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	<title>FazitOnline. Wirtschaft und mehr. Aus dem Süden. &#187; Fazit 63</title>
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	<description>Die Webseite von Fazit.</description>
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		<title>Zum Thema &#8211; Juni 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 13:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Bermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 63]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Runde muss ins Eckige Fußball ist ein Spiel mit 22 Spielern, einem Schiedsrichter und zwei Linienrichtern. So weit, so gut, so unzureichend. Denn das sagt nichts über Erfolg, Geheimnis und Seele des Fußballs aus. Wieso ist er die einzige Leidenschaft, die Männer (und auch sehr viele Frauen) verbindet, altersunabhängig, schichtenübergreifend, bierkompatibel, stets anfeuernd und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Runde muss ins Eckige</strong> Fußball ist ein Spiel mit 22 Spielern, einem Schiedsrichter und zwei Linienrichtern. So weit, so gut, so unzureichend. Denn das sagt nichts über Erfolg, Geheimnis und Seele des Fußballs aus. Wieso ist er die einzige Leidenschaft, die Männer (und auch sehr viele Frauen) verbindet, altersunabhängig, schichtenübergreifend, bierkompatibel, stets anfeuernd und buhend, trauernd und jubelnd. Fußball ist der Kick im Kopf, der vom Rasen angestoßen wird. <span id="more-927"></span>Was also führt dazu, dass sich wildfremde Männer umarmen, dass 80-Kilo-Muskelberge im Fall eines Tores einem anderen in die ausgebreiteten Arme springen, wie sonst nur Kinder ihren Vätern?</p>
<p>All das vermag Fußball und all dem gehen wir in dieser Ausgabe nach. Früher gab es den Kirchgang, die Lingua franca, über die sich die Menschen fanden und spirituell bewegt wurden. Heute hat die Religion in der westlichen Welt diese allumfassende Kraft verloren. Aber genau wie in der Religion gehört auch beim Fußball zum Glauben das Leiden. Das Tor im Fußball hat eine erlösende Dimension, so wie bei den Katholiken die Wallfahrt oder Buße.<br />
Auch zwischen Politik und Fußball gibt es Parallelen. Allerdings löst die Politik meist nicht mehr jene Leidenschaften aus, die die Menschen im Innersten erreichen, aufwühlen, erzürnen. In der Demokratie unterhält man sich mit dem politischen Gegner beim „gepflegten“ Bier, ohne ihn anzugehen – denn eigentlich versteht man ihn ja. Beim Fußball ist das anders: Da gibt es Fankurven, und jeder weiß, man sollte tunlichst in der richtigen stehen.</p>
<p>Warum hat Fußball so viele außerprofessionelle Akteure, Kenner, Fans wie kein anderer Sport, wie kein anderes Kulturphänomen? Eine Antwort mag sein: Weil die G’stettn, der Fußballplatz, die „Arena“ eine perfekte Simulation des Lebens für neunzig Minuten ist. Hier kann man echte Gefühle erleben, als wären sie real. Und gerade weil die Ereignisse, Ergebnisse und Gefühle keine tatsächlichen Folgen haben, leisten wir sie uns.</p>
<p>Friedrich Schiller hat gesagt: „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ Fazit: Freuen wir uns also auf diese Fußballweltmeisterschaft 2010!</p>
<p><strong>::: Ganze Titelgeschichte als PDF-File:</strong> <a href="http://www.fazitmagazin.at/pdf/063/063_titelthema.pdf" target="_blank">DOWNLOAD<br />
</a></p>
<p><em>Zum Thema, Fazit 63 (Juni 2010)</em></p>
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		<title>Proporz abschaffen ist keine Wunderlampe</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 13:43:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Klepej</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Fazit 63]]></category>

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		<description><![CDATA[Die steirische SPÖ will den Proporz (also die Verteilung der Regierungssitze auf die Parteien nach Stimmenstärke) in der Landesregierung abschaffen. Dazu wäre eine Verfassungsmehrheit notwendig und damit auch die Unterstützung der steirischen Volkspartei. Diese ist – nach einem „Paradigmenwechsel“, den wohl der Verlust des Landeshauptmannsessels mit sich brachte – dafür nicht zu haben. Jetzt kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die steirische SPÖ will den Proporz (also die Verteilung der Regierungssitze auf die Parteien nach Stimmenstärke) in der Landesregierung abschaffen. Dazu wäre eine Verfassungsmehrheit notwendig und damit auch die Unterstützung der steirischen Volkspartei. Diese ist – nach einem „Paradigmenwechsel“, den wohl der Verlust des Landeshauptmannsessels mit sich brachte – dafür nicht zu haben. <span id="more-922"></span>Jetzt kann man sich über diesen Meinungsumschwung der ÖVP sicher ärgern, viel entscheidender ist aber, dass der blosse Verzicht auf den Proporz wenig verändern würde. Es ist unrealistisch, dass eine Partei bei den nächsten beiden Landtagswahlen eine absolute Mehrheit erringen wird können. Es wird also auch ohne Proporz notwendig sein, dass Parteien – dann halt in einer Koalition – zusammenarbeiten. Und es gibt keine Anhaltspunkte, dass eine Koalitionsregierung unbedingt effizienter als eine Proporzregierung arbeiten muss.</p>
<p>Wenn man also auf den Proporz verzichten möchte, dann nur in Verbindung mit einer Wahlrechtsänderung hin zum Mehrheitswahlrecht. Minderheitenfreundliche Mehrheitswahlrechtsmodelle liegen in den Schubladen  aller Parteien und warten nur darauf, herausgeholt zu werden.</p>
<p>Franz Voves und SP-Klubobmann Walter Kröpfl täten gut daran, eine solche grundlegende Reform der Landesverfassung in den Landtag ein- und noch vor dem 26. September über die Bühne zu bringen. Dagegen könnte sich die ÖVP nur schwer verschließen. Und nur das könnte die Politik im Lande effektiver werden lassen.</p>
<p>Schauen wir uns die potentiellen Parteien der nächsten (16.) Legislaturperiode  an: Die Kommunisten, der ehrenwerte und sympathische Ernst Kaltenegger tritt ja ab, werden (hoffentlich) wieder in der Geschichte versinken, von einer FPÖ unter Gerhard Kurzmann weiss man wenig mehr als dass (vor allem bei Regierungsbeteiligung) alle DemokratInnen antifaschistische Reflexe zeigen werden und auch von den Grünen ist im Grunde nur bekannt, dass ihr Spitzenkandidat – sollte er Landesrat werden – auf seinen Dienstwagen verzichten möchte. Zu erwarten, dass sich aus diesem »Power-Pool« in einem »freien Spiel der Kräfte« die »Superregierung« herausbildet, der die wirklich großen Würfe gelingen, erscheint vermessen.</p>
<p>Die monatelangen Koalitionsverhandlungen bei den zu erwartenden fragilen Mehrheitsverhältnissen kann sich die Steiermark ersparen. Wenn eine Abschaffung des Proporzes, dann nur in Verbindung mit einer Totalreform. Ansonsten wird die Sonne nicht untergehen, wenn auch in Hinkunft beide großen Volksparteien in der Landesregierung vertreten sind.</p>
<p><em>Editorial, Fazit 63 (Juni 2010)</em></p>
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		<title>Politicks Juni 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 13:40:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Tandl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 63]]></category>
		<category><![CDATA[Politicks]]></category>

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		<description><![CDATA[Verschenkt die KAGes steirische Steuermillionen? Ein durchaus substantieller Streit ist nun kürzlich im Spitalsbereich aufgetaucht. Dabei geht es für die Steiermark – je nach Betrachtungsweise – um 27 bis 43 Millionen Euro. Denn das LKH Graz wird bekanntlich in wesentlichen Bereichen vom Land als zentrale steirische Krankenanstalt und vom Bund als universitäre Ausbildungsstätte betrieben. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Verschenkt die KAGes steirische Steuermillionen?</strong></p>
<p>Ein durchaus substantieller Streit ist nun kürzlich im Spitalsbereich aufgetaucht. Dabei geht es für die Steiermark – je nach Betrachtungsweise – um 27 bis 43 Millionen Euro. Denn das LKH Graz wird bekanntlich in wesentlichen Bereichen vom Land als zentrale steirische Krankenanstalt und vom Bund als universitäre Ausbildungsstätte betrieben. <span id="more-919"></span>Der Bund beteiligt sich über den so genannten „klinischen Mehraufwand“ (KMA) an jenen Kosten, die dem LKH dadurch erwachsen, dass es auch als Ausbildungsstätte zur Verfügung stehen muss.</p>
<p>Das Dilemma: Der KAGes-Vorstand hat es verabsäumt, mit der Medizin-Universität eine niet- und nagelfeste Vereinbarung über die Aufschlüsselung der Gesamtkosten in „normalen Krankenhausaufwand“ und  „klinischen Mehraufwand“ zu treffen. Stattdessen hatte man sich wohl darauf verlassen, dass die Universität jene 202 Millionen, die sie vom Wissenschaftsministerium zur Abdeckung der KMA-Leistungen für den Zeitraum von 2007 bis 2009 erhalten hat, an die KAGes weiter überweist. Doch von der Medizin-Universität wurde das Geld offensichtlich nicht zweckentsprechend zurückbehalten, sondern es scheint irgendwo im allgemeinen Budget aufgegangen und verbraucht worden zu sein. Das wiederum wird von Rektor Karl Smolle massiv bestritten. Gegenüber der Kleinen Zeitung führte er aus, dass das Geld keineswegs als Durchlaufposten zur KAGes zu verstehen sei, sondern der der KAGes zustehende Anteil des KMA gesondert vereinbart werden müsse.</p>
<p>Daher solle für die nächsten Jahre eine Vereinbarung zwischen KAGes und Meduni Graz geschlossen werden, in der genau festgehalten wird, wie hoch der zu erwartende KMA sein wird. Und um des Friedens willen möge sich die KAGes mit den erhaltenen 175,9 Millionen für die Vergangenheit zufrieden geben.</p>
<p>Daraufhin hat der KAGes-Vorstand tatsächlich mehrheitlich – dem Vernehmen nach mit den Stimmen von Vorstandsvorsitzendem Werner Leodolter und Finanzvorstand Ernst Fartek gegen den Widerstand von Medizinvorständin Petra Kohlberger – beschlossen, auf das Geld der steirischen Steuerzahler zu verzichten. Eine entsprechende Forderung in der Bilanz wurde wertberichtigt.</p>
<p>Dieses Vorgehen musste wiederum Gesundheitslandesrätin Bettina Vollath gegenüber der Landesregierung rechtfertigen. Landeshauptmann Franz Voves sprach von bilanztechnischen Notwendigkeiten und war sich mit Vollath einig, dass diese keinesfalls als Rechtsmittel- oder Verjährungsverzicht zu werten seien. Vollath appellierte zwar an die ÖVP, im Sinne einer guten Partnerschaft mit der Medizin-Universität keine rechtlichen Maßnahmen zu ergreifen. LH Voves stellte jedoch klar, dass es in dieser Frage keinen Alleingang der SPÖ geben werde.</p>
<p>Finanzlandesrat Christian Buchmann ist jedoch nicht bereit, auf Bundes-Gelder zu verzichten. Er fordert, dass die Medizin-Universität auch die ausstehenden 27 Millionen für 2007 bis 2009 an das Land abführt. Und auch mit der von Vollath in Aussicht gestellten Regelung für die nächsten Jahre ist Buchmann nicht einverstanden, sieht die geplante Vereinbarung doch vor, dass etwaige Abgänge automatisch beim Land hängen bleiben. Eine von der KAGes aufgestellte Planbilanz lässt für die Jahre 2010 bis 2012 ein Defizit von 19 Millionen Euro erwarten, das vom Land zu bezahlen wäre. Buchmann fordert daher nun Aufklärung, ob und warum die KAGes dieses aus seiner Sicht von Bund zu tragende Defizit akzeptiert hat.</p>
<p>Für den Fall, dass sich KAGes und Medizin-Universität nicht einigen können, soll laut Abkommen angeblich der Grazer Wirtschaftstreuhänder Romuald Bertl als unparteiischer Schlichter eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang ist es daher wohl als böses Gerücht zu werten, dass Bertls Kanzlei in Zukunft auch mit der Prüfung der KAGes-Bilanzen beauftragt worden sein soll.</p>
<p><strong>Sturm-Präsident: Rinner geht</strong></p>
<p>Mit den Worten „Ich war der Baumeister, der das Fundament des SK Sturm neu und das Gebäude errichtet hat, aber jetzt braucht der Verein einen Innenarchitekten, der sein Augenmerk auf andere Bereiche lenkt“ begründete der weststeirische Unternehmer Hans Rinner seinen Abschied als Präsident des Grazer Traditionsklubs. Rinner hat gemeinsam mit einer Handvoll weiterer Idealisten den Verein im Frühjahr 2006 aus dem Konkurs gerettet, ein Finanzierungskonzept zur Abwicklung eines Zwangsausgleiches aufgestellt und eingehalten und den Verein zu voraussichtlich 3,8 Millionen Gewinn (Abschluss: 30. Juni 2010) und einem Eigenkapital von fünf Millionen Euro geführt. Sportlich hat der Verein unter Rinners Präsidentschaft zwölf Teamspieler hervorgebracht und sich im Vorderfeld der österreichischen Bundesliga etabliert. Höhepunkte bildeten die Qualifikation des SK Sturm für die Gruppenphase der „Euro League“ und vor wenigen Wochen der Sieg im österreichischen Fußballcup. Rinner hat in den letzten Jahren mit viel persönlichem Engagement und Führungsqualität eine nahezu unlösbare Aufgabe geschafft. Und da es schade wäre, einen Macher wie Hans Rinner in der medialen Versenkung verschwinden zu lassen, sollte sich niemand darüber wundern, wenn er nach oder schon während seiner Zeit als Präsident der österreichischen Fußballbundesliga für die eine oder andere öffentlichkeitswirksame Position gehandelt werden würde. Politisch ist Rinner bisher nur in Zusammenhang mit dem SK Sturm in Erscheinung getreten – als harter Verhandler für die Interessen des Clubs oder als er sich zuletzt darüber alterierte, dass die SPÖ den guten Namen des SK Sturm für ein Wahlwerbeinserat des Landeshauptmannes missbrauchte. Nachfolger von Rinner wird übrigens sein bisheriger Vizepräsident, der öffentlich (noch) relativ unbekannte EDV-Unternehmer Gerald Stockenhuber.</p>
<p><strong>Buchmann mahnt Budgetdisziplin ein</strong></p>
<p>Mit knapp 88 Millionen ist die Neuverschuldung in der Steiermark zwar geringer als die veranschlagten 114 Millionen, bei Finanzlandesrat Christian Buchmann kommt dennoch keine rechte Freude darüber auf. Denn die Steiermark hat bei einem Gesamtbudget von sechs Milliarden Euro einen Schuldenberg von 1,53 Milliarden Euro angehäuft; rechnet man alle Verbindlichkeiten und Haftungen mit ein, sind es gar 3,1 Milliarden Euro. Buchmann präsentierte die Zahlen mit den Worten: „Diese Landesregierung war nicht bereit, die Schulden einzudämmen.“ Und er ergänzte: „Würden wir die Ausgaben fortschreiben, hätten wir im Jahr 2013 bereits 4,25 Milliarden Euro Schulden.“ Um das zu verhindern, hat der Landtag eine Schuldenbremse von drei Prozent verfassungsmäßig verankert. Buchmann fordert für die nächsten Jahre eine Globalbudgetierung mit Ressortbudgets, für deren Einhaltung die einzelnen Landesregierungsmitglieder verantwortlich gemacht werden müssten.</p>
<p>Er fordert weiters eine Evaluierung sämtlicher Förderungen sowie deren Offenlegung nach dem Muster der Steirischen Wirtschaftsförderung. Die SPÖ forderte Buchmann auf, endlich den Widerstand gegen mehr Transparenz im Sozialbereich aufzugeben, weil nur dann eine sinnvolle Evaluierung möglich sei. Auf keinen Fall dürfe das Land aus falsch verstandenem Konsensdenken Gelder beim Bund liegen lassen.</p>
<p><strong>Voves: Reformen im Falle der Wiederwahl</strong></p>
<p>Anlässlich der Präsentation des Rechnungsabschlusses kündigte LH Franz Voves neuerlich die Abschaffung des Proporzes, die Verkleinerung des Landtages sowie die Schaffung von Regionalverwaltungszentren bei gleichzeitigem Abspecken der Bezirkshauptmannschaften an. Er verwehrte sich gegen die ÖVP-Vorwürfe, die SPÖ könne nicht wirtschaften und sei eine Schuldenmacher-Partei, indem er auf zahlreiche gemeinsame Beschlüsse mit der ÖVP verwies.</p>
<p>In diesem Zusammenhang bittet die SPÖ um die Richtigstellung, dass LH Franz Voves nicht die Abschaffung des Gratiskindergartens, sondern die Einführung einer sozialen Staffelung gefordert hatte. Auch der wahlkämpfende Personallandesrat LH-Stv. Siegfried Schrittwieser wehrt sich gegen ÖVP-Unterstellungen, die SPÖ habe zuletzt 1000 neue Mitarbeiter in den Landesdienst aufgenommen und damit die Anstrengungen, die die ÖVP in den Jahren davor zur Personalreduktion unternommen habe, konterkariert. Richtig sei vielmehr, dass der Personalstand seit der SP-Übernahme des Personalressorts im Jahr 2005 um 200 Mitarbeiter reduziert werden konnte.</p>
<p><strong>Schützenhöfer: Verteilungsgerechtigkeit umgesetzt – jetzt geht es um Leistungsgerechtigkeit</strong></p>
<p>Die geplante Mindestsicherung dürfe nur gemeinsam mit dem neuen Transparenzkonto eingeführt werden, fordert LH-Stv. Hermann Schützenhöfer. Österreich sei einer der höchstentwickelten Sozialstaaten der Welt, so Schützenhöfer, mit einer der höchsten Steuerquoten der Welt. Selbst wenn die eine oder andere Lücke im Sozialsystem zu schließen sei, müsse festgehalten werden, dass die Frage der Verteilungsgerechtigkeit beantwortet sei. Für ÖVP-Chef Schützenhöfer steht daher Leistungsgerechtigkeit klar im Vordergrund, denn der Mittelstand sei nicht weiter belastbar. Für die Leistungsträger in unserer Gesellschaft bedeute ein Anstieg des Bruttoeinkommens schon lange keinen Netto-Anstieg mehr. „Diese Diskussion muss bundesweit geführt werden“, so Schützenhöfer.</p>
<p><em>Politicks, Fazit 63 (Juni 2010)</em></p>
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		<title>Das Phänomen des Kulturschocks</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 13:37:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maryam Laura Moazedi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 63]]></category>
		<category><![CDATA[Managementserie]]></category>

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		<description><![CDATA[Der in den frühen 1950er Jahren von der US-amerikanischen Anthropologin Cora DuBois geprägte Begriff des Kulturschocks beschreibt ein Phänomen, das durch den Kontakt mit einer fremden Kultur ausgelöst werden kann – aber nicht muss. Zur Vorbeugung oder Minderung eines Kulturschocks von angehenden Expatriats und allgemein Menschen, die sich auf einen Auslandsaufenthalt vorbereiten, werden im Rahmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der in den frühen 1950er Jahren von der US-amerikanischen Anthropologin Cora DuBois geprägte Begriff des Kulturschocks beschreibt ein Phänomen, das durch den Kontakt mit einer fremden Kultur ausgelöst werden kann – aber nicht muss. Zur Vorbeugung oder Minderung eines Kulturschocks von angehenden Expatriats und allgemein Menschen, die sich auf einen Auslandsaufenthalt vorbereiten, werden im Rahmen der interkulturellen Kommunikation Maßnahmen thematisiert.</p>
<p><strong><span id="more-915"></span>Kulturschock-Phasen</strong> Kalervo Oberg zieht in seinem Vier-Phasenmodell des Kulturschocks Analogien zur Ehe. Die erste Phase nennt er „Honeymoon“-Phase. Diese sogenannte Zeit der Flitterwochen zeichnet sich klassischerweise durch Euphorie und Freude auf Neues aus. Begleitet wird diese Hoch-Zeit davon, dass Unterschiede zur eigenen Kultur großzügig übersehen oder eher romantisch verklärt werden. Nach ein paar Wochen kann eine Phase der Verweigerung oder Krise folgen, in der Unterschiede immer offensichtlicher und weniger positiv gesehen werden, sie letzten Endes einen verunsichern oder gar Angst machen. Betroffene schließen diese Phase mit der Erkenntnis, dass es zuhause doch am besten ist. Erst in der Phase der Erholung wird ein Verständnis für Abweichungen von der eigenen Kultur entwickelt. In der letzten Phase der Anpassung integriert sich die Person in die neue Kultur und übernimmt zum Teil Merkmale dieser – sie lernt, integriert und erweitert Horizont und Kompetenzen.</p>
<p><strong>Eigenkultur-Schock </strong>In einem weiteren Schritt wurde das Vier-Phasenmodell um eine wesentliche erweitert: die Phase des Eigenkultur-Schocks. Gerade weil es verwundert, dass die Wiederbegegnung mit der eigenen Kultur zu Problemen führen kann, trifft einen der umgekehrte Kulturschock in aller Regel heftiger als die Begegnung mit der ursprünglich unbekannten Kultur. Erklärt wird der Rückkehrschock damit, dass man sich gegen Ende des Auslandsaufenthaltes beginnt, sich auf die alte Heimat zu freuen. Auf die Vorfreude, Familie, Bekannte, Freunde und Vertrautes zu sehen, kann – unvorbereitet – Enttäuschung folgen kann. Im Grunde genommen stecken auch durchaus positive Mechanismen dahinter. Ein Auslandsaufenthalt kann, mehr oder weniger bewusst, dazu genützt werden, sich weiter zu entwickeln. Die Begegnung mit einer fremden Kultur, die Übernahme neuer Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen, deren Integration in die eigene Persönlichkeit, die Erfahrung, dass ursprüngliche Absolutismen im Licht der neuen Kultur relativ sind, können auf einen Menschen verändernd, erweiternd wirken. Es kehrt somit eine weiterentwickelte Person zurück, der das ehemals Vertraute aufgrund des Perspektivenwechsels unter Umständen etwas fremd erscheint. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass jenen in der Heimat „zurück“ gebliebenen sämtliches Weiterentwicklungspotenzial abgesprochen wird. Allerdings wird in der Praxis häufig beobachtet, dass sich die Entwicklung dahingehend unterscheiden kann, dass unter Umständen Tempo und Inhalte variieren. Der Kreislauf schließt damit, dass auf den Eigenkultur-Schock die Reintegration in die Heimat folgt, in der man sich wieder langsam in ursprünglich Vertrautes einlebt, das zum Teil mit anderen Augen gesehen wird.</p>
<p><strong>Typen </strong>Der Umgang mit dem neuen Umfeld ist situations- und persönlichkeitsabhängig. Thomas unterscheidet in diesem Kontext vier verschiedene Typen: Kontrasttyp, Grenztyp, Assimilationstyp und Synthesetyp. Er betont, dass diese nicht starr sind, ein und dieselbe Person daher in einer Situation dem einen Typus zugeordnet werden kann und in einer anderen Situation einem anderen. Eher negativ reagieren der Kontrast- und Grenztyp auf die neue Umgebung. Der Kontrasttyp lehnt die neue Kultur zur Gänze ab. Er betont die von der eigenen Kultur geprägten Sichtweisen und verstärkt den Ethnozentrismus bis hin zu einem kulturellen Chauvinismus, demnach die eigene Kultur der fremden überlegen sei. Der Grenztyp nimmt zwar keine Wertigkeiten vor, das heißt, für ihn ist die neue Kultur nicht der eigenen überlegen. Er integriert sie aber auch nicht. Er ist somit mit zwei inkompatiblen Kulturen konfrontiert, eine Situation, die zu einem inneren Konflikt führen kann. Schätzungen zufolge reagieren etwa 60% der Expatriats auf abweisende Art auf die neue Kultur, ziehen sich zurück und sehen die Rückreise in die Heimat als einzigen Ausweg. Einen positiven Zugang zum neuen Umfeld haben der Assimilationstyp und der Synthesetyp. Sozusagen den Gegenpol zum Kontrasttyp, der die neue Heimat ablehnt, bildet der Assimilationstyp, der die eigene Kultur ablehnt und die Normen und Werte der fremden annimmt. Die ursprüngliche kulturelle Identität geht verloren, oft bleiben Assimilationstypen für immer im Ausland. Etwa zehn Prozent der Expatriats werden diesem Typus zugeordnet. Der Synthesetyp hingegen integriert aus beiden Kulturen Anteile, die er als besonders wertvoll empfindet und übernehmen möchte. Er schafft sich seine eigene, völlig individuelle Mischung. Die Rückkehr nachhause bringt keine Probleme mit sich, auch nicht der Ruf in eine andere Kultur. Etwa 30% der Expatriats zählen zum Synthesetyp – sie werden oft Cosmopolitans genannt. Im Grunde genommen zeigt ihr Zugang vermutlich auf individueller Ebene, dass Kultur kein statisches Konstrukt ist und sich in einem ständigen Entwicklungs-, Austausch- und Veränderungsprozess befindet.</p>
<p><strong>Aktiver Umgang </strong>Je nach Ausprägung wird davor gewarnt, einen Kulturschock und seine Folgen zu leicht zu nehmen. Kulturschock gilt auch als ein Synonym für Anpassungsstörung, und diese kann laut der Internationalen Statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme mit Angst oder depressiver Verstimmung verbunden sein, mit Folgen, die nicht zu unterschätzen sind. Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung durch Migration oder Versetzung in eine andere soziale Umgebung gelten als potenzielle Gesundheitsrisiken. Die negativen Konsequenzen sind allerdings nicht immer vorprogrammiert. Von Haus aus weniger cosmopolitisch veranlagten Personen werden Trainings empfohlen, die auf einen eventuellen Kulturschock vorbereiten und ihm dadurch entgegenwirken sollen. Der durch den aktiven Zugang bewirkte Perspektivenwechsel bietet auch die Chance, von dem „Anderen“ zu lernen, zu wachsen und durchaus als „anderer“ Mensch zurückzukehren. Das Potenzial, von Reisen schockiert oder begeistert, aber auf jeden Fall mit neuen Eindrücken zurückzukehren, bringt das Zitat des Schriftstellers Graham Greene auf den Punkt:  „Keiner kommt von einer Reise zurück, wie er weggefahren ist.“</p>
<p><strong>::: Artikel als PDF: <a href="http://www.fazitmagazin.at/pdf/063/063_managementserie.pdf" target="_blank">Download<br />
</a></strong></p>
<p><strong></strong>Managementserie, Fazit 63 (Juni 2010)</p>
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		<title>Der Unterbrecher</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 13:25:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Thurm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 63]]></category>
		<category><![CDATA[Fazitgespräch]]></category>

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		<description><![CDATA[Zeiten, in denen Nina Hagen die perfekte Masturbation vorführte, sind vorbei. Auch Skinhead-Übergriffe auf den Diskussionsleiter gab es im neuen »Club 2« bisher noch nicht. Gleichgeblieben ist ein Moderator: Rudolf Nagiller, ebenso erfahren wie umstritten, im Fazitgespräch über Langeweile und die Leiden des ORF. Das Gespräch führte Michael Thurm gemeinsam mit Markus Zottler. ::: Interview [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zeiten, in denen Nina Hagen die perfekte Masturbation vorführte, sind vorbei. Auch Skinhead-Übergriffe auf den Diskussionsleiter gab es im neuen »Club 2« bisher noch nicht. Gleichgeblieben ist ein Moderator: Rudolf Nagiller, ebenso erfahren wie umstritten, im Fazitgespräch über Langeweile und die Leiden des ORF. <em>Das Gespräch führte Michael Thurm gemeinsam mit Markus Zottler.</em></p>
<p><strong>::: Interview als PDF:</strong> <a href="http://www.fazitmagazin.at/pdf/063/063_fazitgespraech.pdf" target="_blank">Download</a><a href="http://www.fazitmagazin.at/pdf/062/062_fazitgespraech.pdf" target="_blank"></a></p>
<p><em>Fazitgespräch, Fazit 63 (Juni 2010)</em></p>
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		<title>Zur Lage (28)</title>
		<link>http://www.fazitmagazin.at/2010/06/zur-lage-28/</link>
		<comments>http://www.fazitmagazin.at/2010/06/zur-lage-28/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 13:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Klepej</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 63]]></category>
		<category><![CDATA[Zur Lage]]></category>

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		<description><![CDATA[Über das Österreichische Freilichtmuseum Stübing, über das richtige Timing und über Grazer Soziale. Gleich am Anfang muss ich Sie was bitten: Besuchen Sie doch an einem der nächsten Wochenenden mit Ihrer ganzen Familie das Österreichische Freilichtmuseum Stübing (9–17 Uhr, www.freilichtmuseum.at). Irgendeine Zeitung aus Graz, ich hab da etwas den Überblick verloren, hat uns nämlich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über das Österreichische Freilichtmuseum Stübing, über das richtige Timing und über Grazer Soziale.</strong></p>
<p><span id="more-903"></span>Gleich am Anfang muss ich Sie was bitten: Besuchen Sie doch an einem der nächsten Wochenenden mit Ihrer ganzen Familie das Österreichische Freilichtmuseum Stübing (9–17 Uhr, www.freilichtmuseum.at). Irgendeine Zeitung aus Graz, ich hab da etwas den Überblick verloren, hat uns nämlich die traurige Nachricht zur Kenntnis gebracht, dass es um die Finanzen dieses Aushängeschilds historischer wie heimischer Baukultur im Argen steht. Griechische Verhältnisse also, wohin man blickt. Und, meine Erinnerungen aus den späten Siebzigern (es war ein Besuch im Rahmen eines Wandertages der Unterstufe meines Gymnasiums – Gymnasium muss ich übrigens bald nicht mehr schreiben, wird ja künftig jedes Gymnasium ein Gymnasium sein) trügen mich sicher nicht, Stübing ist immer einen Besuch wert! Wobei, und das ändert jetzt aber gar nichts an meiner Besuchsempfehlung, ein bisschen könnte ich mir vorstellen, dass so im Juli oder August dieses Jahres, also gerade nicht nur eine Woche vor der Wahl aber doch noch immer kurz vor der Wahl der Landeshauptmann gemeinsam mit der (irgendwie sicher zuständigen) Ministerin Claudia Schmied bei einer feierlichen Pressekonferenz die »Rettung von Stübing« präsentieren wird.</p>
<p>Den einen oder die andere wird es schon gegeben haben, die vor den erschreckenden Nachrichten gar nicht gewusst haben, dass es Stübing gibt. Dass es überhaupt Freilichtmuseen gibt. Und nicht nur für diesen einen oder diese andere ist dann so eine Rettung natürlich eine Supergeschichte. Sympathisch, praktisch und überhaupt klass. Na, jetzt aber hallo. Stopp. Ich fände das toll! Ich fände das wirklich toll, wenn das so passieren würde. Ich hoffe sogar, dass eine solche Rettung (wie immer sie dann ausgestaltet ist) stattfindet. Und sollte das »Timing« wie eben beschrieben sein, ja mein Gott. Das kann man wirklich niemanden anlasten, dass er ein bisserl schaut aufs Timing. Ein jeder muss das ja nicht so halten,  wie etwa Elke Edlinger.</p>
<p>Mein Gott, die Elke Edlinger! Der bin ich  fast ein bisschen gram, dass sie ihre Ankündigung, gegen Wolfgang Riedler beim Stadtparteitag der Grazer Sozialdemokraten (die SPÖ in Graz heißt übrigens »Die Grazer Sozialen«, das gefällt mir auch sehr, da könnte auch ich gut damit beschrieben sein, oder Sie liebe Leserin, oder Sie werter Leser) anzutreten, gerade kurz vor meinem Redaktionsschluss hat machen müssen.</p>
<p>Jetzt habe ich meinen ganzen wunderbaren Text über die tollen Sachen in Stübing wieder löschen müssen, nur damit ich mich mit Ihnen ein bisschen über dieses wunderbare Beispiel zeitlichen Feingefühls unterhalten kann. Ich meine, Elke Edlinger hat schon recht. Man hat von der SPÖ in Graz seit den Tagen des Altbürgermeisters Stingl wenig gehört. Selbst mir ist jetzt auf Anhieb etwa Tatjana Kaltenbeck-Michl gar nicht einmal eingefallen, die war auch Vorsitzende der SPÖ-Graz. Und von Walter Ferk ist mir doch tatsächlich eine ganze Google-Minute lang der Vorname entfallen gewesen.</p>
<p>Ferk war ja immerhin Spitzenkandidat bei der letzten Gemeinderatswahl. (Falls Elke Edlinger nicht kurz vorher bei einem Parteitag gegen ihn angetreten ist; das hätten wir dann aber alle vergessen.) Derzeit ist jedenfalls Wolfgang Riedler Parteichef. Und Elke Edlinger möchte offenbar einen »Showdown«. Damit die – in diesen Tagen wohl einstellige – SPÖ in Graz wieder neu durchstarten kann. Das war ihr halt offenbar wichtig. Ganz egal, was da am 26. September gewählt wird. Und ganz egal, dass diese Wahl vor allem und beinahe ausschliesslich in Graz entschieden wird. Irgendwie ist das auch zu bewundern; kompromisslos ist es jedenfalls.</p>
<p>Naja, wie auch immer das ausgeht – ich persönlich schätze den Wolfgang Riedler ja sehr, von der Stadträtin weiss ich einfach zu wenig (wenigstens weiss ich, dass es sie gibt, sonst weiss ich das von keiner Stadträtin in Graz; aber das ist eine andere Geschichte) –, ich wünsche jedenfalls dem Parteitag einen guten Verlauf. Und hoffe, dass sich die Truppe bald wieder erholt. Den aktuellen Zustand haben sich »Grazer Soziale« ganz sicher nicht verdient. (Was nicht den Sachverhalt betrifft, dass es auf einem Parteitag zwei Kandidaten gibt! Das ist angesichts unzähliger 95%-Parteichefs ja schon wieder eine erfrischende und aus demokratischer Sicht begrüßenswerte Tatsache.) Im Übrigen bin ich der Meinung, dass eine große Koalition dem Lande nicht nutzen kann.</p>
<p><em>Zur Lage, Fazit 63 (Juni 2010)</em></p>
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		<title>Phonosophicum (Juni 2010)</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 13:14:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Stalder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 63]]></category>
		<category><![CDATA[Phonosophicum]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Alleskönner Natürlich denken wir bei Blu-ray vorrangig an brillant aufgelöste  Bilder und Heimkino-Feeling. Doch wenn sich ein ausgewiesener HiFi-Spezialist wie die britische Manufaktur Cambridge Audio anschickt, einen Blu-ray-Spieler zu bauen, können wir davon ausgehen, dass auch Audio-Feinspitze auf ihre Kosten kommen. Und wenn dieser dann als Zugabe noch highendige Tonträger-Formate wie SACD oder DVD-Audio [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Alleskönner</strong> Natürlich denken wir bei Blu-ray vorrangig an brillant aufgelöste  Bilder und Heimkino-Feeling. Doch wenn sich ein ausgewiesener HiFi-Spezialist wie die britische Manufaktur <a href="http://www.cambridgeaudio.com" target="_blank">Cambridge Audio</a> anschickt, einen Blu-ray-Spieler zu bauen, können wir davon ausgehen, dass auch Audio-Feinspitze auf ihre Kosten kommen. Und wenn dieser dann als Zugabe noch highendige Tonträger-Formate wie SACD oder DVD-Audio wiederzugeben weiß und obendrein im dreistelligen Preisbereich bleibt, dürfen wir getrost hellhörig werden.<br />
<span id="more-899"></span>Denn für solch einen veritablen Alleskönner wie den Azur 650BD, dessen Laufwerk mehr als ein Dutzend Disc-Typen entgegen nimmt, musste man bis dato erheblich tiefer in die Tasche greifen. Und gerade bei SACD hatte man meist noch mit der Einschränkung zu leben, dass man diese entweder analog oder in gestauchter Signal-Qualität (sprich: 44,1 kHz/16 Bit) wiedergeben musste. Nur zur Erinnerung: Die SACD, 1999 von Sony und Philips gemeinsam eingeführt, verwendet bekanntlich eine höhere digitale Auflösung des Audiosignals als eine normale Audio-CD und bietet außerdem die Möglichkeit, Mehrkanalton ohne Datenreduktion zu speichern. Das Audiomaterial liegt im Direct-Stream-Digital-Format (DSD) vor und die Abtastrate liegt bei 2,8 MHz – im Unterschied zur Audio-CD, welche die Daten in Puls-Code-Modulation (PCM) nur mit 44,1 kHz speichert. Der 650BD meidet jegliche qualitätsmindernden Umwege, indem er via HDMI-1.3-Schnittstelle DSD und PCM verlustfrei zueinander umrechnen lässt. Für HD-Tonformate wie Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio vereint der Engländer alle wichtigen Decoder unter seiner Haube. Im „Pure-Audio-Modus“, bei dem zuungunsten möglicher Interferenzen sämtliche Videosignale deaktiviert werden, klingt der Player mit seiner 24 Bit/192 kHz-Konvertierung geradezu göttlich. Aber auch als reiner CD-Spieler im Stereo-Modus macht er eine hervorragende Figur – beste englische HiFi-Tradition eben.<br />
Im visuellen Sektor spielt der Player ebenfalls souverän auf. Via HDMI entlockt er den blauen Scheiben farbkräftige und scharf konturierte Bilder bis zu 1080 Zeilen. Die qualitativ nicht unerhebliche Lücke zwischen DVD und Blu-ray weiß er mit neustem De-Interlacing und bester Upscaling-Technologie zu schließen.</p>
<p>Weiters mit an Bord des 650BD befinden sich u.a. Zutaten wie eine LAN-Schnittstelle für Blu-ray-Live-Internetanbindung, zwei digitale Audio-Ausgänge (koaxial und optisch), acht analoge Einzelausgänge sowie zwei USB-Ports für die Einbindung externer Datenträger. Einziger (kleiner) Wermutstropfen: er ist nur mit FAT32-formatierten externen Laufwerken kompatibel. NTFS bleibt leider außen vor.</p>
<p>Erfreulicherweise bootet der Player in nur wenigen Sekunden, und auch hinsichtlich der Ladezeiten kommt er schnell in die Gänge: CDs und DVDs zeigt er in flotten acht Sekunden, Blu-rays in sensationellen fünfzehn Sekunden an.<br />
Der ebenfalls aus dem Hause Cambridge und zur Azur-Reihe gehörende 15 Kilo schwere AV-Receiver 650R ist der ideale, da optimal abgestimmte Kommunikationspartner für den Player. Im Bewusstsein seiner sieben leistungsstarken, diskret verbauten Endstufen und erstklassigen Decodier-Qualitäten hebt sich der Bolide aus der breiten Masse an AV-Receivern in diesem Preissegment ab. Als Herzstück werkelt ein Cirrus Logic CS49700 Digitaler Signal Prozessor, der gleich zwei Kerne mit 32-Bit-Signalverarbeitung aufweist. Auch hier gehört die Videosektion zum Feinsten, was die heutige Prozessor-Technologie zu bieten hat.</p>
<p>Fazit: Als großzügig bestücktes Universal-Genie, welches sämtliche Hochbit-Spielarten zulässt, richtet sich der 650BD an alle, die das Quäntchen mehr High Fidelity an einem Multi-Player zu schätzen wissen. Durch seine solide Bauweise mit gebürsteter Alu-Front vermittelt er überdies – genau so wie sein kongenialer Spielpartner 650R – eine hohe Wertigkeit. Wer vorhat, seinen betagten DVD-Player in den Ruhestand zu schicken und auf High Definition umzurüsten, dem kommen die beiden edlen Briten gerade recht.</p>
<p><em>Phonosophicum, Fazit 63 (Juni 2010)</em></p>
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		<title>Fazit Ausgabe Juni</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 11:28:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 63]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit heute ist das neue Fazit für Sie erhältlich. Die Juniausgabe widmet sich der Faszination Fußball. Peter Bermann und Gastautor Harald Klöckl widmen sich den zahlreichen Facetten dieses Sports. Michael Neumayr wirft einen Blick auf das aktuelle WM-Sammelalbum von Panini und die von diesem ausgelöste Sammelleidenschaft von Jung und Alt. ::: In Kürze auch online [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit heute ist das neue Fazit für Sie erhältlich. Die Juniausgabe widmet sich der <em>Faszination Fußball</em>. Peter Bermann und Gastautor Harald Klöckl widmen sich den zahlreichen Facetten dieses Sports. Michael Neumayr wirft einen Blick auf das aktuelle WM-Sammelalbum von Panini und die von diesem ausgelöste Sammelleidenschaft von Jung und Alt.</p>
<p>::: <em>In Kürze auch online verfügbar.</em></p>
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