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Essentials: Marion Luttenberger

| 22. Dezember 2015 | Keine Kommentare
Kategorie: Essentials, Fazit 119

Foto: Katharina Zimmermann

Porträts, gutes Essen, Arbeiten mit Konzept und Köpfchen – die Grazer Fotografin Marion Luttenberger hat ein Händchen für gute Inszenierung und liebt ihren Job. Für Fazit hat sie ihre Essentials auf ihrer Lieblingsdecke aufgelegt und erzählt, warum es genau diese Sachen aufs Foto geschafft haben.

Die 28-Jährige hat sich vor zwei Jahren den Traum der Selbstständigkeit erfüllt und liebt, was sie tut. »Mir gefällt die Mischung. Porträts, Dokumentationen, Konzeptarbeiten und dabei spannende Menschen kennenlernen mag ich extrem gerne.« Alles hat mit der ersten Kamera begonnen, die sie zum 16. Geburtstag bekommen hat. Ganze zwei Megapixel schafft das Gerät. »Ich hatte meine Kamera immer mit dabei, so kannten mich die anderen Schüler dann, so habe ich schon damals viele neue Leute kennengelernt«, erinnert sie sich. »Mein ganzes Leben ist von meiner Arbeit beeinflusst. Und meine Arbeit von meinem Leben. Ich muss immer wieder darüber nachdenken, wie alles angefangen hat, und reflektiere gerne, an welchem Punkt ich gerade bin und wie es weitergehen wird. Dafür ist diese erste Kamera ein gutes Symbol«, sagt sie. Auch seit der Schulzeit immer dabei: ungewöhnliche Dinge, die Luttenberger einfach immer griffbereit hat, so auch das Nähzeug. »Letztens hatte ich großes Klassentreffen und ein ehemaliger Schulkollege hat sich einen Knopf abgerissen. Er ist automatisch zu mir gekommen und hat gefragt, ob ich etwas zum Nähen dabei habe«, lacht Luttenberger.

Die Essentials liegen auf einer grauen Schafwolldecke von »Grüne Erde«, ihrer Schlafdecke: »Sie war zwar keinesfalls billig, allerdings habe ich beschlossen, bewusster und nachhaltiger einzukaufen und weg von der Masse, hin zu individuellen Stücken von guter Qualität zu gehen«, sagt die Fotografin. Und ist es ihr wichtig, die Räumlichkeiten, in denen sie lebt und arbeitet, gemütlich zu gestalten. Sie liebt Kerzen, Duftlampen und Pflanzen. Die kleinste davon – ein Kaktus – hat es auch auf das Foto geschafft. Gemütlich wird es auch mit Tee. Gleich in der Früh wird der erste zubereitet. Besonders anfällig ist Luttenberger auf Tees, die Harmonie und Glück bereits im Namen versprechen. »Da falle ich lustigerweise gerne auf Marketingtitel rein«, sagt sie. Dazu gesellt sich auch die Schokolade. »Es gibt keinen Tag ohne Schokolade. Natürlich ist Zotter mein Liebling«, sagt sie. Was auch fixer Bestandteil ihres Lebens ist: Listen. Luttenberger schreibt sie, um Gedanken zu ordnen und ihre nächsten Schritte zu strukturieren. Die Spielkarten sind ihre Alternative zum Handy vorm Schlafengehen. »Meistens spielen mein Freund und ich vorm Schlafengehen noch Karten«, erklärt sie. Da werden Duelle im Schnapsen oder Rommé ausgetragen. Die Kette ist eine private Erinnerung an eine Freundin, die sie in ihrer Zeit in Kanada kennengelernt hat, und steht für Dinge, die Marion Luttenberger von lieben Menschen geschenkt bekommen hat. »Ich bewahre auch Briefe und andere Kleinigkeiten in einer Lade bei mir zu Hause auf. Es sind die Erinnerung, die zählen«, so Marion Luttenberger.

Marion Luttenberger ist seit zwei Jahren als Fotografin in Graz tätig. Weitere Informationen über sie gibt es unter marionluttenberger.com.

::: Hier können Sie den Text online im Printlayout lesen: LINK

Essentials (20), Fazit 119 (Jänner 2016, 10/2015) – Foto: Katharina Zimmermann

 

 
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