Anzeige
FazitOnline

Essentials: Reinhard Kleindl

| 2. Juli 2015 | Keine Kommentare
Kategorie: Essentials, Fazit 114

Foto: Katharina Zimmermann

Theoretischer Physiker, professioneller Slackliner und Krimibuchautor – das ist ja einmal eine Berufsbezeichnung! Reinhard Kleindl ist ein Mann vieler Talente. Diese spiegeln sich auch in seinen Essentials wider, die von Karabinern bis zu E-Readern reichen.

Zuerst kam das Slacklinen (eine Form von Seiltanzen), Kleindl war einer der Pioniere in der Grazer Szene. Bereits seit zehn Jahren balanciert er von Baum zu Baum und mittlerweile hauptsächlich von Fels zu Fels, denn es ist die »High Line«, die ihn fasziniert. Egal ob er jetzt über die Mur oder die Victoria-Wasserfälle geht – Slacklinen macht Reinhard Kleindl glücklich. Dafür braucht er auch den Klettergurt der Marke Black Diamond. »Eigentlich versuche ich mich beim Sturz immer abzufangen, deswegen sind auch die Handschuhe mit dabei«, beschreibt er seine Technik. Damit die Handschuhe auch bei großer Hitze angenehm zu tragen sind, hat er sich das leichteste Modell ausgesucht. Aktuell hält Kleindl den österreichischen Rekord für die »Long Line«, dieser wurde in der Weststeiermark aufgestellt. Wo genau, verrät Kleindl nicht. Bei allen Slacklineabenteuern hat der Sportler auch immer die Leash dabei, das ist die Sicherheitsleine, an der sein Leben hängt. »Genial ist der Karabiner, der eigens für das Slacklinen entworfen wurde und gleichzeitig ein Kugellager hat, mit dem man zurückrollen kann, wenn einem die Energie ausgeht«, sagt Kleindl, der als Sponsor schon seit mehreren Jahren auf Adidas setzt. Unschwer ist das an der weißen Sportbrille und dem knallblauen Helm zu erkennen. Vom Nationalpark Yosemite in Kalifornien über den Kinabalu in Borneo bis zu den drei Zinnen in Südtirol spannte er seine Slackline und spazierte scheinbar problemlos darüber.

Der technische Physiker hat auch ein Faible fürs Schreiben. Als Journalist verfasst er für die Wissenschaftsrubriken diverser Zeitungen Artikel. Dafür braucht er vor allem sein Netbook, aber auch das schwarze, smarte Notizbuch und den grünen Stift. Denn Interviews sind auch für jemanden mit technischem Hintergrundwissen enorm wichtig. »Manchmal, wie nach meiner Iranreise, schreibe ich auch Indiana-Jones-Geschichten, die sich um Wissenschafter in der Vergangenheit drehen.

Mittlerweile hat er auch einen Erstlingsroman mit dem Titel »Gezeichnet« unter eigenem Namen herausgebracht. Davor gab es Werke unter einem Pseudonym. »Ich habe ‚Gezeichnet‘ als Trilogie angelegt und bin gerade dabei, den letzten Teil zu schreiben,« erklärt er. Etwa ein Jahr braucht er, um ein Buch so hinzubekommen, wie es dann auch veröffentlicht werden kann. Dabei hilft der E-Reader von Sony, auf dem er sich seinen eigenen Text immer wieder durchliest und später über die Kommentarfunktion überarbeitet. »So spare ich Papier und muss nicht viel mit mir herumtragen«, sagt der Autor, der noch sieben weitere Bücher in der Schublade hat und mit seinem ersten Buch auf Lesereisen und Veranstaltungen unterwegs ist. Da werden wir wohl auch in Zukunft viel von Reinhard Kleindl lesen, sehen und hören.

Mehr Infos über den Slackliner, Journalisten und Autor Reinhard Kleindl finden Sie auf seiner Webseite unter reinhardkleindl.at

::: Hier können Sie den Text online im Printlayout lesen: LINK

Essentials (15), Fazit 114 (Juli 2015) – Foto: Katharina Zimmermann

 
Anzeige

Wellbeback

 

Kommentare

Antworten