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Phonosophicum (Mai 2011)

| 25. Mai 2011 | Keine Kommentare
Kategorie: Fazit 72, Phonosophicum

Tiefbass-Genuss In Sachen Subwoofer ist Velodyne Acoustics seit Langem die Referenzadresse. Mit den vier Modellen der CHT-Q-Serie  untermauern die Kalifornier einmal mehr ihre Poleposition als Tiefton-Spezialisten und beweisen, dass ein guter aktiver (also mit integrierter Endstufe versehener) Subwoofer jede Gerätekette enorm aufzuwerten vermag – und ganz einfach Spaß machen kann. Jedes Q-Modell bietet obendrein digitale Signalprozessoren (DSP), mithilfe derer alle Audiofunktionen des Bassisten via Fernbedienung präzise gesteuert werden können. Ein besonderes Schmankerl sind die vier bequem vom Hörplatz abrufbaren Einstellungen für Film, Rock, Jazz/Klassik oder Spiele.
Der CHT-8Q, der „kleinste“ der vier Brüder, bringt in seinem MDF-Gehäuse immerhin noch zwanzig Kilo auf die Waage und wird von einer Class-D-Endstufe mit 180 Watt Sinusleistung angetrieben, welche wiederum das 20-cm-Frontchassis befeuern. Der Treiber ist mit einem ventilierten Polkern ausgestattet, der nicht nur den Wirkungsgrad anhebt, sondern auch für eine höhere Langzeitstabilität sorgt. Für den 1,13 kg schweren Magneten wurde eine doppelt gewickelte Kupferschwingspule konzipiert.
Jeder Subwoofer muss sich klanglich optimal  in die vorhandenen Partner des Audiosystems integrieren. Um eine exakte Anpassung an die Hauptlautsprecher und die Raumakustik kümmert sich die fein justierbare 40 – 120-Hz-Tiefbassweiche (oberhalb der eingestellten Frequenz wird der Subwoofer ausgeblendet). Mit dem Phasenregler (Einstellungen 0°/90°/180°/270°) kann ein möglicher Laufzeitversatz zwischen Subwoofer und Hauptlautsprechern ausgeglichen werden, der im ungünstigsten Fall zu Schallauslöschungen oder Frequenzüberhöhungen führen kann. Die ebenfalls rückseitig angebrachte Funktion „Subwoofer Direct“ erlaubt es, die interne Frequenzweiche des Woofers zu umgehen und die Bassfilterung einem angeschlossenen Receiver oder Surroundprozessor zu überlassen. An Anschlüssen stehen sowohl Speaker-Level-Ein-/Ausgänge für bereits verstärkte Signale als auch Line-Level-Eingänge für lediglich vorverstärkte Signale bereit – selbstverständlich vergoldet, wie es sich für diese Preisliga gehört.
Als sehr praktisch und kinderleicht durchführbar erweist sich die automatische Raumeinmessung mittels mitgelieferten Mikrofons (inkl. Standfuß und 8-Meter-Kabel).

Fazit: Anspruchsvolle Tiefbass-Genießer trennen sich nicht mehr von ihm, wenn sie ihn einmal erlebt haben. Es ist beeindruckend, wie souverän der CHT-8Q in die Tiefe hinabzusteigen vermag und sowohl im Multichannel- als auch im 2.1-Stereobetrieb ein makelloses und subtiles Klangbild abzubilden imstande ist. In Wohnräumen bis 25m2 fühlt sich der kleine Amerikaner am wohlsten. Sein Aufbau mit Bassreflexöffnung erlaubt eine flexible Raumpositionierung, für die man sich aber wie bei jedem Subwoofer ausreichend Zeit nehmen sollte (jeder Hörraum hat seine akustischen Tücken!). Einfach ausprobieren! Hörsitzungen mit speziellen Test-CDs zahlen sich aus. Denn bereits um wenige Zentimeter verschoben, kann sich das Basserlebnis wesentlich verändern.

Phonosophicum #21, Fazit 72 (Mai 2011)

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