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Zukunftsvisionen, kulturelle Phasenverschiebung, Vielfalt und eine Hommage an Star Trek

| 30. April 2015 | Keine Kommentare
Kategorie: Essay, Fazit 112

Foto: PaperwalkerEin Essay von Maryam Laura Moazedi. Ein Streifzug durch die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte und eine Übersicht, welche Rolle dabei Gendergerechtigkeit spielt.

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Mag. Maryam Laura Moazedi ist Diversity-Managerin und Leiterin der Human-Resources-Abteilung der Legero Schuhfabrik GesmbH sowie Universitätslektorin am Institut für Wirtschaftspädagogik der Grazer Karl-Franzens-Universität. moazedi.org

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Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre unterwegs ist, um fremde Galaxien zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.
Intro zur Fernsehserie »Raumschiff Enterprise«, USA 1966–1969

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Die Zukunft aus der Sicht der Vergangenheit, aufgezeichnet von einer legendären Serie aus den 1960er-Jahren: »Star Trek« (Raumschiff Enterprise). Das Morgen wird definiert durch Technologie, einem beinahe standardisierten Symbol für Zukunft. Technologischer Fortschritt bildet auch abseits von Science Fiction eine nahezu reflexartige erste Assoziation mit der Zukunft. Vorstellungen manifestieren sich beispielsweise in Konzepten zur Mobilität, Kommunikation oder Stadt der Zukunft in erster Linie durch Technik: schwebend, fliegend, drahtlos, schwerelos, endlos, höher, weiter, leichter, schneller, Staunen. Bei Star Trek symbolisieren Warpantrieb, Beamen, Phaser, Tricorder und Holodeck den fortgeschrittenen Entwicklungsstand der Menschheit. Neben einer viel interessanteren Dimension.

Technologischer Fortschritt war ein wesentlicher Bestandteil von Star Trek. Und er blieb nicht nur in dieser Science-Fiction-Fernsehwelt, sondern inspirierte die reale Welt. Es heißt, der Tricorder des Schiffsarztes McCoy wäre in Form der Kernspintomographie Realität geworden, die Bordcomputer, aus denen Musik abgerufen wird sollen die Vorlage für den »Ipod« sein, der Kommunikator wird als Vorgänger des Mobiltelefons bezeichnet, Nestlé soll bei der Entwicklung eines 3D-Druckers zur Produktion maßgeschneiderter Nahrung im Enterprise-Replikator Inspiration gefunden haben, das Massachusetts Institute of Technology (MIT) führt Experimente durch, deren Konzepte aus Star-Trek-Folgen stammen, an Schulen dienen einzelne Drehbuchsequenzen als Motivatoren in naturwissenschaftlichen Fächern und der erste NASA-Spaceshuttle Orbiter wurde nach der Enterprise benannt. Star Trek trieb technologischen Fortschritt an. Neben einer viel interessanteren Dimension.

Technologische Entwicklung ist telegen, spannend, regt die Phantasie an und gibt vermutlich im Allgemeinen weniger Anlass, anzuecken und unangenehm zu werden. Da tut sich kulturelle Entwicklung schon deutlich schwerer. Nach William Ogburns Theorie der kulturellen Phasenverschiebung aus den 1920er-Jahren erfolgt technischer Fortschritt in unserer modernen Industriegesellschaft rasch während der Fortschritt der immateriellen Kultur, soll heißen Werte und Normen, mit dem Tempo des technischen Fortschritts nicht mithalten kann. Zwar entwickeln wir auch unsere Denkweisen weiter, allerdings wesentlich langsamer als wir die Technik entwickeln. In diesen zeitlichen Asymmetrien sieht Ogburn den Grund für soziale Probleme und Konflikte. Anders bei Star Trek. Deren progressive Denkweise beschränkt sich nicht auf technologisches Know-How. Ganz im Gegenteil. Was diese Serie so besonders macht, ist die soziale Weitsicht.

Captain James T. Kirk, Erster Offizier und Wissenschaftsoffizier Mr Spock, Kommunikationsoffizierin Lieutenant Nyota Uhura, Schiffsarzt Leonard McCoy, Chefingenieur Montgomery Scott sowie die Steuermänner Hikaru Sulu und Pavel Chekov; die Besatzung des Raumschiffs Enterprise von der »Vereinten Föderation der Planeten« erkundet den Weltraum. Das heterogene Team ist der Recruitingtraum aller Diversitybeauftragten; US-Amerikanerinnen und Amerikaner, ein zur Zeit des Kalten Krieges üblichen stereotypen Darstellungen widersprechender Russe, ein Asiate, eine Frau, nicht irgendeine Frau, eine schwarze Frau. Star Trek war seiner Zeit voraus und vielleicht ist das mit Grund, warum das Kultpotenzial spät erkannt wurde. NBC stellte die Serie nach nur drei Staffeln ein, erst als Paramount Studios die Rechte erwarben und die Serie wieder ausstrahlten, wurde sie international zum Erfolg und erlangte Kultstatus.

»Number One«
Gene Roddenberry, überzeugter Humanist und Pazifist, schuf mit Star Trek ein Universum, das von seiner Weltanschauung geprägt war. Schon sein erster Pilotfilm aus dem Jahr 1964 trägt seine progressive Handschrift. Das streng hierarchische System mit Captain Christopher Pike (dem Vorgänger von Kirk) an der Spitze sah eine Frau als erste Offizierin vor, »Number One«.  Number One war keine Dekoration, sie wurde als eine aktive Rolle geschrieben. Ihr Vermögen, rational zu denken wurde hervorgehoben, was insbesondere von Interesse ist, wenn man bedenkt, dass das dichotomisierende Klischee der emotional gesteuerten, irrationalen Frau als Gegenpart zum rationalen Mann bis heute überlebt hat … wenngleich mittlerweile in abgeschwächter Form. Roddenberry skizzierte damals ein Frauenbild, das noch völlig unvorstellbar und utopisch war, selbst für eine Erzählung, die Anno 2200 spielte. Er zeichnete damit ein Bild, das überforderte. Dem Sender NBC war eine Frau als erste Offizierin ein zu großer Schritt und er drängte Roddenberry, sie herauszuschreiben, weil das Publikum noch nicht so weit sei, eine Frau in dieser Rolle zu akzeptieren.  Zudem ergab die Ausstrahlung vor einem Testpublikum zwar im Großen und Ganzen positive Reaktionen, an Number One wurde allerdings vergleichsweise mehr Kritik geübt. Roddenberry war vor allem von den Reaktionen der Frauen enttäuscht, die Ausdruck fanden in »Was glaubt sie, wer sie ist?«

Im zweiten Pilotfilm, ein Jahr darauf, übernahm Spock ihre Funktion, in einer neuen Konstellation mit Captain James Tiberius »Jim« Kirk, der Captain Pike abgelöst hatte. Faszinierend war die rührende Sorge des Senders, was man im ersten Pilotfilm dem Publikum zutrauen könne. Sie bezog sich nicht auf die Darstellung der Einwohner des Planeten Talos IV, den Talosianern mit riesigen Köpfen, weil sie intellektuell sozusagen weiterentwickelt sind, sich deswegen auch nicht verbal verständigen, sondern nur mehr telepathisch kommunizieren. Die Sorge bezog sich auch nicht auf das Raumschiff, das Beamen, Laserwaffen, die Möglichkeit, Illusionen hervorzurufen, die alles wahr zu machen scheinen und das Vermögen, physische Schmerzen durch telepathische Kräfte zu verursachen. Grüne Tänzerinnen vom Planeten Orion schienen ebenso kein Grund zur Sorge zu sein, was dem Publikum zumutbar ist. Eine Frau als Erste Offizierin war zu viel an Science Fiction.

Auf die »Original Series« mit Captain Kirk in den 60er-Jahren folgte in den späten 80ern bis Mitte der 90er-Jahre »The Next Generation« mit Captain Picard, Anfang bis Ende der 90er »Deep Space Nine« mit dem schwarzen Benjamin Lafayette Sisko und Mitte der 90er bis Anfang des 21. Jahrhunderts »Voyager« mit Captain Kathryn Janeway. Mitte der Neunzigerjahre war anscheinend für das Publikum die Zeit auch kulturell reif für den ersten weiblichen Captain.

Das G-Wort
Und damit sind wir eigentlich schon mittendrin, im missverstandenen, geächteten, emotional und politisch aufgeladenen, instrumentalisierten, sagen- und mythenumwobenen, als »Wahn« lächerlich und mundtot gemachten Thema Gender. Gender bezieht sich, etwas verkürzt dargestellt, auf soziokulturelle Aspekte der Geschlechtlichkeit, auf die Konstruktion und Inszenierung des sozialen Geschlechts. Es leugnet nicht die Existenz des biologischen Geschlechts. Es ersetzt dieses auch nicht, wie gerne um geistreiche Pointen bemüht polemisiert wird. Es stellt auch keine drohende Konkurrenz dazu dar und nimmt niemandem das biologische Geschlecht weg. Es relativiert. Und es steht in Wechselwirkung damit. Gender ist das Produkt von sozialen Zuschreibungen, von Rollenerwartungen und deren normierenden und stereotypisierenden Wirkungen in Organisationen und Regelsystemen, das Produkt von Einflüssen aus dem direkten Umfeld und Medien. Gender ist ein dynamischer Begriff und spiegelt die Gesellschaft im zeitlichen Wandel wieder.

Gender wirkt, wenn Wissenschaftlerinnen, wie etwa die Kernphysikerin Lise Meitner, zu Beginn des 20. Jahrhunderts keinen Zugang zu Labors hatten und beispielsweise das damalige Kaiser-Wilhelm-Institut durch einen Hintereingang betreten mussten. Keine biologischen Merkmale der Frau waren dafür verantwortlich, dass der Haupteingang inkompatibel mit der weiblichen Physis gewesen wäre. Es war das damals vorherrschende Frauenbild, das mit einer Teilnahme an Naturwissenschaften nicht vereinbar war. Gender wirkt, wenn heute die Kosmonautin Yelana Olegovna Serova bei einer Pressekonferenz gefragt wird, wie sie ihr Haar auf der Internationalen Raumstation in Form hält, während ihren männlichen Kollegen nur fachliche Fragen gestellt werden. Frauen haben nicht kollektiv die Herzeigbarkeit ihrer Frisur als größtes Problem in ihrer DNA verankert. Das Umfeld kommuniziert vielmehr, dass Frau in keiner Lebenslage ihre Optik vernachlässigen darf, ob auf der Internationalen Raumstation oder beim Verzehr von Pizza, Burger oder Schokolade. Und will man Darstellungen in Werbeeinschaltungen glauben, so hat sie beim Essen stets im Hinterkopf, ob sie auch lasziv genug in den Burger beißt.

Gender wirkt, wenn Vegetarier belächelt werden, weil ihre Ernährungsweise unmännlich ist und archaisch anmutende riesige Mengen Fleisch als ein Zeichen für wahre Männlichkeit gelten. Gender wirkt, wenn wir leblosen Objekten in Abhängigkeit ihres Artikels, also grammatikalischen Geschlechts, ein biologisches Geschlecht und dessen stereotypen Attribute zusprechen, wenn beispielsweise in einer Untersuchung »die« Brücke im Deutschen als schön, elegant, zerbrechlich, hübsch und schlank beschrieben wird, während »der« Brücke im Spanischen (el puente) als groß, gefährlich, stark, lang und kräftig gilt. Gender wirkt, wenn Frauen ungeeignet für die Luftfahrt sind und gleiches für Männer in der  Krankenpflege oder Kindergärtnerei gilt. Gender wirkt, wenn Frauen keine Hosen und Männer kein Rosa tragen dürfen. Gender wirkt, wenn große Orchester ihren Frauenanteil automatisch anheben, indem sie »blind auditions« einführen, bei denen das Geschlecht der BewerberInnen verborgen bleibt und somit nicht ablenkt. Gender wirkt, wenn selbst Musikinstrumente mit einem Geschlecht verbunden und diese Verbindungen forciert werden, durch die zerbrechliche Frau an der zarten Harfe, den robusten Mann an der kräftigen Posaune. Gender wirkt, wenn Frauen mit einer deutlichen zeitlichen Verzögerung das Wahlrecht zugesprochen wird. Gender wirkt, wenn Studierende ihr Lehrpersonal in Abhängigkeit von deren Geschlecht anders beurteilen, gleiches Verhalten bei Männern als brilliant und lustig bezeichnen, bei Frauen als herrschsüchtig und aggressiv.

Gender wirkt, wenn Frauen erst seit 1972 am Boston Marathon teilnehmen können, weil man bis dahin an der Weisheit festhielt, sie seien physiologisch ungeeignet für Marathonstrecken. Als Katherine Switzer 1967 teilnahm, gab es eine Rangelei, weil der Renndirektor Jock Semple sie, eine Frau, entdeckte und ihr die Startnummer entreißen wollte. Switzer lief dennoch die gesamte Strecke; 29 Jahre später wurde ihre Teilnahme rückwirkend offiziell anerkannt. 1963 lief Merry Lepper inoffiziell eine Marathonstrecke trotz der damaligen Beschränkung von 880 Meter für Frauen, zum eigenen Schutz, versteht sich, die Sorge um die Gesundheit von Frauen galt – allen Ernstes – deren Ovarien, die bei einer längeren Strecke Schaden nehmen würden. Ein medizinischer Grund wurde auch Jahrzehnte zuvor vorgeschoben, als Frauen das Radfahren untersagt war. Rad fahrende Frauen würden das »Fahrradgesicht«-Syndrom entwickeln und schwarze Augenringe bekommen, so die Warnung von Ärzten. Und überhaupt wären Rad fahrende Frauen ein hässlicher Anblick.

Gender wirkt auch auf sprachlicher Ebene. Geschlechtsneutrale und inklusive Formulierungen evozieren andere Assoziationen als das generische Maskulinum, auch wenn letzteres mit der Gedankenblase versehen ist, sich Frauen und Töchter dazu zu denken und dem Schutz der Sprache dienen soll, die ja automatisch durch »das Gendern« verhunzt wird. Empirische Studien in den unterschiedlichsten Sprachen zeigen eindeutige Zusammenhänge. Wird rein maskulin formuliert, so denkt man primär an männliche Repräsentanten, so das zusammenfassende Fazit, das »Mitmeinen« der Frauen funktioniert nicht automatisch. Auch hier übernimmt Star Trek eine Vorreiterrolle. Hieß das Intro bei Captain Kirk in den 1960er-Jahren noch »Dies sind die Abenteuer des neuen Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre unterwegs ist, um fremde Galaxien zu erforschen«, wurde es bei Captain Picard in den 1980er-Jahren modernisiert und verzichtete auf die »400 Mann«: »Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir befinden uns in einer fernen Zukunft. Dies sind die Abenteuer des neuen Raumschiffs Enterprise, das viele Lichtjahre von der Erde entfernt unterwegs ist, um fremde Welten zu entdecken, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen. Die Enterprise dringt dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.« Der vorgelagerte Schritt kam aus dem englischsprachigen Original. Sprach Kirks Stimme noch aus dem Off: »Space: the final frontier. These are the voyages of the starship Enterprise. Its five-year mission: to explore strange new worlds, to seek out new life and new civilizations, to boldly go where no man has gone before«, transformierte Captain Picard »to boldly go where no man has gone before« zu »to boldly go where no one has gone before«.

Die Liste der Beispiele aus den unterschiedlichsten Jahrzehnten ließe sich mühelos fortsetzen. Sie tauchen in verschiedenen Bereichen auf und haben in Wechselwirkung mit Zeit und Kultur andere Ausprägungen. Aber sie sind noch da, zum Teil vielleicht subtiler, oft einfach anders. Gender wirkt, wenn Mitte der Sechzigerjahre eine Frau als Darstellerin der Ersten Offizierin eines Raumschiffs nicht anerkannt wird, weil sie eine Frau ist und nicht aus individuellen Gründen.

Stereotypen
Und irgendwann kommt die Botschaft, das vermeintliche Wissen um die eigene Unfähigkeit an. Stereotypen wirken auf beide, stereotypisierende und stereotypisierte Menschen. Ist man ihnen lange genug ausgesetzt, bekommt man lange genug mitgeteilt, wie man denn sei, was man könne, was man dürfe und solle weil man beispielsweise eine Frau ist, können diese stereotypen Vorstellungen verinnerlicht werden, kann die Internalisierung zur Selbststereotypisierung führen. Stellvertretend für eine Vielzahl an Untersuchungen sei hier kurz eine zu den Wirkungen der sogenannten »Bedrohung durch Geschlechterstereotype« dargestellt. Einer Gruppe von Studentinnen naturwissenschaftlicher Studienrichtungen wurde vor der Bearbeitung von Aufgaben mitgeteilt, dass es geschlechtsbedingte Unterschiede gäbe und Männer besser bei den Aufgaben abschneiden würden. Einer zweiten Gruppe wurde gesagt, dass es keine geschlechtsspezifischen Unterschiede gäbe (diese Gruppe wurde durch diese Information für die Thematik sensibilisiert und daran erinnert, dass sie Frauen sind) und einer dritten Gruppe wurde nichts dergleichen gesagt. Ergebnisse zeigten klare Tendenzen und Abstufungen. Am schlechtesten schnitt jene Gruppe ab, der Unterschiede mitgeteilt wurden, mittelmäßig jene, der gesagt wurde, es würde keine Unterschiede geben und am besten jene, deren Genderkategorie erst gar nicht wach gerüttelt bzw. aktiviert wurde. Wir verhalten uns nach den uns suggerierten Stereotypen, ganz nach dem Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung.

Stereotypisierungen sind allerdings keine »Gendersache«. Sie wirken überall, wo Kategorien geschaffen werden. Die Mechanismen sind ähnlich bis ident. Das Alter, zum Beispiel, ist eine Dimension, die hartnäckig mit einseitigen, negativen Stereotypen und Vorurteilen bar evidenzbasierter Ansätze verbunden wird und zu einer höchst problematischen und besorgniserregenden Altersdiskriminierung führt. Das Besondere ist, Negativassoziationen mit Alter werden geschaffen lange bevor der Mensch in das betreffende Alter gekommen ist. Wir erlernen sie noch in jungen Jahren, Jahrzehnte bevor sie uns betreffen könnten. Diese zeitliche Vorlagerung verleiht ihnen eine zusätzliche Akzeptabilität. Ist der Mensch dann »betreffend alt«, ist er auch schon mit allen einschränkenden Vorurteilen gegen sich selbst ausgestattet und bestens darauf vorbereitet, möglichst schlecht zu altern. Auch dazu gibt es eine Vielzahl von Untersuchungen, die diese Ergebnisse bestätigen. In einer dieser Studien wurden einer Gruppe älterer Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen eines vorgeschobenen Sprachexperiments neutrale Wörter vorgegeben, die zu bearbeiten waren während einer zweiten Gruppe Wörter vorgegeben wurden, die an Altersstereotypen erinnern. Am Ende wurde – ohne Wissen der TeilnehmerInnen – die Zeit gemessen, die die Personen bis zum Ausgang brauchten. Jene, die mit stereotypen Stimuli gearbeitet hatten, waren langsamer und brauchten länger – ganz dem Klischeebild des alten, langsamen Menschen entsprechend. Das Aktivieren negativer Altersstereotype wirkt sich nicht nur auf das Tempo aus, sondern beispielsweise auch auf Handschrift und kardiovaskuläre Reaktivität. Altersstereotype haben einen größeren Effekt auf Gesundheit und sogar Lebenserwartung als Cholesterinwerte oder der systolische Blutdruck. Negative Altersbilder, wenn internalisiert, verkürzen die Lebenserwartung im Durchschnitt um 7,5 Jahre (Cholesterin und systolischer Blutdruck werden mit einer durchschnittlichen Verkürzung von vier Jahren verbunden). Und da können wir noch so oft lesen, dass es immer mehr ältere Menschen gibt, dass diese älteren Menschen zudem immer älter werden, dass das Thema uns alle betrifft, dass man heutzutage anders altert als früher, dass Alter einseitig defizitär behandelt wird und es noch andere Seiten gibt. Wir halten fest an den Stereotypen, die uns Lebensqualität und Jahre kosten.

Die Dimensionen lassen sich austauschen, die Mechanismen bleiben gleich. So geht auch internalisierte Homonegativität mit Krankheitssymptomen, geringerem Selbstwert, Selbststigmatisierung und einer mangelhaften sozialen Integration einher.

Ein letztes Beispiel für internalisierte Vorurteile sei noch erwähnt, gleich anhand einer Untersuchung aus dem Jahr 1939, die bis heute unzählige Male repliziert wurde. Schwarzen US-amerikanischen Kindern wurden eine schwarze und eine weiße Puppe mit den Fragen vorgelegt, welche Puppe schöner wäre, welche hässlich, welche aussehen würde wie sie selbst und mit welcher sie lieber spielen würden. Eine klare Mehrheit zog die weiße Puppe vor und empfand sie als schöner. Während man in der damaligen Zeit die Ergebnisse auf Segregation und den vorherrschenden ungeniert offenen Rassismus zurückführen konnte, zeigen auch Ergebnisse neuerer Studien ähnliche Tendenzen. Dies ist auch mit ein Grund, warum eng definierte Schönheitsideale kritisiert werden, die nur eine bestimmte Gruppe von Menschen repräsentieren, warum in den 1970er-Jahren die Bewegung »Black is beautiful« ihren Aufschwung hatte und warum Vielfalt sichtbar gemacht werden muss. Wer nicht sichtbar ist, ist im Alltag nicht existent, wird »exotisch«, »anders«.

Stereotypen haben viele Vorzüge. Sie sind reduziert, … somit leicht zu verstehen, zeigen extreme, karikaturenähnliche Ausprägungen, … sind somit leicht zu verstehen, werden verallgemeinert, bedürfen also keiner differenzierten Betrachtungsweise und sind dadurch … leicht zu verstehen. Klischeevorstellungen halten sich zudem hartnäckig über lange Zeit hinweg, werden nach dem soziokulturellen Ansatz durch persönliche Mitteilungen oder Massenmedien erlernt und kulturell tradiert, verbreitet, ohne Überprüfung übernommen und zur Grundlage für die Rechtfertigung bestehender Verhältnisse erklärt. Stereotypen basieren nach dem kognitiven Ansatz auf erlernten Kategorien, die zu Zuschreibungen und Verallgemeinerungen führen, Akzeptanz oder Ablehnung der Mitglieder einer Kategorie rechtfertigen. Diese reduzierten Bilder sind vor allem im kulturellen Kontext zu verstehen, sind mit gesellschaftlichen und ideologischen Systemen dicht verwoben, in denen sie entstehen und verstärkt werden. Der Psychologe und u.a. Vorurteilsforscher Gordon Allport sieht in Stereotypen kulturabhängige Traditionen. Und Merkmale einer Tradition sind bei Stereotypen tatsächlich auszumachen. Auch psychodynamisch zeigen Stereotypen Wirkung, werden sie dazu genutzt, die eigene Gruppe aufzuwerten und »die Anderen« zum Sündenbock zu machen. Die Zugehörigkeit zur Eigengruppe macht die Eigengruppe übrigens meist fast automatisch zur überlegeneren. Schon interessant, dass jeder von uns besser ist.

Stereotypen befinden sich im Dunstkreis von Vorurteilen und Diskriminierung. Denn kommt zur kognitiven Komponente, dem Stereotyp, eine affektive hinzu, also ein Gefühl, so erleben wir die Geburt eines Vorurteils. Und handelt man in einem dritten Schritt im Sinne des Vorurteils, das heißt, lebt man dieses Gefühl aus, so spricht man von Diskriminierung.

Auch wenn Stereotypen meist mit einer negativen Einstellung verbunden werden, ist diese Richtung nicht zwingend vorgegeben. Nach Susan Fiskes Stereotypeninhaltsmodell werden sie auf zwei Dimensionen beschrieben, der Kompetenzdimension und der Wärmedimension, womit eine Zuordnung zu vier Feldern möglich wird (kompetent und warm, nicht kompetent und warm, kompetent und nicht warm,  nicht kompetent und nicht warm), die wiederum jeweils mit den Gefühlen Neid, Mitleid, Ekel und Stolz assoziiert werden. Die Kompetenzdimension bezieht sich auf die Leistungsfähigkeit und den Status der kategorisierten Individuen, die Wärmedimension darauf, wie sehr Repräsentanten der Kategorie als sympathisch und unbedrohlich erlebt werden. Allein diese beiden Dimensionen erklären einen Großteil gängiger Klischees: der kompetente, pünktliche, beneidete aber letztendlich unsympathische Deutsche (die zuverlässige, präzise, deutsche Perfektion ist ein in Autowerbungen strapaziertes Positivstereotyp), die nette, nicht leistungsfähige ältere Dame, auf die man mit einem freundlichen Lächeln mitleidig herabsieht, der nicht leistungsorientierte und unsympathische Obdachlose, mit dem Abscheu verbunden wird. Besonders spannend ist das vierte Feld, das schlichtweg ein Ideal beschreibt, nämlich sowohl kompetent als auch sympathisch zu sein. Dieses Feld ist interessanterweise primär für die eigene Kategorie reserviert, wird mit »Heimat« befüllt begleitet von dem Gefühl Stolz. Ich – im übertragenen Sinne, versteht sich – bilde somit mit meiner zugehörigen Gruppe das Ideal.

Lieutenant Uhura
Galt das Geschlecht in dem ersten Star-Trek-Pilotfilm Mitte der Sechzigerjahre als Barriere, wenn es weiblich war, war Hautfarbe sicherlich keine mindere Barriere, wenn sie dunkel war. Roddenberry setzte ein doppeltes Zeichen indem er eine Rolle in der Intersektion Geschlecht-Ethnizität besetzte: eine schwarze Frau. Nichelle Nichols spielte während der gesamten »Original Series« von 1966 bis 1969  Kommunikationsoffizierin Lieutenant Nyota Uhura. Ein wahres Verständnis für die Bedeutung dieses Schrittes ist nur unter Berücksichtigung der damals herrschenden Gesellschaftsrealität möglich. In den 1960er-Jahren bestimmte Segregation den Alltag in den USA. Restaurants, Cafes, Kinos, Schwimmbäder, Schulen, Universitäten, Kirchen, Zoos, Themenparks, öffentliche Verkehrsmittel und Bibliotheken waren nach Hautfarbe getrennt, der Ku-Klux-Klan war allgegenwärtig.

Mit der Sichtbarkeit lief es dementsprechend. Schwarze Schauspielerinnen spielten überwiegend die stereotype »Mammy«, eine freundliche,  übergewichtige Magd, die ihre Lebensaufgabe darin sieht, sich um die Kinder anderer zu kümmern. Diese Rolle hielt sich über Jahrzehnte. Hattie McDaniel, etwa, spielte Scarlett O‘Haras »Mammy« in »Vom Winde verweht«. Sie bekam dafür sogar als erste schwarze Amerikanerin den Academy Award. Nur zur Premiere war sie nicht zugelassen, wegen der »Rassen«-Trennungsgesetze. Thelma »Butterfly« McQueen war eine weitere Schauspielerin, die nicht nur in »Vom Winde verweht« (deren Premiere sie ebenso nicht besuchen durfte) die stereotype Magd spielte. Diese Rolle setzte sich bei ihr in der gesamten Karriere fort. Beah Richards, u.a. zweifache Emmy-Award-Gewinnerin, spielte fast ausschließlich entweder Mägde oder ältere Frauen, wie etwa 1967 die Mutter des damals sechs Jahre jüngeren Sidney Poitier in »Rate wer zum Essen kommt«. Als 1968 die weiße britische Sängerin Petula Clark bei einem gemeinsamen TV-Auftritt mit Harry Belafonte beim Singen seinen Arm berührte, gerieten Sender und Sponsor in Panik, letzterer bestand darauf, die Szene herauszuschneiden. Der Produzent und Regisseur weigerte sich dem nachzukommen. 1968 war auch das Jahr, in dem Star Trek erneut Filmgeschichte schrieb, mit einem Kuss zwischen Lieutenant Uhura und Captain Kirk. Sender in den Südstaaten drohten, Star Trek nicht auszustrahlen.

Gene Roddenberry setzte in einem von Apartheid dominierten Umfeld ein klares Zeichen, als er 1966 die Kommunikationsoffizierin Lt. Uhura mit Nichelle Nichols besetzte. Uhura war von einer stereotypen »Mammy« weit entfernt; sie war ein wertvoller und selbstverständlicher Bestandteil der Besatzung. Wie groß die Diskrepanz zwischen der kulturellen Entwicklung außerhalb des Filmsets und der kulturellen Entwicklung in Roddenberrys Kosmos war wird deutlich wenn man bedenkt, dass Nichols während der Dreharbeiten das Studiogelände wegen ihrer Hautfarbe durch einen eigenen Eingang betreten musste. Am Filmset angelangt wurde sie wieder auf Augenhöhe mit allen anderen behandelt. Hierarchische Trennungen nach dem Kriterium Hautfarbe verbunden mit einer klaren Kommunikation der Über- und Unterlegenheit waren 1966 Alltag. 1966 bedeutete, dass schwarze US-Amerikanerinnen und Amerikaner seit gerade einem Jahr wählen durften. 1966 bedeutete beispielsweise auch, dass Schwarze und Weiße im US-Bundessstaat Virginia per Gesetz nicht einander heiraten durften. Das wurde erst im darauf folgenden Jahr aufgehoben, mit der aufsehenerregenden Klage von Mildred und Richard Loving, die für ihre »kriminelle« Eheschließung mit einem Jahr Gefängnisstrafe rechnen mussten. Es ist im Übrigen genau dieser Fall, der oft im übertragenen Sinn für die heutige Diskussion der Eheschließung gleichgeschlechtlicher Paare herangezogen wird, wenn davon die Rede ist, dass jeder Mensch das Recht hat, den Menschen zu lieben, den er liebt.

Raumschiff Enterprise zeigte die Zukunft auf, selbst die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde folgte ihren Spuren. In seinem Buch »Inventing the American Astronaut« schildert Matthew H. Hersch das Ungleichgewicht zwischen den frühen Rekrutierungsverfahren der NASA und der US-amerikanischen Bevölkerung. Mit dem Aufkommen der Bürgerrechtsbewegungen in den 1960er-Jahren stieg die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und sie warf der NASA vor, Astronauten würden nicht die Heterogenität der US-amerikanischen Bevölkerung repräsentieren. Der öffentliche Druck stieg, Mitte der 70er-Jahre stellte sich die NASA dieser Aufgabe und versprach, Barrieren abzubauen. Dieses Ziel wurde dann auch verfolgt, auf unkonventionelle und beeindruckende Art und Weise: Nichelle Nichols wurde als Beraterin für eine ausgewogene Rekrutierung herangezogen. Mit Erfolg. Durch Nichols öffneten sich Türen für heute prominente Frauen und Schwarze, wie etwa der am MIT promovierte Ronald McNair, der 1978 zur NASA kam (und ein Jahrzehnt darauf tragischerweise eines der Opfer des Space-Shuttle-Challenger-Unglücks wurde). Der gleiche Ronald McNair durfte 1959 als neunjähriges Kind in einer Bibliothek in South Carolina keine Bücher ausleihen, der Zutritt war Schwarzen nicht gestattet und die Bibliothekarin rief beim Anblick des hartnäckig auf seine Bücher bestehenden Kindes die Polizei. Er wuchs mit klaren Botschaften auf, was er aufgrund seiner Hautfarbe dürfe, könne und vor allem nicht dürfe und nicht könne. Relativ kurze Zeit darauf sah McNair als Teenager die Fernsehserie Star Trek mit Lieutenant Uhura als Besatzungsmitglied eines Raumschiffes. Er sah darin das Aufbrechen von künstlich auferlegten Grenzen, beschloss, ein Teil des Aufbruchs zu werden und wurde Astronaut. Die Darstellung von Lt. Uhura in Form von Nichelle Nichols war eine Inspiration für viele Menschen. Sie machte sie sichtbar.

Hikaru Sulu
Das asiatische Besatzungsmitglied Hikaru Sulu, wurde von dem japanischstämmigen US-Amerikaner George Takei dargestellt, der durch Star Trek erstmals eine Rolle bekam, die nicht dem damals üblichen flachen asiatischen Klischeebösewicht entsprach. Das Leben des Schauspielers selbst war von Anbeginn mehrdimensional davon geprägt was es bedeutete, Vorurteilen ausgeliefert zu sein. Aufgrund seiner japanischen Abstammung wurde der in Los Angeles geborene Takei mit seiner gesamten Familie in den 1940er-Jahren für ein paar Jahre in ein Internierungslager gesperrt. 2005 hatte er mit 68 Jahren sein Coming-out und machte öffentlich, dass er seit 18 Jahren mit einem Mann zusammenlebte, den er dann 2008 heiratete. Nichelle Nichols und Walter Koenig (alias Pavel Chekov) waren übrigens seine Trauzeugen.

Homophobe Reaktionen, oft verbunden mit Gewalt, sind ein Grund, warum jemand jahrzehntelang einen wesentlichen Teil seiner Identität verbirgt und nicht öffentlich sagen kann, dass er seinen Partner liebt. Wer sich nicht outet lässt sich auf ein erdrückendes Versteckspiel ein. Wer sich outet lässt sich auf unkontrollierbare Reaktionen ein. Gerade jüngeren Menschen fällt das Outing schwer, Mobbing und Gewalt an Schulen kann ihnen das Leben zur Hölle machen. Gewalt und Hass können sie das Leben kosten. In den USA wurde in diesem Zusammenhang der Begriff »Hate crime« eingeführt. Diese Hasskriminalität zeichnet sich dadurch aus, dass an Menschen nicht aus individuellen Gründen Verbrechen verübt werden, sondern weil sie einer bestimmten Kategorie zugeordnet werden, wie etwa »Homosexueller«, »Mensch mit Behinderung«, »dunkle Hautfarbe«, »andere Religion«. Es ist erschütternd und unfassbar, dass die Begegnung mit Homosexualität Menschen dermaßen irritiert, dass sie mit Gewalt reagieren. Statistiken zur Ermordung  Angehöriger sexueller Minderheiten sind alarmierend, Amnesty International warnt regelmäßig. Für Homophobiker gibt es übrigens zynische Nachrichten. Mehreren empirischen Untersuchungen zufolge gehen ihre extremen Reaktionen darauf zurück, dass sie eine latente gleichgeschlechtliche Anziehung, die ihnen Angst macht, mit Gewalt überspielen.

Diversität am Beispiel Star Trek
Das komplexe und wunderschöne Thema Diversität innerhalb von Umfanggrenzen eines Magazinbeitrages anhand von Star Trek zu erklären bringt mit sich, dass viele Aspekte nicht einmal gestreift werden können. Da wäre Leonard Nimoy, der sich für »seinen« Spock von jüdischen Ritualen inspirieren ließ, mit denen er aufgewachsen war, der sich Zeit seines Lebens für Verbindendes zwischen Kulturen einsetzte. Da wäre noch vieles mehr.

Gemeinsam ist den Dimensionen, dass Alter, Geschlecht, Behinderung, Ethnizität, Religion und sexuelle Orientierung Kategorien sind, die mit einer erhöhten Vulnerabilität assoziiert werden. Es ist kein Zufall, dass diese Bereiche auch gesetzlichen Schutz finden, sind sie stärker Diskriminierungen, z.B. am Arbeitsplatz, ausgesetzt. Mobbing, Gewaltverbrechen, Stereotypen, Vorurteile, Angst, Panik, Hetze, Feindbilder, Stigma und erhöhte Suizidraten sind weitere häufige Gemeinsamkeiten wenngleich in unterschiedlichen Ausprägungen und Intensitäten. Gemeinsam ist den Kategorien auch, dass wir sie brauchen um uns selbst zu definieren. Wir sind von ihnen abhängig, denn wir können unsere eigene Kategorie nur schaffen, indem wir eine andere zur Abgrenzung erschaffen. Und diese Abgrenzung scheint zur Ausgrenzung zu verleiten. Angehörige unterschiedlicher Minderheiten sind keine plötzliche Erfindung, die gab es schon immer. Sie haben jetzt nur mehr Stimme, sind sichtbarer. Und darauf reagieren wir mit Angst. Vielleicht sollte man in Zukunft versuchen den Fokus der Problemstellung nicht so sehr auf diese »exotischen« Menschen zu legen, die »anders« sind, sondern auf die pathologischen Reaktionsmuster im Umgang mit ihnen.

Gene Roddenberry war ein Visionär, der das Fernsehen als ein Medium zur Unterhaltung sah, aber auch als eines zur Inspiration. Für ihn war die Enterprise eine Metapher für unseren Planeten Erde und das Zusammenleben in Vielfalt. Offenheit und Wertschätzung werden die Zukunft einer kulturell entwickelten Gesellschaft prägen. Es geht gar nicht anders. Es dauert nur … wegen der kulturellen Phasenverschiebung.

Essay, Fazit 112, (Mai  2015) – Foto: Paperwalker

 
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