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	<title>FazitOnline. Wirtschaft und mehr. Aus dem Süden. &#187; Fazit 64</title>
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	<description>Die Webseite von Fazit.</description>
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		<title>Zum Thema &#8211; Juli 2010</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 13:40:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Bermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 64]]></category>

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		<description><![CDATA[Bildung und Forschung sind der Treiber für Innovation Es stimmt: Die Steiermark hat in den letzten 15 Jahren einen sichtbaren Wandel durchlebt: vom einstigen grundstoffabhängigen Industrieland zu einem international herzeigbaren, modernen Technologiestandort. Es stimmt aber auch: Unser Land ist von der jüngsten Wirtschaftskrise über Gebühr betroffen. Eine Strukturdebatte, wie sie Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung begonnen haben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bildung und Forschung sind der Treiber für Innovation</strong> Es stimmt: Die Steiermark hat in den letzten 15 Jahren einen sichtbaren Wandel durchlebt: vom einstigen grundstoffabhängigen Industrieland zu einem international herzeigbaren, modernen Technologiestandort. <span id="more-969"></span>Es stimmt aber auch: Unser Land ist von der jüngsten Wirtschaftskrise über Gebühr betroffen. Eine Strukturdebatte, wie sie Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung begonnen haben, ist längst notwendig. Dass den Entscheidungsträgern der Wirtschaft das weiß-grüne „Zukunftsbild für eine positive regionale Entwicklung bis 2020“ abhanden gekommen zu sein scheint, spricht nicht gerade für die Politik – vor allem nicht für die herrschende Mehrheitspartei im Lande.<br />
Vielleicht hilft es, wenn Vor- und Nachdenker in allen politischen Zirkeln und Institutionen mithelfen, einem gewissen „Fazit“ zum Durchbruch zu verhelfen: dass nämlich Bildung und Wissen unser „Rohstoff“ von morgen sind. Mehr denn je ist Bildung der Rohstoff in der Wissensgesellschaft, der in der neuen neoklassischen wie vor allem auch in der evolutionären Wachstumstheorie zentral ist. Schließlich hängt die Innovationsfähigkeit der Volkswirtschaften vom so genannten „Humankapital“ ab. In den neuen Wachstumstheorien wird nicht nur das Niveau des Pro-Kopf-Einkommens von den Qualifikationen beeinflusst, sondern auch die wirtschaftliche Dynamik – letztlich auch die Frage nach dem innovativsten Wirtschaftsstandort. Dazu kommt: Bildung und Forschung sind der Treiber für Innovation.</p>
<p>Bildung, Forschung und Innovation haben ein gemeinsames und übergeordnetes Ziel: den gesellschaftlichen Fortschritt. Viele haben dieses Ziel aus den Augen verloren oder glauben nicht mehr an eine Verbesserung der Lebensgrundlagen in unserer Zeit.</p>
<p>Auch diesem Zweifel will Fazit mithelfen, entgegenzutreten: Wissenschaft, Forschung und Innovation müssen sich den genannten Lebensfragen der Menschheit stellen und Antworten auf die Trends der Zukunft finden. Nur dann werden sie auch von den Bürgerinnen und Bürgern akzeptiert. Nur dann können sie sich legitimieren.</p>
<p>Die Komplexität der Aufgaben –  wie sie Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer aufgelistet und zur Mitarbeit eingeladen haben – verlangt aber nach neuen und innovativen politischen Strategien.</p>
<p><strong>::: Ganze Titelgeschichte als PDF-File:</strong> <a href="http://www.fazitmagazin.at/pdf/064/064_titelthema.pdf" target="_blank">DOWNLOAD</a></p>
<p><em>Zum Thema, Fazit 64 (Juli 2010)</em></p>
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		<title>Die Steiermark ist ein Industrieland, tatsächlich!</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 13:31:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Tandl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Fazit 64]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass die Steiermark ein Industrieland ist, ist für Sie nichts Neues. Daher erschließt sich Ihnen wohl auch nicht, warum die Industriellenvereinigung überall in der Steiermark Tafeln aufstellen ließ, die auf genau diese Tatsache hinweisen. Vor wenigen Tagen wurde ich jedoch Zeuge eines Gespräches zwischen zwei Kommunalpolitikern, das meine Meinung änderte. „Was sollen denn die Fremden  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Steiermark ein Industrieland ist, ist für Sie nichts Neues. Daher erschließt sich Ihnen wohl auch nicht, warum die Industriellenvereinigung überall in der Steiermark Tafeln aufstellen ließ, die auf genau diese Tatsache hinweisen.<span id="more-965"></span></p>
<p>Vor wenigen Tagen wurde ich jedoch Zeuge eines Gespräches zwischen zwei Kommunalpolitikern, das meine Meinung änderte. „Was sollen denn die Fremden  (gemeint waren wohl Touristen) denken, wenn sie diese Tafeln sehen?“ lautete die rhetorische Frage des einen und der andere antwortete: „Mich haben meine Leute auch schon gefragt, weil die leben ja alle vom Fremdenverkehr und von der Wirtschaft. (Wirtschaft ist im oststeirischen gleichzusetzen mit Landwirtschaft.) So eine Verschandelung von der Gegend!“</p>
<p>Als ich im Zuge der Recherchen für diese Ausgabe auf eine Wertschöpfungsanalyse für die Steiermark stieß, erinnerte ich mich wieder an dieses Gespräch, dessen unfreiwilliger Zeuge ich geworden war. Denn ganze 37 Prozent steirischer Bruttowertschöpfung werden im produzierenden Sektor erzielt. Im Gegensatz dazu tragen der Handel 12 Prozent, der Finanzbereich und der Tourismus je vier Prozent und die Landwirtschaft knapp drei Prozent zu unseren Einkommen bei. Beim Studium dieser Zahlen war ich dann doch über das Ausmaß überrascht, in welchem unser Wohlstand an den Exporterfolgen der Industrie hängt. Besonders den Anteil des Tourismus hätte ich wesentlich höher eingeschätzt. Diese vier Prozent betreffen zwar nur die direkten Tourismusausgaben und mit den indirekten Tourismusausgaben erhöht sich dieser Anteil um weitere vier Prozent, denn Touristen gehen ja auch einkaufen, ins Kino und tanken ihre Autos voll. Zieht man jedoch die Ausgaben von Geschäftsreisenden von den Tourismuseinnahmen wieder ab, bleiben wieder nur die ursprünglichen vier Prozent. Vor diesem Hintergrund sollte uns allen bewusst sein, dass die Steiermark nur dann Zukunftschancen hat, wenn sie es schafft, als Unternehmensstandort attraktiv zu bleiben. Und bei aller Wertschätzung für wichtige Probleme wie Verteilungsgerechtigkeit und Armutsbekämpfung: die können wir uns nur leisten, solange es etwas zu verteilen gibt.</p>
<p>Zu den Lebensgrundlagen der Menschen in der Steiermark gehört, neben einer intakten Umwelt oder einem gerechten Zugang zu Bildung, ein wirtschaftliches Umfeld, das uns erst in die Lage versetzt, den Gesundheits- und Sozialbereich, aber auch die Feinstaubbekämpfung und den Klimaschutz zu schultern. Die Steiermark ist lebenswert – aber nur solange der Satz „Die Steiermark ist ein Industrieland“ zutrifft.</p>
<p><em>Editorial, Fazit 64 (Juli 2010)</em></p>
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		<title>Politicks Juli 2010</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 13:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Tandl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 64]]></category>
		<category><![CDATA[Politicks]]></category>

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		<description><![CDATA[Landtagswahl-Barometer Es sind nur noch 90 Tage bis zur steirischen Landtagswahl am 26. September. Und da nach den Sommerferien kaum mehr Zeit bleibt, um neue Themen zu platzieren,  bemühen sich die Parteien schon jetzt intensiv, jenen Inhalten, mit denen sie den Wahlkampf beherrschen wollen, den entsprechenden „Spin“ zu geben. Bei der ÖVP sind das die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Landtagswahl-Barometer</strong></p>
<p>Es sind nur noch 90 Tage bis zur steirischen Landtagswahl am 26. September. Und da nach den Sommerferien kaum mehr Zeit bleibt, um neue Themen zu platzieren,  bemühen sich die Parteien schon jetzt intensiv, jenen Inhalten, mit denen sie den Wahlkampf beherrschen wollen, den entsprechenden „Spin“ zu geben. <span id="more-962"></span>Bei der ÖVP sind das die SPÖ-Skandale rund um die Therme Fohnsdorf und die SPÖ-Stiftung „Zukunft Steiermark“ sowie der „Weiß-Grüne Weg“ als Wahlprogramm, bei der SPÖ ist das Positivthema wohl die Vergabe des nächsten Loses der Koralmbahn, die offensichtlich, von langer Hand vorbereitet, noch vor dem Wahltermin erfolgen wird. Darüber hinaus versucht die SPÖ natürlich, die letzten fünf Jahre in möglichst hellem Licht erstrahlen zu lassen, und vereinnahmt dabei auch Erfolge der ÖVP-Regierungsressorts. Die Volkspartei tut sich natürlich schwer, dagegen aufzutreten, denn ein Urheberstreit wird vom Wähler als kleinlich aufgenommen. Sonst sind Voves und Co. um Schadensbegrenzung bemüht. Die Angriffe der Volkspartei rund um Fohnsdorf und Stiftung tragen naturgemäß nicht gerade zur Motivation des nach zahlreichen Serienniederlagen gedemütigten SP-Parteivolkes bei. Skandale, die der VP zuzuordnen sind, hat man bis dato vergeblich gesucht. Bleibt noch der Schönwetteraktionismus wie die „Podium-Zukunft“-Diskussionen zuletzt mit US-Senator Howard Dean und Ex-CDU-Minister Norbert Blüm.</p>
<p><strong>Schwächelnde FP hält Wahlausgang offen</strong></p>
<p>Dass die Voves-SPÖ dennoch immer noch Chancen hat, bei der Landtagswahl als Erste durchs Ziel zu gehen, liegt weniger an ihrer eigenen Performance als an einer anhaltenden Schwäche der FPÖ. Anstatt einen jungen dynamischen Spitzenkandidaten zu positionieren – im Vorfeld wurden der Grazer Stadtrat Mario Eustacchio und FP-Landessekretär Georg Mayer genannt –, setzen die Blauen nämlich auf den bestenfalls als bieder wahrgenommenen Gerhard Kurzmann. Auch bei der Themenwahl dürfte sich der Schweizer „Wunderwuzzi“ Alexander Segart – er hatte ja die politisch erfolgreiche Schweizer Anti-Minarett-Kampagne konzipiert – vergriffen haben. Wer wie die steirische FPÖ auf Plakaten gegen Griechenland emotionalisiert, steht in Graz auf verlorenem Posten. Die griechischen Lokale sind trotz der Milliardenhilfen für Athen gut gefüllt und die Griechen gelten nach wie vor als sympathischer,  munterer Menschenschlag und sind bei den Österreichern das beliebteste unter den levantinischen Völkern. Stimmen, die die FPÖ nicht auf sich vereinen kann, bleiben bekanntlich bei der SPÖ. Aus heutiger Sicht scheint ein Regierungssitz für die FPÖ jedenfalls in weiter Ferne. Und dadurch büßt die ÖVP unter Hermann Schützenhöfer die Option ein, sich als Zweiter mit Hilfe der FPÖ zur LH-Partei wählen zu lassen. Das würde nämlich nur funktionieren, wenn ÖVP und FPÖ eine Mehrheit in der Landesregierung hinter sich hätten, und die erscheint aus heutiger Sicht nur realistisch, wenn die ÖVP stärkste Partei wird und fünf Regierungssitze auf sich vereinen kann.</p>
<p><strong>Die Mindestsicherung wackelt</strong></p>
<p>Je näher der geplante Einführungszeitpunkt für die Mindestsicherung rückt, desto höher werden die Hürden, die ihr von ÖVP und zuletzt ungewollt auch von der SPÖ errichtet werden. Der geplante Einführungstermin 1. September wird wohl nicht zu halten sein. Während die ÖVP nie ein Hehl daraus gemacht hat, dass sie Bauchweh mit der Harmonisierung der Sozialhilfe über das Mindestsicherungsgesetz und eine Bund-Länder-Gemeinden-Vereinbarung hat, weil dadurch große Anreize für sozialen Missbrauch geschaffen werden, hat sich die Steirische SPÖ sogar dafür stark gemacht, die 744 Euro monatliche Mindestsicherung 14 Mal statt, wie auf Bundesebene vereinbart, zwölf Mal jährlich auszubezahlen.</p>
<p>Um den Koalitionsbeschluss der Mindestsicherung einhalten zu können, wurde bei einer Klausur der Bundesregierung Mitte März in Graz beschlossen, eine Transparenzdatenbank – das ist nichts anderes als das von der VP zuvor thematisierte „Transferkonto“ – einzuführen. Darin sollten alle monetären Transfers, denen keine konkrete Gegenleistung der Anspruchsberechtigten gegenübersteht, abgebildet werden. Als sich nun abzeichnete, dass die SPÖ keine besondere Eile mit der Einführung der Transparenzdatenbank hat, erinnerte ÖVP-Parlamentsklubobmann Karlheinz Kopf an den Beschluss der Regierungsklausur. Mit seinem Sager, die Volkspartei werde diese „Krot“ (gemeint war die Mindestsicherung) nur schlucken, wenn gleichzeitig die Transferdatenbank käme, lieferte er der SPÖ die von dieser gewünschte Munition, um den Regierungspartner in das Eck der sozialen Kälte zu drängen.</p>
<p>Dort fühlt sich die Volkspartei aber anscheinend sehr wohl, gibt es ihr doch die Gelegenheit, ihr Profil als Verteidiger der Leistungsträger in der Mittelschicht zu schärfen. Während also auf Bundesebene noch über die „Ausgestaltung der Transferdatenbank“ gestritten wird, tun sich vor der Mindestsicherung bereits die nächsten Klippen auf. So musste der steirische Soziallandesrat LHStv. Siegfried Schrittwieser (SPÖ) vor wenigen Tagen bekannt geben, dass die Sozialabteilung sich bei der Schätzung der erwarteten Kosten vertan hat und die Umsetzung dem Land nicht, wie bisher angenommen, 20 Millionen Euro, sondern wahrscheinlich knapp 40 Millionen Euro kosten werde.</p>
<p>Schrittwieser machte zwar noch das Beste aus dem verhängnisvollen Rechenfehler seiner Beamten, indem er ihn im Stile eines echten Krisen-PR-Profis selbst kommunizierte und entsprechend kalmierte. Dass das dennoch Wasser auf die „Wahlkampfmühlen“ von VP-Klubobmann Christopher Drexler war, liegt auf der Hand. Dieser nützte den Landestag des Steirischen ÖAAB, um innerhalb der VP-Arbeitnehmerschaft genüsslich gegen die SPÖ Stimmung zu machen. Die Erhöhung der Kostenschätzung der Mindestsicherung um 100 Prozent dokumentiere einmal mehr, wie sorglos die SPÖ mit dem Geld der steirischen Steuerzahler umgehe, so Drexler. Vor diesem Hintergrund sei es unmöglich, die Mindestsicherung in der vorliegenden Form im Landtag zu unterstützen.</p>
<p><strong>Graz – die gesprengte Partei!</strong></p>
<p>Das war schon heftig, was sich in den letzten beiden Wochen in der Grazer SPÖ abgespielt hat. Da lässt sich die eine Stadträtin von einigen Parteifreunden und Medien dazu anstacheln, gegen den anderen Stadtrat und amtierenden Parteichef um das Amt des Parteivorsitzes zu kandidieren, und dann passiert die totale Katastrophe.</p>
<p>Landeshauptmann Franz Voves hat es verabsäumt, das Heft von Anfang an in die Hand zu nehmen und in der für die Landtagswahl extrem wichtigen Grazer Parteiorganisation rechtzeitig für Ordnung zu sorgen. Er hat offensichtlich nicht den Mut aufgebracht, am „Spaltungsparteitag“ teilzunehmen, um den dort angerichteten Schaden zu minimieren. Erst als die Grazer SPÖ einige Tage danach in die völlige Handlungsfähigkeit glitt, weil der Vorstand den von Kurzzeit-Parteichefin Elke Edlinger vorgeschlagenen Stadtratskandidaten nicht akzeptierte, fühlte sich Voves dazu gezwungen die Zuschauergalerie zu verlassen und beide Hauptakteure zum Rücktritt zu zwingen. Als er vor die Presse trat, konnte Voves aber wieder nur eine halbe Lösung präsentieren. Das bewährte Grazer SPÖ-Urgestein Karlheinz Herper wurde als interimistischer Stadtrat eingesetzt, muss aber im Herbst das Feld wieder räumen. Aber ganz egal, welche Zwischenlösungen jetzt gesucht und gefunden werden. Wie diese kaputte Partei das Rückgrat der Wählermotivierung für die Landtagswahl bilden soll, steht völlig in den Sternen.</p>
<p><strong>Fohnsdorf – Voves unter Beschuss?</strong></p>
<p>Mit schweren Geschützen nahm ÖVP-Klubobmann Christopher Drexler kürzlich Landeshauptmann Franz Voves unter Beschuss. Dieser hatte die Gemeindeaufsicht sehr nachdrücklich ersucht, im Zusammenhang mit dem Bau der „Aqua-Lux-Therme“ einer Haftungsgarantie der Gemeinde Fohnsdorf für die Thermenbetreiber zuzustimmen. Diese Zustimmung hätte jedoch aus wirtschaftlichen Überlegungen wohl nie gegeben werden dürfen, schließlich war bereits 2006 für alle außer dem Landeshauptmann abzusehen, dass das Thermalprojekt in einem wirtschaftlichen Desaster enden würde. Chef der Gemeindebehörde war damals der noch von einem ÖVP-Landeshauptmann bestellte Hofrat Heinz Schille. Und dieser hatte sowohl den Verlauf des Genehmigungsverfahrens als auch die dringenden Interventionen des Landeshauptmannes und eines seiner Büromitarbeiter genau mit Aktenvermerken und Briefen dokumentiert.</p>
<p>Sollte das Gericht, dem nun die Unterlagen von der ÖVP übergeben worden sind, tatsächlich zur Ansicht kommen, dass Weisungen des Landeshauptmannes an die Gemeindeabteilung vorliegen, die zu Verlusten für den Steuerzahler geführt haben, könnte es auch strafrechtlich eng werden für den Landeshauptmann, denn für Amtsmissbrauch sind mehrjährige Haftstrafen vorgesehen. Da das Verfahren jedoch nicht von der Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien, sondern von der Grazer Justiz betrieben wird, wäre eine tatsächliche Anklageerhebung wohl eine Sensation.  Bis zur Landtagswahl wird sich die Causa jedenfalls nicht klären lassen, und ein weiteres, für die SPÖ unangenehmes Thema wirft seinen Schatten auf die Landtagswahl.</p>
<p><em>Politicks, Fazit 64 (Juli 2010)</em></p>
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		<title>Aus. Punkt. Basta.</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 13:26:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumayr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 64]]></category>
		<category><![CDATA[Fazitgespräch]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Wahlkampf ist voll angelaufen und die Südsteiermark ist mit der Diskussion um den Koralmtunnel in den Mittelpunkt gerückt. Josef „Beppo“ Muchitsch vertritt die Region im Nationalrat und spricht über geschlossene Krankenhäuser, die neuen Parteichefin in Graz und warum der Koralmtunnel sicher kommt. ::: Interview als PDF: Download Fazitgespräch, Fazit 64 (Juli 2010)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wahlkampf ist voll angelaufen und die Südsteiermark ist mit der Diskussion um den Koralmtunnel in den Mittelpunkt gerückt. Josef „Beppo“ Muchitsch vertritt die Region im Nationalrat und spricht über geschlossene Krankenhäuser, die neuen Parteichefin in Graz und warum der Koralmtunnel sicher kommt.</p>
<p><strong>::: Interview als PDF:</strong> <a href="http://www.fazitmagazin.at/pdf/064/064_fazitgespraech.pdf" target="_blank">Download</a></p>
<p><em>Fazitgespräch, Fazit 64 (Juli 2010)</em></p>
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		<title>Zur Lage (29)</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 13:19:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Klepej</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 64]]></category>
		<category><![CDATA[Zur Lage]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz über die SPÖ in Graz, wenig von Werner Kogler, viel Zustimmung und einige Gedanken über Öl, Gas und Kohle. Was soll ich nur machen? Sie und ich wissen, ich bin bei aller Individualität ein konservativer Mensch. Kann ich da einen einzigen Gedanken, wenn auch nur satirischen, über die Vorgänge bei den Grazer Sozialen, pardon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kurz über die SPÖ in Graz, wenig von Werner Kogler, viel Zustimmung und einige Gedanken über Öl, Gas und Kohle.<span id="more-955"></span></strong></p>
<p>Was soll ich nur machen? Sie und ich wissen, ich bin bei aller Individualität ein konservativer Mensch. Kann ich da einen einzigen Gedanken, wenn auch nur satirischen, über die Vorgänge bei den Grazer Sozialen, pardon – die Parteijugend hat auf diesem denkwürdigen Stadtparteitag die Namensänderung in »Grazer SPÖ« angeregt und dafür (man staune) sogar eine Mehrheit bekommen –, bei der Grazer SPÖ also, laut werden lassen? Abseits billigster Kalauer à la »Elke Edlinger beruft eine Sitzung ein &#8230;« wird mir das nicht gelingen, also lasse ich es lieber gleich. Soviel dazu, freuen tut mich die Situation, in die sich die (Grazer) SPÖ manövriert hat, nicht wirklich. Und, bei meiner Ehr‘, nicht weil ich mich jetzt nicht einmal mehr witzeln traue über diese einst so stadtstragende Partei.</p>
<p>Was bleibt mir anderes übrig, als noch weiter nach links, zu den Grünen zu schauen, was sich dort tut. Deren Spitzenkandidat Werner Kogler hat sich in der Zwischenzeit auch nicht als inhaltliches Schwergewicht präsentiert; ich habe Ihnen schon in der letzten Lage anvertraut, von ihm nur zu wissen, er wolle auf seinen Dienstwagen verzichten.  Vielleicht liegt das daran, dass sich seine Mitarbeiter vor allem in solchen »Public-Viewing«-Arealen herumschlagen, jedenfalls erscheinen mir die grünen Themen für den Landtagswahlkampf (noch, ich freue mich da eines besseren belehrt zu werden) recht überschaubar und äußerst dünn. Etwa darf ich »Idee Nr. 7« (von 100 Ideen für die Steiermark) zitieren, die besagt, »Wir sagen Nein zu Rechtsextremismus und Neonazismus«. Mir ist zwar nicht bekannt, dass es irgendeine zugelassene Partei bei uns gibt, die das nicht so sehen würde, aber gut, eh voll super! (Die diversen hanebüchenen Webseiten von skurrilen Donau-Alpen-Foren würde ich, wären sie nicht ständig Gegenstand grüner Untersuchungen, gar nicht kennen. Wie sonst auch nur wenige in diesem Land. Aber egal. Nur fürs Protokoll darf ich ganz deutlich unterstreichen, ich unterstütze diese Idee Nr. 7.)</p>
<p>Und sonst? Unter dem Titel »Raus aus dem Öl« fordert eine weitere Idee den Ausstieg der Steiermark »aus Öl, Gas und Kohle«. Aha. Abgesehen davon, dass mein in hoffentlich vier bis sechs Wochen geliefertes Automobil wohl verbrennungsmotorbetrieben sein wird, und zumindest ich persönlich damit für die nächsten sieben, zehn Jahre nicht ganz in der Lage sein werde, »raus aus dem Öl« zu gehen, klingt das jedenfalls nett. Wieweit übrigens meine Schwiegereltern dazu in der Lage sind, die keine zwei Jahre alte Heizungsanlage in ihrem Haus nach der Landtagswahl wieder rauszureißen, vermag ich wenig zu beurteilen. (Eine wirkliche Freude werden sie nicht damit haben, soviel vorweg.) Und gerade wollte ich noch schreiben, meine Tanten dafür, die haben ja Fernwärme in ihren Wohnungen, da fällt mir ein: Achso, den wärmespeienden Esel haben die in Wildon noch nicht gefunden. Mein Gott. Es geht um »die Idee« an sich! Was will ich von guten Geistern verlangen, sich trivialer Themen wie »Wohnung beheizen im Winter« oder gar (brrr, BP!) »Autofahren zur Arbeit um damit das Leben selbst zu finanzieren« zu widmen, wo es doch um »die Idee« geht.</p>
<p>Wobei, nach den Wahlergebnissen im Burgenland scheint es sich dort – rein rechnerisch – für alle Grünwähler auszugehen, von den Trillionen Windkraftwerken genügend Energie zum Lebensunterhalt geliefert zu bekommen. Der schmale Rest der 95 Prozent nichtgrünwählenden Burgenländer muss halt schauen.</p>
<p>Im übrigen heißt es ja, kein grüner Funktionär würde es bemerken, wenn der Steckdosenstrom aus einem Atomkraftwerk in Tschechien oder gar (brrr, BP!) einem kalorischen Kraftwerk aus Slowenien kommt. Aber lassen wir solches Hörensagen.</p>
<p>Puh. Jetzt habe ich mich fast nur den Grünen gewidmet, wobei, hätte ich was über Gerhard Kurzmann schreiben sollen? Eben. Und was ich heute auf der Web- seite der Jungen Generation gelesen habe, von »Versachlichung der Diskussion« oder vom »Anforderungsprofil an eine/n neue/n Parteivorsitzende/n« (JG-Steiermark ganz nebenbei), das vergesse ich gleich wieder.</p>
<p>Ich nehme mir vor, mir beim nächsten Mal die ÖVP vorzunehmen und muss schließen, nicht ohne Sie zu beneiden: Spanien tritt in wenigen Minuten gegen Chile an, und Sie kennen schon das Resultat. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass eine große Koalition dem Lande nicht nutzen kann.</p>
<p><em>Zur Lage, Fazit 64 (Juli 2010)</em></p>
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		<item>
		<title>Phonosophicum (Juli 2010)</title>
		<link>http://www.fazitmagazin.at/2010/07/phonosophicum-juli-2010/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 13:16:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Stalder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 64]]></category>
		<category><![CDATA[Phonosophicum]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr als nur Nostalgie Es gibt ja nicht gerade wenige „Glaubenskriege“ unter den Audiophilen. Einer der am heftigsten geführten heißt „Röhre versus Transistor“. Wir Phonosophen werden den Teufel tun, uns an solchen Fehden zu beteiligen. Ob die anheimelnden Glühkolben nun „voller“, „mittiger“, „wärmer“ oder gar „musikalischer“ klingen als schnöde Halbleiter, wollen wir doch lieber unseren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mehr als nur Nostalgie</strong> Es gibt ja nicht gerade wenige „Glaubenskriege“ unter den Audiophilen. Einer der am heftigsten geführten heißt „Röhre versus Transistor“. Wir Phonosophen werden den Teufel tun, uns an solchen Fehden zu beteiligen. Ob die anheimelnden Glühkolben nun „voller“, „mittiger“, „wärmer“ oder gar „musikalischer“ klingen als schnöde Halbleiter, wollen wir doch lieber unseren Ohren und dem, was wir „subjektives Hörempfinden“ nennen, überlassen. <span id="more-951"></span>Aber ebenso würden wir uns davor hüten, edlen Transistoren von Accuphase, Linn oder Ayre die oben genannten Spieltugenden abzusprechen.<br />
Röhrenbestückte Geräte feiern seit Jahren fröhliche Urständ. Es mag ja sein, dass da eher sentimental-emotionale als technisch-rationale Gründe im Spiel sind. Doch gerade in Zeiten, wo die digitale Welt vielerorts als uniform und technisch kaum noch nachvollziehbar empfunden wird, hat der Retro-Trend seine Berechtigung.</p>
<p>Faktum ist, dass sich hochwertige Vertreter beider Provenienzen messtechnisch oft kaum auseinanderhalten lassen. Reine Röhrengeräte zu bauen ist allerdings immer noch ein technischer Mehraufwand, was sich natürlich auch im Endpreis niederschlägt. In der Tat galten hochwertige Röhrenverstärker lange Zeit als unerschwinglich. Dies hat sich geändert – wie der Vollverstärker »DiaLogue One« von PrimaLuna beweist. Das erst 2003 von Herman van den Dungen gegründete niederländische Unternehmen gehört zu den wenigen europäischen HiFi-Schmieden, die sich ausschließlich auf die Entwicklung feinster Komponenten auf der Basis von Röhrentechnik spezialisiert haben. Man fertigt in China vor und finalisiert und testet anschließend in Holland. Dies erklärt das exzellente Preis-Leistungsverhältnis.</p>
<p>PrimaLuna ist es in kürzester Zeit gelungen, zahlreiche Röhrenfans zu gewinnen und einige Auszeichnungen einzuheimsen. Zu Recht, denn der DiaLogue One liefert mit seinem auf EL-34-Röhren aufgebauten Endstufenkonzept klanglich genau das, was man von einem klassischen Röhrenboliden erwartet: warmen, in den Mitten fein abgerundeten, beinahe ätherischen Sound. Zugegeben: die „fragilere“ Betriebsart im Trioden-Modus ist nicht für alle Musikrichtungen geeignet. Ergo bietet der DiaLogue One auch einen so genannten „ultralinearen“ Modus an: In dieser Einstellung entfacht er vom Start weg ein dynamisch etwas spritzigeres und farbenprächtigeres Klangfeuerwerk.<br />
Aber  Spielart hin oder her: Dieser fast 30 Kilo schwere und äußerst solide verbaute Röhrenpanzer hat ausreichend Leistung und Verve unter der Haube (2 x 36 Watt im ultralinearen, 2x 18 Watt im Trioden-Modus), um auch durchaus anspruchsvollere Lautsprecher anzutreiben.</p>
<p>Eine elegant geschwungene Abdeckung aus Metallstäben mit seitlichen Glasscheiben dient als Schutzgitter für die frei stehenden und recht bald mal heiß werdenden Glaskolben. Jede Endröhre ist individuell abgesichert und schützt so im seltenen Fall eines Defektes die restliche Ausgangsstufe. Im Fall der Fälle reicht es also, einfach eine neue Röhre und Sicherung einzusetzen. Das Chassis ist komplett aus massiven Stahlblechen geformt und ausreichend ventiliert. Sowohl die Lautsprecherterminals (wahlweise 4 und 8 Ohm) als auch die Cinchbuchsen sind hochwertig ausgeführt und zwecks optimaler Kontaktsicherheit vergoldet. Die überaus edle und in Metall gehaltene Fernbedienung gestattet die Kanalanwahl, Lautstärkeregelung und Mute sowie das Umschalten zwischen dem Ultralinear- und dem Triodenbetrieb.</p>
<p><em>Fazit: </em>Tube or not Tube! Der DiaLogue One ist Balsam für Augen und Ohren zugleich. Ein spielfreudiges Kraftbündel, aber auch subtiler Feingeist, dessen Wertigkeitsniveau weit über seine Preisklasse hinausragt und nur von erheblich teureren Geräten getoppt wird. Ideal für Röhreneinsteiger und all jene, die schon lange auf eine „Röhre“ spekuliert haben, aber sich bisher nicht getraut haben.</p>
<p><em>Phonosophicum #13, Fazit 64 (Juli 2010)</em></p>
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		<title>Fazit Ausgabe Juli 2010</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 07:45:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fazit 64]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit heute ist das neue Fazit für Sie erhältlich. Die Juliausgabe widmet sich dem Standort Steiermark. Über die Attraktivität der Steiermark als nachhaltiger Standort für Unternehmen, die investieren und produzieren wollen und damit Arbeitsplätze schaffen, wird viel geschrieben. Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung lassen aber in diesen Tagen mit Studien, Strategiepapieren und kritischen Bemerkungen Richtung Politik aufhorchen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit heute ist das neue Fazit für Sie erhältlich. Die Juliausgabe  widmet sich dem <em>Standort Steiermark</em>.</p>
<p>Über die Attraktivität der Steiermark als nachhaltiger Standort für Unternehmen, die investieren und produzieren wollen und damit Arbeitsplätze schaffen, wird viel geschrieben. Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung lassen aber in diesen Tagen mit Studien, Strategiepapieren und kritischen Bemerkungen Richtung Politik aufhorchen. Während die einen schon an der guten Standortqualität, sprich Wettbewerbsfähigkeit des Landes, zweifeln, orten die anderen „dringenden Handlungsbedarf“. Fazit: Der Wirtschaftsstandort Steiermark ist ein heißes Thema im kommenden Landtagswahlkampf.</p>
<p>::: <em>In Kürze auch online verfügbar.</em></p>
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