge von 430 Millionen Euro verursacht. „Joanneum Research“ geht zudem von einem Beschäftigungsverlust von 1500 Jobs und einem Wertschöpfungsverlust von etwa 63 Millionen Euro aus. Dazu kommt einer Aufstellung der WK zufolge eine Abwertung bei den steirischen Fahrzeugen von weiteren 372 Millionen Euro. Die Grazer Umweltzone reduziert den Feinstaub also um 1,26 Prozent und kostet alles zusammen eine halbe Milliarde Euro sowie 1500 Arbeitsplätze. Die gleiche Feinstaubreduktion ließe sich, so „Joanneum Research“, im Bereich des Hausbrandes mit dem Austausch von 356 Heizanlagen bewerkstelligen. Das würde etwa vier Millionen Euro kosten, also rund ein Prozent der Kosten der Umweltzone. Wirtschaftskammerpräsident Ulfried Hainzl weist auf diesen wirtschaftspolitischen Unfug ja schon seit seinen Tagen als Obmann der Grazer WK-Regionalstelle hin. Die beiden politisch Hauptverantwortlichen, Umweltlandesrat Manfred Wegscheider und der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, kündigten die Ausarbeitung einer fachlichen Stellungnahme zur Studie an. Für die Wirtschaftskammer sagte Vizepräsident Benedikt Bittmann: „Umweltzonen, in welcher Form auch immer, sind der falsche Zugang. Wenn die Befürworter die Bekämpfung des Hausbrandes mit derselben Vehemenz verfolgen würden wie die Umweltzone, könnte viel mehr erreicht werden.“</p>
<p><strong>Diskussion um die Wehrpflicht</strong></p>
<p>Noch wollen weder SPÖ noch ÖVP etwas von der Abschaffung der Wehrpflicht wissen. In der SPÖ gibt es eine immer noch auf die Unruhen im Jahr 1934 zurückgehende Aversion gegen ein demokratisch weniger legitimiertes Berufsheer. Damals hat ja das Heer auf Befehl des Ständestaatkanzlers Engelbert Dollfuß auf Anhänger der zuvor verbotenen Sozialistischen Partei geschossen. Bei der ÖVP sieht man das Thema etwas pragmatischer. Zwar hat die Partei viele Anhänger, die sich dem Milizgedanken verpflichtet fühlen, das größere Problem stellt jedoch der mit dem Wegfall der Wehrpflicht einhergehende Verlust des Zivildienstes dar. Der Staat spart sich jährlich hunderte Millionen Euro, weil die Zivildiener gratis im Gesundheits- und Sozialbereich verpflichtet werden.</p>
<p>Aufhorchen ließ nun Bundespräsident Heinz Fischer mit dem Vorschlag, die allgemeine Wehrpflicht auf Frauen auszudehnen. Fischer verweist in dem Interview für die Vorarlberger Nachrichten darauf, dass in der Vergangenheit geschaffene Ungleichbehandlungen zwischen Männern und Frauen derzeit abgebaut würden – etwa durch die Angleichung des Pensionsantrittsalters bis 2035. Daher wäre es aus seiner Sicht „logisch“, auch einen Ansatz zur Gleichbehandlung bei Landesverteidigung und Sozialdiensten zu finden. Kurz nachdem andere Medien die Fischer-Äußerungen aufgegriffen hatten, dementierte dieser jedoch und meinte, seine Stellungsnahme sei eine rein hypothetische gewesen. Verteidigungsminister Norbert Darabos sprach sich kurzfristig ebenfalls gegen eine Wehrpflicht für Frauen aus, hält sie aber zumindest längerfristig für möglich. Wenn Frauen irgendwann den Männern voll gleichgestellt seien, etwa bei den Löhnen, könne man, so der Verteidigungsminister, über eine Wehrpflicht für Frauen nachdenken.</p>
<p><em>Politicks, Fazit 65 (August 2010)</em></p>
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		<title>Die Herausforderung</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 13:23:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Thurm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 65]]></category>
		<category><![CDATA[Fazitgespräch]]></category>

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		<description><![CDATA[Hermann Schützenhöfer fordert den Landeshauptmann heraus, um die ÖVP nach fünf Jahren wieder als stärkste Kraft zu etablieren, gleichzeitig ist die steirische Landtagswahl im September auch eine Herausforderung für den Landeshauptmann-Stellvertreter. Trotz zahlreicher Probleme von Franz Voves und der SPÖ führt diese in den Umfragen. Das Gespräch führten Michael Thurm und Johannes Tandl.
::: Interview als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hermann Schützenhöfer fordert den Landeshauptmann heraus, um die ÖVP nach fünf Jahren wieder als stärkste Kraft zu etablieren, gleichzeitig ist die steirische Landtagswahl im September auch eine Herausforderung für den Landeshauptmann-Stellvertreter. Trotz zahlreicher Probleme von Franz Voves und der SPÖ führt diese in den Umfragen. <em>Das Gespräch führten Michael Thurm und Johannes Tandl.</em></p>
<p><strong>::: Interview als PDF:</strong> <a href="http://www.fazitmagazin.at/pdf/065/065_fazitgespraech.pdf" target="_blank">Download</a></p>
<p><em>Fazitgespräch, Fazit 65 (August 2010)</em></p>
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		<title>Zur Lage (30)</title>
		<link>http://www.fazitmagazin.at/2010/08/zur-lage-30/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 13:17:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Klepej</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 65]]></category>
		<category><![CDATA[Zur Lage]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die Bundesregierung, über ein Fest in Wien, über die Ministerin der Justiz und die Relevanz von Wahlen sowie über Gelsen.
Es sind ja alle schon auf Urlaub. Erinnern Sie mich bitte nächstes Frühjahr daran, dass wir unsere Fazit-Sommerpause ein Monat nach vor verlegen, damit wir nicht mehr in die Verlegenheit geraten, eine »Lage« zu einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über die Bundesregierung, über ein Fest in Wien, über die Ministerin der Justiz und die Relevanz von Wahlen sowie über Gelsen.</strong></p>
<p><span id="more-1101"></span>Es sind ja alle schon auf Urlaub. Erinnern Sie mich bitte nächstes Frühjahr daran, dass wir unsere Fazit-Sommerpause ein Monat nach vor verlegen, damit wir nicht mehr in die Verlegenheit geraten, eine »Lage« zu einer Zeit lesen zu müssen, in der es eigentlich nichts zu berichten gibt.</p>
<p>Sogar die gute Bundesregierung ist bereits in die Ferien gegangen. Nicht ohne uns zuvor wissen zu lassen, dass das Budget für das nächste Jahr – ein Mammutprojekt, wie Pröll der Jüngere in der Tiroler Tageszeitung meinte, immerhin käme zum Budget 2011 noch die »Perspektive bis 2014« hinzu – erst gegen Weihnachten fertig sein wird.</p>
<p>Dem naheliegenden Gedanken, dann auch selbst abzuwarten, übers Neujahr dieses Paket in Ruhe zu begutachten und erst im Jänner meine Einkommensteuer zu überweisen, hat mein Steuerberater gleich einen Strich durch die Rechnung gemacht: die Einhebungsstellen beim Finanzamt arbeiten über den Sommer durch.</p>
<p>Auch gut. Lustig in diesem Zusammenhang die von mir so geschätzte wie in ihrer Funktion überforderte Justizministerin. Nein, ich meine damit nicht ihren Auftritt am »Red Carpet« (<em>roter Teppich</em>) der »Fête Impériale« (<em>imperiale Fete</em>) dieser Tage in der Spanischen Hofreitschule zu Wien. Dort ist sie so lieb gestanden und hat so lieb in die Kamera einer Society-Sendung so liebe Sachen über ihr – ich glaube mich zu erinnern, rotes – Kleid gesagt, dass ich mich verpflichtet sehe, den zarten Schleier gutmütigen Vergessens über diese Begebenheit fallen zu lassen. Jetzt hätte ich fast die ganze Ministerin gleich mitvergessen – aber alles kann man nicht haben.</p>
<p>Claudia Bandion-Ortner jedenfalls wurde im Zusammenhang mit dieser Budgetverschiebung (Budgeterstellungsverschiebung wär ein gar so langes Wort) gefragt, was sie denn davon halte? Ob sie denn auch verfassungsrechtliche Bedenken hege oder gar einen Zusammenhang mit den Landtagswahlen in der Steiermark und Wien sehe? Die, nie um eine prompte Antwort verlegen, konterte – für mich dann doch überraschend – mit einem Bekenntnis der Irrelevanz von demokratischen Wahlen. Also für sie persönlich, hat sie gemeint; sie wäre nämlich kein Parteimitglied, hat sie gemeint, und daher am Ausgang solcher Wahlen (ich hab es nur gelesen, aber ich höre es sie sagen »solcher Wahlen«; hören Sie es auch?) nicht interessiert. Na schau, das ist natürlich auch eine Position. Aber wenn die Schule macht?</p>
<p>Egal. Bei dieser eben erwähnten Feierlichkeit im imperialen Wien ist mir übrigens der »Pogusch« eingefallen. Da ist es ja mittlerweile schon gute Tradition, dass sich Österreichs Prominenz zu einer Weinverkostung im wunderbaren Wirtshaus der Familie Reitbauer trifft. Für mich wäre das – bei allem Neid – ja nichts, ich bin kein so geselliger Kerl. Ich wüsste gar nicht, was ich mit all den vielen Herrschaften plaudern sollte.<br />
Außerdem, wer ein bisschen was auf sich hält, reist per Hubschrauber an und das ist ja so eine Sache heutzutage: Hubschrauber ist nicht gleich Hubschrauber! Wenn ich etwa an »die Gelsen« denke, mit der der Tom Muster den Niki Lauda einflog (hat der sein Kappel in der »Kabine« überhaupt aufhaben können?), und mir dann die »Maschine« vom Didi, vom Mateschitz anschau, ich weiß nicht.</p>
<p>Insgesamt natürlich eine ganz, ganz tolle Sache, diese sogar <em>nation-wide</em> Beachtung findende Veranstaltung. Und wenn man es geschafft hat, zum erlauchten Kreis der Eingeladenen zu zählen, ist man augenscheinlich auch mehr als entspannt. Etwa der jüngst wiedergewählte Bundespräsident.</p>
<p>Der war nämlich auch dort. Und Heinz Fischer hat mir via Dominik Heinzls Gesellschaftsschau präsentiert, dass auch ein Präsident in der Lage ist – nach dem Genuss von drei, fünf Achterln – den Kinderreim »Fischers Fritze fischt frische Fische« beinahe fehlerfrei und aus dem Stegreif rezitieren zu können. Das ganze noch dazu ohne Unterleiberl, weil er, bar jeden Wiederwahlwunschverdachts (und wohl auch jeden Schamgefühls), sich bemüssigt fühlte, uns allen zu zeigen, dass er ohne ein solches auf den Pogusch gekommen ist. Das war dann genau das kleine Informatiönchen zuviel, als dass ich dem weiteren Verlauf dieser Sendung hätte folgen können. Wer weiß, hätte ich noch ein paar Minuten dabei zugebracht, wäre ich jetzt schon auf dem Weg in so ein Sommerlager im nahen Osten, um dort mit Gleichgesinnten an der Reinstallierung der Vernunft in unserem Lande zu arbeiten. Gott sei Dank bin ich noch da, freue mich auf meinen Urlaub und darf Ihnen einen wunderschönen Sommer wünschen! Im Herbst lesen wir uns wieder. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass eine große Koalition dem Lande nicht nutzen kann.</p>
<p><em>Zur Lage, Fazit 65 (August 2010)</em></p>
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		<title>Phonosophicum (August 2010)</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 13:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Stalder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 65]]></category>
		<category><![CDATA[Phonosophicum]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein echter Brummer Was macht eigentlich ein aktiver (also mit einer Endstufe versehener) Subwoofer? In erster Linie nimmt er dem Verstärker/AV-Receiver Arbeit im Tiefbassbereich ab, und deren Endstufen freuen sich über diesen weniger Leistung kostenden Job und bedanken sich mit einem Qualitätssprung in Richtung Gesamtperformance. Darüber hinaus sorgt der Subwoofer – je nach Gehäuse und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein echter Brummer</strong> Was macht eigentlich ein aktiver (also mit einer Endstufe versehener) Subwoofer? In erster Linie nimmt er dem Verstärker/AV-Receiver Arbeit im Tiefbassbereich ab, und deren Endstufen freuen sich über diesen weniger Leistung kostenden Job und bedanken sich mit einem Qualitätssprung in Richtung Gesamtperformance. Darüber hinaus sorgt der Subwoofer – je nach Gehäuse und verbauter Wattleistung – aufgrund seines Tiefeneinsatzes für ein größeres Volumen, einen höheren Gesamtpegel und eine verlustfreie Auflösung niedrigster Frequenzen.<span id="more-1098"></span> Und selbst ein bassstarkes Standlautsprecher-Paar wie meine ehrwürdigen Mission Argonaut profitiert von dem „Zuwachs“, den ein hochwertiger und gut eingepasster Vertreter der Spezies Basswürfel im Mehrkanalverbund zu erbringen imstande ist.</p>
<p>Aus dem Heimkino-Bereich sind Subwoofer als wesentliche Multichannel-Komponente mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Aber welcher dieser Bassmeister macht auch hinsichtlich rein musikalischer Kriterien und als Spielpartner von zwei Stereolautsprechern eine gute Figur? Auf der Suche nach einem räumlich erstaunlich weiten, tiefgründigen wie pegelfesten und tadellos gestaffelten Bass-Begleiter wird man bei der Marke Energy schnell fündig. Das inzwischen zur Klipsch-Gruppe gehörende kanadische Unternehmen beschäftigt sich schließlich seit fast vierzig Jahren mit Schallforschung. Der S10.3 überzeugt in der Tat mit einem souveränen Tiefgang ohne zu große Nachschwingungen und brilliert auch in den mittleren Bassregionen, was sich in einer erdigen und subjektiv weitestgehend als „trocken“ empfundenen Wiedergabe niederschlägt. Wie ausgewogen und dennoch profund er sowohl harte Bassattacken als auch subtile Bassgebilde (messtechnisch hinunter bis 21 Hertz) zu modellieren weiß, stellt er bei Holsts „The Planets“ (SACD, bei Chesky erschienen) eindrucksvoll unter Beweis. Hier leistet das Herzstück des fünfzehn Kilo schweren Kanadiers – eine 200 Watt starke Verstärkereinheit – im Verband mit dem mit zehn Zoll Durchmesser durchaus großzügig verbauten Chassis aus Polypropylen ganze Arbeit.</p>
<p>Dass sich der S10.3 auch bei delikaten Filmsequenzen von seiner besten Seite zeigen würde, war schon beinahe selbstverständlich. Die ultratiefen Schallanteile am Beginn des Batman-Spektakels „The Dark Knight“ auf Blu-ray gibt er ebenso tadel- wie gnadenlos wieder.</p>
<p>Ein wenig Experimentierzeit für die passenden Einstellungen an den dankenswerterweise stufenlos wählbaren Übergangsfrequenz- und Phasenreglern sowie für die optimale Positionierung dieses Bassmanagers im Wohnzimmer sollte man sich schon nehmen. Und auch Einspielzeit muss man dem Energy-Boliden ausreichend gönnen. Aber einmal richtig justiert und in Aufstellung gebracht, scheint er es kaum erwarten zu können, so richtig loszulegen und seine Basspracht zur Entfaltung zu bringen.</p>
<p><em>Fazit: </em>Der S10.3 ist tief im Basskeller zuhause – und setzt mitunter tolerante Nachbarn voraus. Aufgrund seiner Leistungsreserven, der linearen Abstimmung und nicht zuletzt seiner soliden Architektur präsentiert sich dieser aufgrund seiner Maße nicht gerade wenig Platz beanspruchende Bassist sowohl im Stereo- wie im Filmeinsatz als universell einsetzbarer und kongenialer Mitspieler.  Und noch ein Tipp: Testen Sie ruhig mehrere Subwoofer unterschiedlicher Größe und Potenz und probieren Sie mehrere Raumpositionen und Richtcharakteristiken aus. Es lohnt sich!</p>
<p><em>Phonosophicum #14, Fazit 65 (August 2010)</em></p>
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		<title>Auf dem Holzweg</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 12:53:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Bermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 65]]></category>
		<category><![CDATA[Schlusspunkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die Tiefen moderner Designer-Couches. Lange vor der Erfindung des Nassrasierers, der so viele Klingen hat, dass er zum Rasieren nicht mehr taugt, zerbrachen sich maßgebliche Designer den Kopf darüber, wie sie den herrschenden Trend zum bequemen Möbelstück brechen könnten. Am Ende kam das heraus, was bis heute in Wohnzimmern und Empfangshallen herumsteht – von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über die Tiefen moderner Designer-Couches.</strong> Lange vor der Erfindung des Nassrasierers, der so viele Klingen hat, dass er zum Rasieren nicht mehr taugt, zerbrachen sich maßgebliche Designer den Kopf darüber, wie sie den herrschenden Trend zum bequemen Möbelstück brechen könnten. Am Ende kam das heraus, was bis heute in Wohnzimmern und Empfangshallen herumsteht – von ferne zum Verweilen einladende Landschaften, bei näherer Betrachtung aber zu allem Möglichen geeignet, nur nicht zum Sitzen.<span id="more-1094"></span></p>
<p>Die üppige Tiefe der modernen Designer-Couch etwa gestattet dem Normalwüchsigen zwei Positionen: Winkelt er die Knie wie gewohnt an der Kante, hat er keine Rückenstütze.  Zieht er aber die Beine ganz nach oben, meldet sich alsbald ein Dehnungsschmerz in der Kniekehle, der erst nachlässt, wenn wieder Position eins eingenommen wird. Greift nun der Gast zu Getränken oder Erdnüssen, erledigen die in den Sitzlandschaften wie Trittsteine eingelassenen Couchtische den Rest beziehungsweise die kaputten Lendenwirbel.</p>
<p>Ob unabhängig von Zeit und Raum und Designermoden einmal ganz biedere Tischlermeister oder Möbelbauer ihren handwerklichen Zauber derart entfalten, dass Bequemlichkeit und Lebensqualität wieder oberstes Gebot sind, wenn schon die Nassrasierer achtzehn Klingen haben und die Menschen zu einer derartigen Größe herangewachsen sind, dass sie in längst zerschlissene Wohnlandschaften passen?<br />
Nehmen wir zum Beispiel das gute alte Sofa her. Das Sofa ist eines der kostbarsten Kulturgüter der westlichen Menschheit, und wer es nur als Symbol der Faulheit und Spießigkeit betrachtet, hat nichts verstanden. Das Sofa ist der Ort, an dem der Mensch Ruhe und inneren Frieden findet, ohne zum Schlaf verpflichtet zu sein wie im Bett. Es ist die Antithese zur unermüdlichen Geschäftigkeit, die doch nur zu Herzinfarkt und Finanzkrisen führt. Der Sofasitzer, von Böswilligen gern als Couchpotato denunziert, richtet keinerlei größeren Schaden an, und schon deshalb ist es höchst erfreulich, dass der zum Phäakentum neigende Österreicher sich am liebsten auf dem Sofa – vulgo „Lotterbett“ – entspannt. Nicht einmal das Fernsehen kann dem Sofa beim Entspannungsranking das Wasser reichen, was auch verständlich ist. Richtig abschalten kann man nur, wenn der Fernseher abgeschaltet ist. Erst dann entfaltet das Sofa seine meditative Wirkung, die ohne Polstermöbel nur mit jahrzehntelanger Zen-Übung zu erreichen wäre.  Ja, so könnte man das Leben durchaus aushalten, aber da sind noch die anderen,  die Aktivmenschen, die es nicht ertragen, wenn einer gar nichts tut. Unlängst, in den Retrospektiven des begnadeten Sofasitzers Loriot, war wieder einmal – diesmal im Fernsehen – zu sehen, wie gefährdet die Ruhe im Polstermöbel ist. Da gibt es diesen legendären Zeichentrickfilm, in dem eines der Loriot-Männchen im Sessel dahindämmert, fast so, als sei es gänzlich der Welt entrückt. Nicht lange, dann tönt aus der Küche die Stimme der Gattin: „Was machst du da?“ Mit seiner Antwort „Nichts“ hat er schon verloren. Der Mann wird zum Opfer einer fürsorglichen Belagerung, wird aufgefordert zum Spaziergang, zum Lesen, zum Spaß haben, irgendetwas soll er tun, egal was, nur nicht das, wonach ihm gerade ist: „Ich möchte hier sitzen und mich entspannen.“ Doch längst schon ist seine Ruh‘ dahin. Vielleicht sehnen sich die Menschen deshalb so sehr nach der Muße im Sofa: Weil sie unmöglich ist, weil immer jemand sagt, und sei es auch eine innere Stimme, dass Müßiggang aller Laster Anfang sei.</p>
<p>Der Diktatur der Rastlosen haben sich längst, wie bereits bekümmert, auch die Möbelbauer gebeugt. Erfahrungsgemäß ist, um es noch einmal auszusprechen, eine Designercouch so konstruiert, dass der Mensch beim Sitzen wie beim Liegen in eine extrem unbequeme Lage gerät, die ihn vor die Wahl stellt, entweder aufzustehen oder einen Bandscheibenvorfall zu riskieren.</p>
<p>Andererseits gelten solche Möbel als künstlerisch wertvoll, weshalb niemand auf den Gedanken käme, sie mit seinem Sitzfleisch zu entweihen. Die moderne Couchgarnitur ist der raffinierte Versuch, die Menschen aus dem Wohnzimmer zu treiben, hinaus ins raue, geschäftige Treiben.  Nicht jeder hält das auf Dauer aus. Immerhin: Wer ungepolstert und sofalos der harten Realität ausgesetzt ist, kommt vielleicht eines Tages doch noch auf die Couch – beim Psychiater.</p>
<p><em>Schlusspunkt, Fazit 65 (August 2010)</em></p>
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		<title>Krentschker Jazzabend</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 06:12:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumayr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Splitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Jazz at it&#8217;s best über den Dächern von Graz. In der stimmungsvollen atmosphäre der Bar Schlossberg empfingen jüngst Bankhaus Krentschker-Vorstandsvorsitzender Georg Wolf-Schönach und Vorstandsdirektor Michael Vollath rund 50 Gäste zu einem exklusiven Kundenevent im Rahmen des Jazzsommers Graz. Randy Crawford und Joe Sample rissen das Publikum zu wahren Beifallsstürmen hin.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fazitmagazin.at/wp-content/uploads/2010/07/jazz.jpg" rel="lightbox[1086]"><img class="alignleft size-medium wp-image-1085" title="jazz" src="http://www.fazitmagazin.at/wp-content/uploads/2010/07/jazz-200x133.jpg" alt="" width="200" height="133" /></a>Jazz at it&#8217;s best über den Dächern von Graz. In der stimmungsvollen atmosphäre der Bar Schlossberg empfingen jüngst Bankhaus Krentschker-Vorstandsvorsitzender Georg Wolf-Schönach und Vorstandsdirektor Michael Vollath rund 50 Gäste zu einem exklusiven Kundenevent im Rahmen des Jazzsommers Graz. Randy Crawford und Joe Sample rissen das Publikum zu wahren Beifallsstürmen hin.</p>
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