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Leibnitz Dotcom

| 29. Dezember 2021 | Keine Kommentare
Kategorie: Fazit 179, Fazitgespräch

Foto: Marija Kanizaj

Der südsteirische Internetmillionär Walter Temmer über das Reichwerden, sein Geschäftsmodell mit Domains und seinen Spaß als Antreiber.

Das Gespräch führten Andreas Neubauer und Fabio Schaupp.
Fotos von Marija Kanizaj.

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»Werde erfolgreich.« Dieser Schriftzug auf dem Firmenschild ist das Erste, das uns ins Auge sticht, als sich die Lifttüre im zweiten Stock des Bürogebäudes am Leibnitzer Hauptplatz öffnet. Darunter eine lange Liste an Namen von Firmen, die alle zum Imperium von Walter Temmer gehören. Nicht nur Indizien, dass der heute 43-jährige Selfmademillionär weiß, worauf es als erfolgreicher Unternehmer ankommt, sondern dass es ihm auch ein Anliegen ist, anderen Menschen mit seinem Wissen dabei zu helfen, in ihrer Karriere durchzustarten.

Das Auftreten von Temmer passt zu dem Bild, dass in seinen Social-Media-Auftritten vermittelt wird: authentisch, eloquent und extrem motiviert. Stillstand ist für ihn wohl ein Fremdwort. »Wir sind gerade dabei, das neue Studio einzurichten. Habt ihr Lust, einen Blick drauf zu werfen?«, sagt Temmer, der uns im lässigen Philipp-Plein-Outfit mit knallbunten Schuhen gegenübertritt.

Wir spazieren durch stylische Büroräume und finden uns in einem großen Raum wieder, der problemlos als Newsroom einer renommierten Fernsehstation durchgehen könnte. In den nächsten Tagen soll alles fertig sein, ein Kameramann sei schon engagiert worden. Damit könne noch leichter zwischen den erfahrenen Erfolgscoaches und Schützlingen, die sich im Domainbusiness nachhaltig etablieren möchten, kommuniziert werden.

***

Herr Temmer, Sie sind mit dem Verkauf von Internetdomains reich geworden und wollen nun Menschen erfolgreich machen, indem Sie Ihr Wissen teilen. Wie soll das funktionieren?
Ich möchte es so erklären: Ich hab mittlerweile rund 40 Firmen und Beteiligungen. Aber wenn ich mit der falschen Firma angefangen hätte, hätte es nicht funktioniert. Angenommen, ich hätte in Immobilien investiert und Wohnungen vermietet – ich wäre gescheitert, weil dafür viel Know-how und enorm viel Eigenkapital notwendig ist. Ich habe meinen Einstieg mit Internetadressen geschafft, mein Geschäftsmodell war es, Internetadressen einzukaufen und teuer zu verkaufen. Das geht mit Immobilien genauso wie mit Schuhen – nur bei Dienstleistungen ist es etwas komplizierter.

Warum Internetadressen?
Sie sind aus einem einfachen Grund so optimal: Freie Internetadressen oder jene, die nicht 1A-Premium-Qualität haben, kosten nicht viel. Wenn ich etwas um 30 Euro einkaufe und um 300 verkaufe, hat man eine gute Differenz, die man eingenommen hat. Der noch größere Vorteil ist: Wenn es schiefläuft, geht nicht viel Geld verloren und du hängst nicht dreißig Jahre an einem Kredit wie bei einer Immobilie.

Wie sind Sie damals eigentlich auf die Idee gekommen, mit Internetadressen zu handeln?
Schule hat mich nicht interessiert, Universität etwas mehr, aber ich habe mir nicht viel erwartet. Es gab dort viele Menschen, die erfolgsbefreit waren in der Wirtschaft. Irgendwann wollte ich etwas machen, aber ich konnte nichts. Aufgrund einer Nachprüfung in der Schule wusste ich, dass Mozart 1756 geboren ist und 1791 gestorben. Und dass er an Syphilis erkrankt, aber schlussendlich an Typhus gestorben ist. Mit dem Wissen kannst du nur Geld verdienen, wenn es die letzte Frage der Millionenshow ist. Dann habe ich mich gefragt, was mich interessiert. Die Antwort war: Saufen, Frauen, Party machen. Also hätte mich interessiert, einen eigenen Klub aufzumachen. Ich hätte zur Bank gehen können, aber ich habe es gar nicht probiert, weil ich auch kein Eigenkapitel hatte und keine Ahnung von der Gastronomie. Irgendwann bin ich zufällig auf eine Internetseite gekommen – das war damals ja noch relativ neu – , die freigeworden.at geheißen hat. Dort waren Domains gelistet, die frei wurden, weil jemanden vergessen hatte einzuzahlen oder weil sie gelöscht wurden. Bald habe ich erkannt, dass es jemanden gibt, der immer schneller war als ich. Ich habe ihn kontaktiert und mich langsam raufgearbeitet – und im vierten oder fünften Monat schon sehr viel Geld verdient. Ich habe damals aber auch ohne Übertreibung 18 Stunden am Tag gearbeitet in meiner Wohnung in Graz und hab dem Pizzazusteller Geld gegeben, dass er mir Klopapier und Duschshampoo mitbringt. Meine Freizeit war Zähneputzen und Duschen.

Foto: Marija Kanizaj

Das Geschäftsmodell beginnt klein, aber welche Tools braucht man, um erfolgreich zu sein?
Wir haben den Markt lange analysiert und mit unseren ersten Kunden herumexperimentiert und sind schnell draufgekommen, dass es Probleme gibt, die wir allen unseren Kunden abnehmen können und die anfangs schwierig sind. Ich war zum Beispiel ein total schlechter Schüler in der Mittelschule und hab nach meiner Matura nicht gewusst, was die Mehrwertsteuer ist. Ich habe das gekannt vom Supermarkt, wo das bei der Wurstsemmel dabeigestanden ist, aber nicht mehr und es hat mich auch nicht interessiert. Ich bin AHS gegangen und ich weiß, 90 – oder vielleicht sogar 100 – Prozent jener, die mit mir in der Klasse waren, haben es auch nicht gewusst. Als ich das Unternehmen gegründet habe, war es etwa nicht einfach für mich, wie ich Rechnungen schreiben muss, was da oben stehen muss etc. Wir sind daher draufgekommen, dass wir unseren Kunden eine Art Treuhandservice bieten. Für den Kunden wird die Domain verkauft, er erhält eine Gutschrift und hat das Geld, er muss also nie jemandem nachlaufen, er kann sich konzentrieren aufs Einkaufen und Verkaufen. Wichtig dabei ist: Verkaufen kann man jedem einfach beibringen, das Einkaufen nicht.

Wie meinen Sie das?
Ein Beispiel: Angenommen ich würde ein Schuhgeschäft eröffnen. Ich glaube, ich wüsste, was ich an Personal bräuchte, wie ich die Buchhaltung mache, wo die Lage des Geschäftslokals sein müsste usw. Aber ich habe keine Ahnung von Schuhen. Deswegen machen wir es unseren Kunden einfach und haben eine geheime Liste mit Internetadressen erschaffen, wo Logarithmen werkeln und Erfahrungen von 20 Jahren. Wir zeigen den Menschen, wie sie die richtigen Kunden finden. Wir zeigen auch Vermarktungsmöglichkeiten und können potenziellen Kunden vollautomatisiert einen Brief schicken. Ich steige gerade bei ganz vielen Dingen auf Postwurfsendungen und Werbeprospekte um, weil es bei so einer Art von Marketing kaum Preiserhöhung gibt über die Jahre. Wogegen bei Facebook und Google die Preiserhöhungen zuletzt – auch aufgrund der Pandemie – extrem waren.

Gibt es Werbung, die nicht oft benutzt wird und extrem gut funktioniert? Ein Beispiel wäre für uns Podcastwerbung.
Ja, Podcastwerbung funktioniert extrem gut, wenn du hochpreisig verkaufst, weil Menschen, die einen Podcast hören, viel mehr bei der Sache sind als Menschen, die ein Video anschauen, und weil sie den Menschen, denen sie zuhören, viel mehr glauben, was sie sagen. Was auch extrem gut funktioniert und – auch wenn es blöd klingt – noch immer eine Nische ist: lokale Werbung. Gastronomiebetriebe können über Facebook oder Youtube sehr gut Kunden akquirieren. In Leibnitz gibt es ganz wenige, die das probieren, in Tillmitsch wahrscheinlich keinen einzigen.

Sie haben vor Jahrzehnten mit Webdomains angefangen, heute verwenden allerdings viele Menschen und Unternehmen einfach Social-Media-Profile. Ist das Interesse an Webdomains noch gleich groß?
Ich würde sagen, die Pandemie hat das Interesse wieder gesteigert. Angenommen, man sucht sich als Grazer ein freies Grundstück für eine Immobilie mit der Partnerin, dann wird man schnell feststellen: Es gibt keines mehr. Das Faszinierende ist, dass die hohen Immobilienpreise nur mehr funktionieren, weil nichts G’scheites mehr frei ist. Beim Domainhandel ist das ganz gleich. Dadurch, dass es kaum mehr richtig gute Adressen gibt, steigen die Preise weiterhin. Durch die Pandemie sind auch viele Unternehmen draufgekommen, online durchstarten zu wollen. Und bevor man eine Website programmiert, braucht man eine Domain. Auch das bedeutete einen gigantischen Boom. Ich habe zum Beispiel einen Geschäftspartner von mir, der seit über 20 Jahren dabei ist, und nicht Qualität verkauft, sondern Quantität. Er hat im Februar 2021 über 200.000 Euro mit über 300 Domainverkäufen verdient. Der ist bei seinem Rekord durch die Pandemie. Natürlich wird der Trend wieder zurückgehen, aber aktuell zeigt die Kurve nach oben.

Der Push bei der Digitalisierung bedeutet auch mehr Konkurrenzkampf. Was hat das für Auswirkungen auf den Domainhandel?
Der Konkurrenzkampf ist definitiv härter geworden, überhaupt, wenn man Onlinewerbung schaltet. Im Moment geht jeder online, ich glaube aber auch, dass das wieder weniger wird. Dass jeder online verkauft, ist ein großer Nachteil für die vielen kleinen, aber ein großer Vorteil für die großen Marktplayer. Ich glaube sowieso, dass viele Entwicklungen auch ohne Corona stattgefunden hätten. Corona ist einfach ein Turbobeschleuniger für Digitalisierung.

Gibt es erfolgreiche Best-Practise-Beispiele unter Ihren Kunden?
Ja. Ich habe zum Beispiel jemandem, der nun bei mir Trainer ist. Er heißt auch Walter und hatte nach den ersten vier Domainverkäufen alle Anfangskosten wieder eingenommen. Zwischenzeitlich hat er eine Domain am Tag für 300 bis 400 Euro verkauft, die er im Schnitt für 30 Euro eingekauft hat. Ein anderer Kunde hatte eine Fassadenreinigungsfirma, stieg dann aber in das Domainbusiness ein und verkauft nun offline Domains. An Menschen, die er kennt, Geschäftspartner usw. Wir haben sechsmal die Woche Termine, wo Trainer vortragen, einmal die Woche trage ich selbst vor. Was man merkt: Die Menschen, die bei Coachings dabei sind, sind zu einem viel höheren Prozentsatz erfolgreich. Und die, die als Erste fragen, ob man sich den Kurs anschauen muss, sind die, die ziemlich sicher scheitern werden. Von selbst kommt nix.

Foto: Marija Kanizaj

Ist Walter Temmer eigentlich auch einmal gescheitert?
Ich bin persönlich der Meinung, dass das größte Risiko im Leben darin besteht, kein Risiko einzugehen. Ich bin risikoaffin, aber mit dem Alter merke ich, dass ich vorsichtiger werde. Es gibt sehr viele Leute, die risikofaul sind, ich bin ein Learning-by-doing-Typ. Wenn ich scheitere, ist das okay. Ich bin selbst nicht so präpotent, dass ich keine Coachings mache. Es gibt viel Angebot, aber ich muss ehrlich sagen, 90 Prozent ist Schrott, weil es Menschen sind, die in ihrem Leben nie etwas erreicht haben, und dir einen Prozess erklären wollen, den sie selbst nie durchgemacht haben. Da ist die Wahrscheinlichkeit für Erfolg sehr gering.

Wir sitzen jetzt in Leibnitz, alles andere als eine Weltstadt. Unternehmer suchen oft die Großstadt oder das Ausland. Warum ist Walter Temmer in der Südsteiermark?
Ich habe relativ früh meine ersten Millionen verdient und mit 23, 24 war es ein Thema, nach Cayman Island auszuwandern. Meine damalige Freundin hat sich sehr gefreut, ich habe mir mit Immobilienmaklern schon Villen für ein paar Millionen angeschaut und mir gedacht, die bekomme ich geschenkt, weil ich nachher keine Steuern mehr zahlen muss (lacht). Aber ich habe es nicht übers Herz gebracht, mein Umfeld, also meine Familie und meine Freunde, zu verlassen. Ich hänge daran. Mir ist Geld sehr wichtig, aber viel weniger wichtig als den meisten Unternehmern. Ich habe öfter darüber nachgedacht, warum das so ist.

Und warum ist es so?
Man nehme an, man ist Fleischer und nimmt Tiere aus, es stinkt und ist dreckig. Es ist ein Job, wo man schnell heimkommen will und das Gefühl hat, Zeit gegen Geld zu tauschen. Bei mir ist es so, dass ich mich nicht so ärgern würde, pleite zu sein – auch wenn das in diesem und wohl auch in den nächsten zehn Jahren sehr unwahrscheinlich ist. Warum? Weil ich so viel Spaß daran habe, zu arbeiten. Ich würde gerne noch einmal 20 Jahre zurück und alles durcherleben, weil es schön war.

Unweit von Ihrem Büro in Leibnitz, in Tillmitsch, ist Ihr Vater Mercedes-Händler. Wie hat Sie die Unternehmerfamilie geprägt?
Ich habe mich als Fünfjähriger in ein Auto gesetzt und bin gegen die Wand gefahren, weil der Schlüssel gesteckt ist. Mich hat es nie interessiert. Es ist auch heute so, dass ich mich nicht für Autos interessiere. Meine Entscheidungsgrundlage für mein Auto war die Farbe.

Warum es ist es dann ein so ausnehmend sportliches Gefährt und nicht etwa ein grüner Clio?
Weil ich es mir leisten kann. Es war aber nie mein Traum. Ich habe nie dafür gearbeitet, um mir dieses Auto oder ein teures Hotel leisten zu können. Ich habe schon einen Plan, aber keine wirtschaftlichen Kennzahlen.

Was war das Ziel in den jungen Jahren oder der Traum, den Sie sich verwirklichen wollten?
Ich wollte, dass meine Partnerin in meinem Unternehmen mitarbeitet. Und das habe ich jetzt geschafft erstmals. Einerseits, weil ich es großartig finde, zusammen an etwas zu arbeiten, und andererseits, weil es zu Konflikten führt, wenn es anders wäre. Ich habe eine Freundin, die durch und durch Unternehmerin ist und freue mich sehr darüber.

Sie werden bald mit Ihrer angesprochenen Partnerin Susi Temmer in einer Reality-Show im Privatfernsehen zu sehen sein. Sehen wir dort Sie oder eine Person, die Sie erschaffen haben?
Ihr werdet darüber lachen. Das bin wirklich ich. Mir ist wichtig, authentisch zu sein. Als ich auf Tiktok angefangen habe, haben die Menschen geschrieben: »Super, musst du uns dein schönes Auto zeigen und so angeben?« Ich habe mir gedacht: Okay, ich habe nur ein schönes Gefährt zum Zeigen. Und genau so habe ich den Leuten das kommuniziert. Mit der Zeit haben die Menschen gesagt: »Du bist der einzige Millionär, dem ich es gönne.« Ich sehe es bei den Geissens, die nicht geschafft haben, den Shitstorm von sich abzuhalten. Das ist auch total schwer, aber es ist ein Spiel, weil die Fernsehsender damit spielen, dass solche Formate provozieren können. Dieses Spiel kann man nie gewinnen, ich bin mir dessen aber bewusst und stehe dazu. Ich bin schon sehr lange reich, ziemlich genau 20 Jahre lang. Ich habe mich daran gewöhnt. Für mich war das Problem eher immer, dass mein Umfeld nicht immer so gut umgehen konnte damit – mittlerweile haben sich aber auch etwa meine Eltern daran gewöhnt. Die Fernsehsendung wird polarisieren, dessen sind wir uns bewusst. Wir halten aber auch was aus. Meine Frau bringt man auch zum Lachen, wenn man sie auf Botox und Silikon anspricht, weil sie dazu steht. Bei ganz jungen Influencerinnen merkt man oft, dass es nicht einfach ist, mit gewissen Kommentaren umzugehen, die sich auf das Äußere beziehen. Für mich ist das ohnehin kein Problem. Mir folgt niemand, weil ich so schön bin. [lacht]

Was würde Walter Temmer eigentlich jungen Menschen raten?
Ich werde auf Instagram am häufigsten gefragt: Wie kann ich so schnell reich werden? Wenn man die Frage weiterverfolgt, welche Erwartungshaltung sie haben, ist die Frage Bitcoins oder Aktien oder Immobilien. Die Antwort ist aber ganz einfach: Weder Aktien noch Immobilien und schon gar nicht Bitcoins sind am Anfang der Weg, die ersten 10.000 oder 20.000 Euro würde ich immer in mein eigenes Geschäft oder in eine Ausbildung investieren. Es kann genauso ein Studium sein – auch wenn ich selbst nicht der größte Fan davon bin. Einmal 20.000 Euro sparen und in Bitcoins investieren, halte ich nicht für die beste Idee. Sicher können Bitcoins steigen, aber wenn das Geld weg ist, ist es weg. In Fähigkeiten zu investieren, ist viel ratsamer.

Foto: Marija Kanizaj

Ist das ein Problem im Bildungssystem, dass nicht gelehrt wird, sich auszuprobieren und zu finden?
Ich finde das Schulsystem katastrophal. Man lernt viel unnützes Wissen und kryptische Werkzeuge. Ein Riesenproblem ist auch, dass es kein Entertainment gibt. Und das dritte Problem: Es sollten nur Leute unterrichten, die praktische Erfahrung haben, auch wenn das bei acht Millionen Österreich schwierig möglich ist.

Sie erreichen hunderttausende Menschen über soziale Medien wie Instagram oder Tiktok. Instagram ist schon längst im Mainstram angekommen, aber warum sind Sie auf Tiktok aktiv?
Egal ob Instagram, Tiktok oder Youtube – für mich sind es Werkzeuge, die ich ausprobiere. Niemand kann genau sagen, was die Zukunft ist, auch wenn es dafür gut ausschaut aktuell. Ich bin auf Tiktok groß, weil man mit minimalem Aufwand groß werden kann. Für mich würde Youtube viel besser passen, weil ich viel darüber reden kann. Ich kann über meine Botschaften stundenlang reden, aber es ist zeitlich unmöglich. Aber Anfang Jänner haben wir eine Social-Media-Mitarbeiterin beschäftigt und für Youtube haben wir diese Woche ein Bewerbungsgespräch für jemanden. Ich habe sehr viele Immobilien über Tiktok und Instagram angekauft, da hab ich zu ganz anderen Preisen zugeschlagen als auf Willhaben oder Immobilienscout – weil ich oft der Einzige war, der das Objekt angeboten bekommen hat. Social Media ist einer von vielen Bereichen und Stufen, die sich aufbauen. Ich mache viele Dinge und fühle mich wohl dabei. Ich könnte nie nur Investor sein, weil ich das Unternehmertum zu sehr liebe, obwohl ich als Investor aktuell viel mehr verdiene.

Eine letzte Frage noch an den Mann, der mit Domainhandel reich geworden ist: Würden Sie eigentlich waltertemmer.com verkaufen?
Nein, den Preis, den ich dafür haben wollte, könnte niemand bieten.

Herr Temmer, vielen Dank für das Gespräch!

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Fazitgespräch, Fazit 179 (Jänner 2022), Fotos: Marija Kanizaj

 
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