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Der SPÖ-Aufmarsch und die Kuckuckseier

| 3. Mai 2010 | Keine Kommentare
Kategorie: Aktuell, Allgemein

Es gibt Dinge, die kann man nicht verhindern. Etwa, dass der politische Gegner die Rede des eigenen Parteichefs stört. Oder, dass der politische Gegner gar in den eigenen Reihen mitmarschiert. Der SPÖ wurde auf jeden Fall am 1. Mai gleich mehrmals die Show gestohlen.

Der 1. Mai gehört nicht mehr der SPÖ allein. Zwar hatten die steirischen Roten mit Abstand die größte Veranstaltung am Hauptplatz. Mit kleinen aber wirksamen Aktionen konnten die Mitbewerber des linken Spektrums aber Voves, Schrittwieser und Co die Show stehlen. Wie bestellt, marschierten etwa die Kommunisten, inklusive Kurdenblock am Ende des Zuges, genau zur Rede des Landeshauptmanns am Hauptplatz vorbei.

So konnten wir uns zwar vorstellen, dass Voves wieder forderte die Reichen für die Krise zahlen zu lassen. Wahrscheinlich hat er sogar erklärt wie er das zu tun gedenkt. Lediglich verstehen konnte ihn niemand. Nicht weil seine Ausführungen zu komplex waren. Nein. Die Lautstärke des politischen Gegners war ausschlaggebend. Der Zug der Kommunisten, samt Trillerpfeife, dem Kampflied „Internationale“ und einer kleinen Marschkapelle, war einfach zu laut und die Lautsprecheranlage der Roten war dem Gegenwind nicht gewachsen. Dieser Punkt ging definitiv an den scheidenden KPÖ-Chef Ernest Kaltenegger.

Aber auch die Grünen konnten der SPÖ ein Kuckucksei ins Nest legen. Niemand Geringerer als der Neo-Spitzenkandidat Walter Kogler mischte sich unter die Roten. Sogar zum offenen Gespräch mit Landeshauptmann Franz Voves ist es gekommen. So posierte Voves lächelnd mit dem Grünen Spitzenkandidaten für ein Foto des eingeschleusten Fotografen der Grünen. Ob das schon die Verlobungsfeier zur anstehenden Politehe im September war? Immerhin war das Motto der roten Veranstaltung: „Jetzt schon für den September marschieren.“ Vorerst hat Kogler den Landeshauptmann nur zu einer Zweier-Diskussion eingeladen. Mit dieser Guerilla-Marketing-Aktion hat Kogler aber zumindest eines erreicht: Dem Landeshauptmann wurde einmal mehr die Show gestohlen.

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