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Essentials: Josef Lafer

| 23. Dezember 2014 | Keine Kommentare
Kategorie: Essentials, Fazit 109

Foto: Katharina Zimmermann

Beim Vollblutsänger Johannes Lafer dreht sich fast alles um Musik und Genuss. Wobei sich diese zwei Aspekte des Lebens ja gut vereinen lassen. Man kennt ihn bei Auftritten ausschließlich mit Brille und Hut. Für Fazit legt der Entertainer und Menschenfreund seine Essentials auf den Tisch.

Johannes Lafer verlässt sein Haus ohne Hut so gut wie nie. »Wenn ich weder Hut noch Brille trage, bin ich ein anderer Mensch. Teilweise erkennen mich Leute auf der Straße nicht mehr«, sagt er. Es sind wohl Stilgründe, die den Musiker dazu bewegen, mit Hut aufzutreten, denn er lebt den Swing. Immerhin waren Legenden wie das »Rat Pack« rund um Frank Sinatra auch gut gekleidet unterwegs. »Ich kaufe mir übrigens keine teuren Hüte. Den hab ich für relativ wenig Geld in Griechenland erstanden.« Lafer hat sogar einen Songtext über einen Hut geschrieben.

Die Lackschuhe stehen dafür, dass der in Graz lebende Musiker ziemlich viel unterwegs ist. Mit etwa 100 Liveauftritten pro Jahr kommt Johannes Lafer ganz schön herum. Auch das Mikrofon ist auf der Bühne immer mit dabei. »Das Mikrofon steht für die Singerei. Viele glauben, dass das ein Zauberding ist. Dabei dient es nur dazu, die Musik vielen Menschen zugänglich zu machen. Eigentlich ist es nicht mehr als ein Werkzeug«, analysiert der Sänger. Lafer hat auch mehrere Instrumente wie Querflöte, Saxofon oder Klarinette gelernt, doch Gesang ist seine große Leidenschaft. Im Großen und Ganzen sind ihm die kleinen Auftritte am sympathischsten, denn da kann das Publikum die Musiker fast angreifen. »Manchmal kann das auch nach hinten losgehen. Zum Beispiel, wenn mir der Hut einfach vom Kopf ‚gestohlen‘ wird. Das ist sehr lästig«, lacht Lafer.

Die CDs, die Johannes Lafer auf seinem Esstisch aufgelegt hat, sind eine komplett zufällige Auswahl: »Insgesamt besitze ich wohl 6.000 davon. Sie zu kaufen bringt dem Künstler eine gewisse Wertschätzung entgegen«, erklärt er. Jetzt ist es auch bald so weit, dass es eine Johannes-Lafer-CD gibt: 2015 möchte Lafer eine eigene Platte mit deutschsprachigen Liedern herausbringen. Warum es bis dato noch keine solche gibt? »Weil eine CD immer gleich ist. Im Unterschied dazu ist das Livespielen jedes Mal anders. Jeder Moment ist einzigartig, egal wie oft du spielst. Das ist das Schöne daran.« Das Notenbuch »The New Real Book« versorgt Lafer übrigens mit neuer alter Musik aus dem Jazz- und Swingsektor.

Mit dem schottischen Whisky aus dem Hause »Oban« belohnt sich Johannes Lafer manchmal, denn er ist Genussmensch. Dazu gehört auch Wein. »Ich bin dabei ganz klassisch in Österreich geblieben und trinke Weißwein aus der Südsteiermark, begeistere mich aber immer mehr für Weine aus der Gegend rund um Straden. Die Wachau ist ebenfalls ein heißer Tipp. Außerdem stehe ich auf Rotweine aus dem Mittelburgenland«, sagt der Weinfreund und fügt hinzu, dass man als Musiker oft einen Freibrief hat. Man lernt in allen Bereichen interessante Menschen kennen. So wie vor etwa 20 Jahren Karl Thaller. Dieser hat den Sänger schlussendlich auf den Wein gebracht.

Mehr über den Musiker Johannes Lafer findet man im Internet unter smartexportgruppe.com oder auf seiner Facebookseite.

::: Hier können Sie den Text online im Printlayout lesen: LINK

Essentials (10), Fazit 109 (Jänner 2015), Foto: Katharina Zimmermann

 
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