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Die weite Welt, auf Sand gebaut?

| 16. März 2022 | Keine Kommentare
Kategorie: Allgemein, Fazit 180

Foto: Shutterstock/Creative Family

Seit 1851 (London) existiert nun bereits die Tradition der Weltausstellungen, sie dienten von der Hochblüte der Industrialisierung bis zum heutigen Digitalkapitalismus als Leistungsschau und Begegnungsort.

Thomas Goiser hat für uns die »Expo 2020« in Dubai besucht

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Als Austragungsort der »Expo 2020« machte Dubai ein Corona-Schicksal durch – nämlich die Verschiebung um ein Jahr. Ein Glücksfall für die Vereinigten Arabischen Emirate, denn so fiel sie mit den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Nation zusammen. Und den Namen hat man gleich belassen.

Drei Distrikte
Thematisch wurde eine Aufgliederung in die drei »Districts«: Opportunity (Gelegenheit), Sustainability (Nachhaltigkeit) und Mobility (Mobilität) getroffen. Alles auf dem 440 Hektar großen Gelände ist künstlich hergestellt und auf dem Wüstensand konstruiert. Hier präsentieren sich 192 Länder den erwarteten 25 Millionen Besucher, die überwiegend aus dem arabischen Raum stammen.

Toller österreichischer Pavillon
Großflächige digitale Displays strahlen mit der Sonne um die Wette, Bühne und Zuschauerraum sind am Gelände größtenteils ident. Österreich ist hier ebenso mit einem Pavillon vertreten wie die USA, Israel, Kasachstan, Belarus, Deutschland etc. Es fehlen Liechtenstein und … die EU, die sich mit Aktivitäten der EU-Institutionen einbringt, oft in Kooperation mit den Pavillons der Mitgliedsstaaten. Durch die außergewöhnliche Gestaltung ist Österreichs Beitrag auffällig und intensiv diskutiert worden. Laut den Übersichtsplänen der Veranstalter können an einem durchschnittlichen Besuchstag übrigens bis zu 20 Pavillons angesehen werden, allerdings ist gelegentlich mit mehrstündigen Wartezeiten zu rechnen.

Diverse Schwerpunktsetzung
Die inhaltlichen Ziele und Schwerpunkte der Auftritte sind dabei sehr unterschiedlich, sie reichen vom Verbreiten (gesellschafts-)politischer Vorstellungen über das Anziehen von Investoren, Touristen, Arbeitskräften oder Studenten bis hin zur Exportförderung. Nach sechs Monaten Laufzeit ist die Expo-2020 Ende März Geschichte, 2025 ist es in Osaka wieder so weit. Für 2030 kandidieren dann Moskau, Busan (Südkorea), Rom, Odessa und Riad, die Hauptstadt Saudi-Arabiens. Die Entscheidung fällt im kommenden Jahr.

Weltausstellung in Dubai, Fazit 180 (März 2022), Foto: Shutterstock/Creative Family

 
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