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Volles Vertrauen

| 6. Juli 2020 | Keine Kommentare
Kategorie: Fazit 164, Fazitgespräch

Foto: Marija Kanizaj

Der Vorstandsvorsitzende der Steiermärkischen Sparkasse, Gerhard Fabisch, im Gespräch über Datenmissbrauch von Google und Amazon, ein Bekenntnis zum Bargeld und den erweiterten Heimmarkt seines Unternehmens.

Das Gespräch führten Johannes Tandl und Peter K. Wagner.
Fotos von Marija Kanizaj.

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Das Hauptquartier der Steiermärkischen Sparkasse am Sparkassenplatz in der Grazer Innenstadt ist imposant. Schon im Foyer. Vorbei an einer beliebten Bäckerkette, die sich eingemietet hat, geht es durch Drehkreuze in den 6. Stock. Ein großes Besprechungszimmer ist Schauplatz des Interviews. Die Glasfront bietet eine beeindruckende Aussicht auf die Dächerlandschaft der Grazer Altstadt.

Bevor das Gespräch startet, bittet ihn unsere Fotografin zu einem kleinen Shooting auf die Terrasse. Im Hintergrund ist der Grazer Uhrturm zu sehen. »Können Sie sich vielleicht hier etwas anlehnen?«, fragt sie vorsichtig. »Ja, das geht schon«, sagt Gerhard Fabisch. Und fügt mit einem Lächeln hinzu: »Das ist nicht das größte Risiko, das wir nehmen.«

Wenige Minuten später sind wir zurück im Besprechungsraum. Über eineinhalb Stunden nimmt sich Gerhard Fabisch an einem Dienstagvormittag für uns Zeit. Und gibt uns Einblicke in das Denken eines Mannes, der sein Leben einer Bank und Branche widmet, die vor allem auf eines setzt: Vertrauen.

***

Gerhard Fabisch, hat uns die Coronakrise gezeigt, dass Bargeld ein überholtes Konzept ist?
Nein, das würde ich daraus nicht ableiten. Natürlich sind Hygienemaßnahmen in Zusammenhang mit Bargeld schwieriger als bei Online- oder Kreditkartenzahlungen, aber die Frage des Bargeldes ist eine zutiefst emotionale. Der Wert des Geldes entsteht aus dem Vertrauen heraus, dass das Zahlungsmittel gegen Dienstleistungen oder Waren eintauschbar ist. Wenn das Vertrauen ungebrochen ist, kann es mit Buchgeld genauso dargestellt werden wie mit Bargeld oder anderen Mitteln. Beim Bargeld kommt noch eine weitere Facette dazu: die Transparenz der Nachvollziehbarkeit, wann etwas ausgegeben wurde, ist nicht in dem Umfang gegeben wie beim Buchgeld.

Was ja vielfach gewünscht ist …
Ja, es gibt Menschen, die nicht möchten, dass alles aufgezeichnet wird, und die skeptisch sind, wenn etwa die Bank weiß, wofür sie ihr Geld ausgegeben haben. Aber diese Sorgen sind nicht angebracht. Anders als große IT- oder Handelskonzerne gehen wir sehr diskret mit den Daten unserer Kunden um. Bargeld hat jedenfalls für viele Menschen einen großen Wert. Es ist etwas Reales, das man angreifen kann. In der Krise 2008 gab es Menschen, die zu uns in die Steiermärkische Sparkasse gekommen sind, um ihr Bargeld anzuschauen. Neben vielen anderen Gründen sind übrigens Immobilien auch deshalb so beliebt, weil man darin sein Vermögen anschauen kann. Wir werden Bargeld jedenfalls nicht als schlechtes Zahlungsmittel darstellen.

Der Hintergrund der Frage war, dass die Krise dazu geführt hat, dass mehr als je zuvor online bezahlt wird.
Wir bemerken tatsächlich – und das ist keine Gegenposition zum Bargeld –, dass die Anzahl der Transaktionen, die über das Konto oder über die Kreditkarte laufen, extrem zunimmt. Das liegt aber nicht nur an Corona, sondern auch an der Schnelligkeit und der Bequemlichkeit. Meine Eltern haben jedes Hotel bar bezahlt, ich zahle mit Kreditkarte und meine Kinder denken wahrscheinlich gar nicht mehr daran, dass Bargeld eine Option ist.

Stimmt unser Eindruck, dass die Banken jetzt in der Corona-Krise nicht so stark in der Kritik stehen wie bei der Finanzmarktkrise im Jahr 2008? Anders als damals fürchten sich die Menschen jetzt nicht davor, dass die Banken zusammenbrechen könnten.
Das Virus war auch kein Bankenvirus, sondern ein Gesundheitsvirus. Wir sind letztlich deshalb von den Folgen von Corona betroffen, weil aus der Gesundheitskrise eine Wirtschaftskrise wurde.

Aber führt eine Krise wie diese nicht dazu, dass sich Banken wie die Steiermärkische Sparkasse zunehmend von Fintechs abhängig machen, die eine existenzbedrohende Konkurrenz darstellen könnten? Die Rede ist von Bezahlsystemen wie Apple Pay.
Wenn wir feststellen, dass die Vorteile von modernen Onlinebezahlsystemen überwiegen, laufen die Banken natürlich Gefahr, dass Nichtbanken aufsteigen, die den Zahlungsverkehr an sich ziehen, weil sie dieselbe Dienstleistung anbieten. Das hat für Banken mehrere Nachteile: Zum einen machen wir das Geschäft mit dem Zahlungsverkehr nicht mehr und zum anderen fehlen uns dann wichtige Informationen über unsere Kunden. Wenn wir diese Informationen nicht über das Zahlungsverkehrskonto bekommen, müssen wir sie über andere Quellen beziehen, um uns ein Bild über das Finanzverhalten unserer Kunden zu machen. Und das wird dann aufwendiger und teurer.

Foto: Marija Kanizaj

Wenn ich also viele Transaktionen am Konto habe, bei denen ich etwa einem Onlinewettanbieter Geld überweise, beeinflusst das meine Chance, einen Kredit zu erhalten?
Natürlich nicht. Wir sind ja keine moralische Instanz. Wir sagen nicht, ob fünfmal Kino oder Restaurantbesuch im Monat gut oder schlecht ist. Uns geht es um die Summe der Einnahmen und Ausgaben sowie darum, ob Überschüsse vorhanden sind oder das Konto ständig überzogen wird. Daraus kann man ableiten, ob ein Mensch vorsichtig und verantwortungsvoll ist. Wie jemand sein Geld ausgibt, soll eine persönliche Entscheidung sein und bleiben. Bei der Frage der Transparenz werden Banken manchmal überschätzt – wir schauen uns die Parameter im Groben an, aber nicht mehr. Ich glaube auch, dass wir uns im Umgang mit Daten klar von Unternehmen wie Google, Amazon und Co unterscheiden. Banken sind über viele Jahrzehnte gewohnt, mit den Daten der Kunden sehr sorgfältig und diskret umzugehen. Das Ausbeuten oder sogar Missbrauchen von Daten haben wir – im Gegensatz zu den IT-Konzernen – nie betrieben. Banken waren immer zurückhaltender als die Industrie.

Diskretion war und ist die Qualität der Banken?
Ja, das Bankgeheimnis und die noble Zurückhaltung, die Daten nicht zu missbrauchen. Dieses Gefühl haben die Kunden nicht bei allen Anbietern. Wir setzen Daten zum Vorteil des Kunden ein, stellen uns im Gegensatz zu anderen stets die Frage, wo die Grenze liegt. Google und Amazon verwerten Informationen einfach, weil sie Umsatz generieren wollen. Der sorgfältige Umgang mit Daten ist die neue Währung, um das Vertrauen in uns zu erhalten.

Früher lag die Stärke der Banken darin, ihre Kunden persönlich zu kennen. Das erodiert nun. Wird die Digitalisierung durch Corona einen noch größeren Schub bekommen?
Ja, natürlich. Wir haben in der Coronakrise gelernt, dass etwa Home Office sehr gut funktioniert oder dass Telefonberatungen möglich sind. Die persönlichen Kontakte nehmen tatsächlich ab. In den Städten ist dieser Trend stärker als auf dem Land und bei den Jüngeren mehr als bei den Älteren. Wir versuchen, die mangelnde Information wegen des fehlenden persönlichen Kontakts durch Daten zu kompensieren. Summa summarum muss man nüchtern feststellen, dass wir unter dem Kostendruck, dem sich auch Banken stellen müssen, gar keine andere Chance haben, als einen Weg zu suchen, unsere Informationsbedürfnisse auf anderem Weg zu erfüllen. Wir müssen die Kunden kennen, weil das die Basis unseres Geschäftsmodells ist. Wenn man langjährige Kundenbeziehungen pflegt, ist es natürlich einfacher, einzuschätzen, wie sich die Kunden verhalten. Das hilft uns auch dabei, auf Krisen zu reagieren. Wir werden jetzt jedenfalls alles daran setzen, um unseren langjährigen Kunden durch die Krise zu helfen.

Helfen oder behindern Sie diese Regularien?
Manchmal werden Regularien als wichtigstes Problem der Banken dargestellt. Trotz aller damit verbundenen Belastung stimmt das aber so extrem formuliert nicht. Vor 30 Jahren, als ich meine Laufbahn begann, war der subjektive Spielraum der Bankmitarbeiter sicherlich noch größer. Man hat damals aber auch öfter danebengegriffen als heute. Inzwischen ist unser Geschäft sehr bürokratisch und mathematisch geworden. Das persönliche Vertrauen in den Einzelnen reicht aufgrund der Regularien als Entscheidungsgrundlage nicht mehr aus, ist aber immer noch ein wichtiger Faktor.

Sehnen Sie die gute alte Zeit herbei?
Ganz ehrlich gesagt: Nein! Die Preise für Bankprodukte und Margen waren ganz andere. Den intensiven Kontakt könnten wir uns heute gar nicht mehr leisten. Vielleicht ist es daher auch rechtfertigbar, dass der persönliche Anteil beim Kundenkontakt sinkt. Daher muss man sich öfter auf nackte Zahlen verlassen können. Oft wird das aber auch übertrieben. Manchmal geht es nur mehr um mathematische Modelle. Aber dagegen wehren wir uns. Denn ein Modell ist nur so gut wie die Menschen, die es programmieren. Aber wenn sich ein Modell irrt, ist niemand schuld. Wenn sich jedoch ein Mensch irrt, findet sich immer auch ein Schuldiger. Im Endeffekt braucht eine Bank ein Setting von Beurteilungsmöglichkeiten, die eine möglichst gute Einschätzung geben, was man einem Kunden versprechen kann und was nicht. Aber die Ökonomie ist nicht auf dem Standard der Physik. Die Finanzkrise 2008 wäre nicht gekommen, hätten wir alles so gut berechnen können. Die Plausibilitätsprüfung muss beim Menschen stattfinden.

Welche Maßnahmen kann die Steiermärkische setzen, um die exportorientierten Kunden durch die nächsten Jahre zu begleiten?
Wir können kaufmännisch solide Grundsätze und Überlegungen einbringen und unseren Kunden helfen, im Rahmen zu bleiben. Etwa in der Frage, wie expansiv gehandelt werden sollte. Wir sind Sparringspartner in diesen Entscheidungsprozessen. Auch wenn diese Diskussion oft als Einschränkung empfunden wird, ist sie wichtig. Bei uns in der Steiermärkischen Sparkasse gilt der Grundsatz: Das Risiko, das wir besprechen, wird uns nicht umbringen. Das Problem ist das Risiko, das wir nicht sehen. Die Bank ist immer so gut, wie die Entwicklung ihrer Kunden. Unser größtes Interesse ist daher, dass die Kunden der Steiermärkischen Sparkasse eine positive Zukunft vor sich haben und einen noch besseren Lebensstandard anstreben. Das eint die Bank und die Kunden.

Es gibt Bereiche, die sich vor der Krise sehr gut entwickelt haben. Etwa die Bauwirtschaft. Was glauben Sie, wie es da weitergehen wird?
Ich glaube, dass die Bauwirtschaft sich relativ bald erholen wird. Wir sehen nach wie vor auf der Seite der privaten Immobilien eine große Nachfrage. Mag sein, dass das eine oder andere Bauvorhaben noch weiter verschoben wird, aber es bleiben keine Rohbauten stehen.

Man hört von Gewerbetreibenden, dass die Sorge um Folgeaufträge groß ist.
Das ist die Glaskugel, in die man hineinschaut. Wenn ich den Gedanken von vorhin aufnehme, dass die Menschen ein besseres Leben wollen, denke ich an die Ölkrise der Neunzehnsiebzigerjahre, an die Terroranschläge vom 11. September 2001, an die Dotcomkrise, die Finanzkrise von 2008 usw. und wie schnell diese Krisen vergessen wurden. Aus diesen Erfahrungen würde ich den Schluss ziehen, dass die Krise eine gewisse Zeit lang zu Verzögerungen führt. Aber dass die Menschen sich grundlegend im Verhalten ändern, glaube ich nicht. Die Mehrheit der Menschen wird zum alten Lebensrhythmus zurückfinden. Spannend wird die Frage, ob sich das Reiseverhalten grundlegend oder nur kurzfristig verändert. Die Globalisierung treibt zumindest den Businessbereich in die Reisetätigkeit. Ich bin aber überzeugt, dass Meetings zukünftig nicht ausschließlich nur über Videokonferenzen abgehalten werden. Wenn keine zweite Welle kommt, glaube ich, dass wir in einem Jahr wieder auf dem Niveau von vorher ankommen werden.

Das heißt auch, dass die Flugzeugindustrie die Wachstumsindustrie bleibt?
Wir haben unsere Reisetätigkeiten zu den Tochtergesellschaften stark eingeschränkt, aber wir merken auch, dass wir wieder in diese Reisesituation reinkommen müssen, um mit den Menschen direkt in Kontakt zu treten. Ich wiederhole mich auch da wieder: Meine Erfahrung ist, dass uns das Ziel eines besseren Lebens antreibt. Und dazu gehört für viele das Reisen.

2020 steht für die Steiermärkische nicht nur im Zeichen von Corona, sondern auch im Zeichen von Fusionierungen. Das Bankhaus Krentschker wird integriert. Welche Vorteile ergeben sich dadurch für die Kunden der Steiermärkischen Sparkasse?
Die Steiermärkische Sparkasse bekommt in Wien eine Filiale. Das ist mit unserem Partner »Erste Bank« abgeklärt und unterliegt nicht dem Regionalschutz. Darüber hinaus profitieren die Kunden der Steiermärkischen Sparkasse vom zusätzlichen Knowhow-Aufbau des Bankhauses Krentschker im Bereich des Private Bankings.

Und welche Vorteile haben die Kunden des Bankhauses Krentschker?
Ihnen stehen nun 123 Filialen zur Verfügung. Für die Kommerzkunden des Bankhauses Krentschker muss man dazu sagen, dass die Kreditvergabekapazität einer großen Bank natürlich viel größer ist. Beim Bankhaus Krentschker waren Kredite nur bis fünf Millionen Euro möglich, bei der Steiermärkischen Sparkasse sind das 30 bis 40 Millionen. Sowohl bei Unternehmensinvestitionen als auch bei Immobilienprojekten ab 20 Wohneinheiten sind diese Grenzen schnell erreicht.

Bleibt die Filiale der Krentschker-Bank am Eisernen Tor geöffnet?
Heuer wird die Filiale auf jeden Fall offen bleiben, mittel- bis langfristig nicht. In der unmittelbaren Nachbarschaft gibt es ja auch eine Filiale der Steiermärkischen Sparkasse. Zwei Filialen auf so engem Raum wären ein Luxus, den uns die Kunden nicht bezahlen würden.

Die Steiermärkische Sparkasse bezeichnet die Auslandsmärkte in Südosteuropa als erweiterten Heimmarkt. Im Gegensatz zum größten steirischen Mitbewerber, ist Ihre Bank dort noch direkt vertreten. Was macht die Steiermärkische Sparkasse besser?
Unsere Überlegung ist, dass wir in den Ländern mit direkten Beziehungen besser investieren können.

Foto: Marija Kanizaj

Und wirkt sich der Regionalitätsschutz mit der Erste Bank in diesen Ländern aus?
Das ist unterschiedlich. Alle Staaten am Westbalkan sind unser erweiterter Heimmarkt, von Slowenien im Norden bis Nordmazedonien im Süden. Der Anteil der Steiermärkischen Sparkasse in diesen Ländern reicht von mindestens 26 Prozent in Slowenien und Serbien über 41 Prozent in Kroatien und Montenegro bis zu 100 Prozent in Bosnien und Nordmazedonien. Das klingt unsystematisch, ist aber historisch gewachsen.

Wie?
Die erste Bank, die am Westbalkan vertreten war, war die Steiermärkische Sparkasse. Mein Vorgänger Werner Rauchenwald hat kurz nach dem Krieg in Kroatien eine Bank gekauft – die Bjelovarska Banka. Als Partner für die Weiterentwicklung des Auslandsgeschäfts haben wir die Girozentrale an Bord gehabt [Anmerkung: die inzwischen ein Teil der Erste Bank ist.] Ein anderes Beispiel: In Serbien etwa war die Erste Bank als Inhaber der Novisadska Banka zuerst vertreten. Später sind wir mit 26 Prozentin die serbische Tochter der Erste Bank eingestiegen. In Bosnien und Nordmazedonien etwa waren wir die Käufer. Für die Erste Bank waren diese Banken aufgrund mangelnder Landesgröße nicht von Interesse.

Im Vorjahr wurde in Nordmazedonien die Ohridska Banka gekauft – der zweite Bankenbesitz in diesem Land. Sie soll mit einer bereits bestehenden nordmazedonischen Bank, die im Eigentum der Steiermärkischen Sparkasse steht fusioniert werden. Warum?
Wir haben diese neue Bank relativ günstig von der französischen Société Générale gekauft. Die Franzosen setzen wieder vermehrt auf die afrikanischen Länder, was aus historischen Gründen Sinn ergibt. Wenn wir unsere beiden Banken fusionieren, sind wir Nummer vier in Nordmazedonien. Wir glauben uns in dieser Größe besser entwickeln zu können.

Sie sind promovierter Volkswirt, daher möchten wir Ihnen noch folgende Frage stellen: Österreich versucht sich gegen die Anleihe der EU-Kommission querzulegen, die 750 Milliarden Euro betragen soll. Wer soll diese Beträge bezahlen oder wird es eine Inflation geben?
Ich gebe Ihnen eine optimistische Antwort. Eine massive technologische Verbesserung könnte uns helfen. Man denke nur an die industrielle Revolution. Wissen wir, ob das Thema Energie in 20 Jahren noch ein Thema ist? Vielleicht können wir aus der Sonne so viel Energie gewinnen, dass wir Erdöl nicht mehr benötigen und für Energie keine Kosten mehr haben. Vielleicht entwickelt sich die Computertechnologie so weit, dass wir viel mehr Wertschöpfung daraus generieren können? Schauen Sie die letzten 300 Jahre zurück: Es gab Krieg, Inflation, Steuererhöhungen und Technologie. Über Technologie wird aber nie gesprochen. Vielleicht ist das naiv, aber ausschließen würde ich das Szenario nicht.

Herr Fabisch, vielen Dank für das Gespräch!

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Gerhard Fabisch wurde 1960 in Hartberg geboren. Er studierte Betriebswirtschaftslehre in Graz und promovierte in Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien. 1985 begann er als Mitarbeiter der Unternehmensanalyse seine Karriere bei der Steiermärkischen Sparkasse. Nach zahlreichen anderen Stationen stieg er im Jahr 2001 in den Vorstand auf. Seit 2004 ist er Vorstandsvorsitzender. Darüber hinaus ist Fabisch Präsident des Österreichischen Sparkassenverbandes und Obmann der Sparte Bank und Versicherung in der Steirischen Wirtschaftskammer. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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Fazitgespräch, Fazit 164 (Juli 2020), Fotos: Marija Kanizaj

 
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