Anzeige
FazitOnline

Meine Jahre mit Haider

| 24. Oktober 2018 | Keine Kommentare
Kategorie: Essay, Fazit 147

Foto: Keith ClaunchEin Essay von Peter Sichrovsky. Journalist und Schriftsteller Peter Sichrovsky erinnert sich an seine Jahre in der Politik. Und liefert damit ein interessantes Stück Zeitgeschichte aus der Sicht eines jedenfalls ungewöhnlichen ehemaligen FPÖ-Mandatars.

::: Hier können Sie den Text online im Printlayout lesen: LINK

Mag. Peter Sichrovsky, geboren 1947 in Wien, ist Journalist, Schriftsteller und ehemaliger Politiker. Er hat Pharmazie und Chemie an der Universität Wien studiert und arbeitete in der Pharmaindustrie. Danach war er als Journalist für Profil, Spiegel und die Süddeutsche Zeitung tätig. Von 1988 bis 1991 gehörte er zum Gründungsteam des Standard. Politisch war er von 1996 bis 2004 für die FPÖ Mitglied des Europäischen Parlaments.

Während irgendeiner Redaktionskonferenz der neu gegründeten österreichischen Tageszeitung »Der Standard« kam es zu einer Auseinandersetzung über den Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider. Der damals verantwortliche Chefredakteur forderte ein Interviewverbot in – wie er es nannte – »seiner Zeitung« auf der Grundlage der Aussagen von Jörg Haider und meinte, für Menschen mit solchen Überzeugungen sei in dieser Zeitung kein Platz. Ich weiß nicht mehr, welche seiner Aussagen damals gemeint war, vielleicht war es die »ordentliche Beschäftigungspolitik im Dritten Reich« oder seine Begrüßung von ehemaligen SS-Männern, auf jeden Fall sollten wir Journalisten nur das Notwendigste über ihn berichten und nicht mit ihm sprechen.  Aus New York kommend, mit wenig Erfahrung mit heimatlichem Journalismus, versuchte ich einzuwenden, dass es ja in der Zeitung nicht um unsere Sympathie ginge, sondern um Information für unsere Leser, und Haider ein Thema in Österreich sei, das man nicht einfach ignorieren könne, wurde jedoch als alpenländischer Anfänger belehrt, das sei eben hier anders, hier würde man noch Stellung beziehen mit der Auswahl von Interviews, und ich würde hier nicht bei der New York Times arbeiten – bei der ich übrigens nie gearbeitet hatte. Nun mag es vielleicht Grundlage meiner gestörten Persönlichkeit sein, dass alles, was von Autoritäten als »nicht-kosher« erklärt wird, meine besondere Aufmerksamkeit erregt – wie die Bemerkung unseres Deutschlehrers, er würde Franz Kafka einfach nicht verstehen, was für uns Zwölfjährige bedeutete, der Schriftsteller sei eben nichts wert, allerdings zur Folge hatte, dass ich die nächsten Jahre nichts anders las als Kafka. Mit Zustimmung des Herausgebers machte ich mich deshalb auf den Weg nach Kärnten, um über diesen »boykottierten« Politiker eine Reportage zu schreiben. Ich buchte einen Flug nach Klagenfurt, fuhr zum Flughafen und stellte mich beim Einchecken an, als mir eine Gruppe Männer auffiel, die laut lachend vor mir in der Reihe stand. Mitten unter ihnen Jörg Haider. Sie scherzten mit anderen Passagieren, und einige gingen auf Haider zu und wollten mit ihm persönlich sprechen. Er schüttelte ihnen die Hand, schlug manchen auf die Schulter, als würde er sie seit Jahren kennen, und als er einer Frau sagte, er könne sich an sie erinnern, als sie ihn am letzten Parteitag angesprochen hatte, war diese außer sich vor Begeisterung und umarmte ihn.

Das soll der »Teufel« der österreichischen Innenpolitik sein, dachte ich mir. Ich stand in der Reihe der Wartenden und beobachtete das heitere Treiben ohne mich einzumischen oder etwas zu sagen, als Haider auf mich zukam und mich fragte: »Und sie, wohin sind sie unterwegs?« »Zu Ihnen« antwortete ich. Er lachte. Ich erklärte ihm, dass ich von der Zeitung Der Standard käme, mit dem Auftrag einer Reportage über Kärnten nach Klagenfurt unterwegs sei und natürlich gerne ein Interview mit ihm machen würde. Er ging nicht weiter darauf ein, weil die Flugbegleiterin die Wartenden aufforderte, den Bus zu besteigen, der uns zum Flugzeug brachte.  Mein Platz war weit hinten, er saß mit seiner Gruppe in den vorderen Reihen des Flugzeugs, das eigentlich viel zu groß für den Flug nach Klagenfurt und nur wenig besetzt war. Kurz nach dem Start stand er auf, kam zu den rückwärtigen Reihen und setzte sich neben mich.

»Ich kenne die meisten Journalisten, aber Sie habe ich noch nie gesehen«, sagte er, und ich erzählte ihm, wo ich die letzten Jahre verbracht hätte und wie ich zum Standard kam. Beschrieb ihm kurz die Jahre in New York von 1984 bis 1986, wo ich als freier Schriftsteller gelebt und an »Schuldig geboren« gearbeitet hatte, meine Zeit als Chefredakteur der »Männer Vogue« in München, und dass ich 1988 nach Wien zur Gründung des Standards gekommen wäre. Ich erwähnte mit keinem Wort meine familiäre Situation oder meine Religion. Dochte er ahnte sehr bald, dass ich nicht der übliche Reporter des innenpolitischen Ressorts einer österreichischen Tageszeitung sei. Er begann, mir konkrete Fragen zu stellen, alle ganz zufällig und scheinbar unbeabsichtigt. Mir gefiel es, wie er versuchte, mehr Informationen über mich heraus zu bekommen, und spielte mit bei dem Spiel, indem ich ihm Antworten gab, die nichts bedeuteten, bis er die Geduld verlor und mich fragte, wer ich wirklich sei. Ich nannte ihm die beiden Bücher, die ich in den Jahren zuvor geschrieben hatte über die Nachkriegsgeneration der Kinder der Opfer und der Täter, und er erinnerte sich sofort an die Inszenierung von »Schuldig Geboren« durch George Tabori im Theater Der Kreis in Wien, über die er in den Zeitungen gelesen hatte. Doch ich wollte nicht mein Leben zum Thema machen und unterbrach unsere Reise in meine Vergangenheit mit Fragen zu seinen politischen Ansichten, Zielen und Plänen. Er wolle die große Koalition sprengen, antwortete er sofort, die seit Jahrzehnten Österreich in Geiselhaft halte, weshalb man weder Wohnung noch einen Lehrerposten ohne Parteibuch bekommen würde. Zwangsmitgliedschaften und die Aufteilung der Bevölkerung in Parteimitglieder müssten ein Ende haben. Er beschrieb die reale Situation in Österreich mit einer Kaltschnäuzigkeit und einem präzisen Intellekt, die überzeugend waren. Ich hörte ihm zu und überlegte ständig, wie ich ihn unterbrechen könnte, um diese rhetorische Perfektion zu zerstören. Mir half einer seiner Mitarbeiter, der zu uns kam und ihm etwas ins Ohr flüsterte. Haider nickte und meinte, er müsse zurück zu den anderen, aber wir könnten ja morgen in seinem Büro weiterreden. »Nur eine Frage«, sagte ich schnell. »Ihre Diagnose der österreichischen Realität und alles, was sie vorhaben, klingt logisch und überzeugend und ich bin sicher, dass viele in Österreich eine Änderung dieser Form der Korruption anstreben. Aber wie können Sie jemals politische Verantwortung übernehmen, wenn Sie für einen großen Teil der Wähler einfach nicht wählbar sind?« »Wie meinen Sie das?«, fragte er mich, sein Gesicht wurde plötzlich ernst und der ganze Charme des ewig Junggebliebenen war verschwunden. »Die ständigen Tabuverletzungen und Provokationen mit der Nazizeit, wozu, bringt das wirklich Stimmen?« Einen kurzen Moment lang sagte er nichts, wirkte fast nachdenklich, murmelte etwas Unverständliches, drehte sich um und ging zurück zu seiner Gruppe. In Klagenfurt am Flughafen sprach mich sein Assistent an und bat mich, am nächsten Tag in Haiders Büro zu kommen, er wolle unbedingt mit mir sprechen.

Gespräche über Gott und die Welt

Im Wiener Dritten Bezirk saß ich 1992 an einem Tisch in einem italienischen Restaurant, der auf Jörg Haider reserviert worden war, und wartete auf ihn. Seit unserem ersten Treffen auf dem Flughafen in Wien und dem Interview, das trotz »Boykotts« im Standard veröffentlicht worden war, versuchte er über sein Büro immer wieder, gemeinsame Abendessen zu organisieren. Ich mochte diese Gespräche und versuchte ihn bei meinen seltenen Reisen nach Wien von New Delhi, wo ich inzwischen als Auslandskorrespondent der Süddeutschen Zeitung arbeitete, zu treffen. Er kam meistens mit Susanne Riess, und wir sprachen zu dritt über »Gott und die Welt« und ließen kein Thema aus.

Haider verhielt sich bei diesen Gesprächen wie ein trockener Schwamm, der jedes Wort aufsaugte und speicherte. Es gab nichts, was ihn nicht interessierte, ob es meine Erfahrungen in Asien waren, meine Einschätzung der politischen Situation in Österreich oder die Geschichte meiner Familie. Mit seinem brillanten Erinnerungsvermögen konnte er noch Monate oder Jahre später eine Diskussion fortsetzen, als ob wir sie erst am Tag zuvor unterbrochen hätten. Er aß kaum etwas und bestellte höchstens einen gegrillten Fisch und Salat, die er nicht weiter beachtete. Er hörte meist zu, stellte Fragen, widersprach kaum und konfrontierte mich nicht mit seinen Meinungen. Irgendwann während eines dieser Abendessen ertappte ich mich bei der Überlegung, dass hier nicht ich ihn, sondern er mich interviewen würde. Eigentlich hatte ich diese Einladungen angenommen, um ihn besser kennenzulernen, doch im Lauf der Abende drehte sich meist die Situation, und er schien alles, was er wissen wollte, aus mir herauszuholen. Es waren auch seine Neugierde und sein Interesse, die mich damals faszinierten. Wer stellt schon Fragen in einem Gespräch, die meisten Menschen hören sich selbst gern reden, oder warten verzweifelt auf den Moment, an dem sie mit ihren eigenen Meinungen und langatmigen Monologen ihre Zuhörer langweilen können. Bei einem dieser Treffen ging ich auf die Toilette, um eine Pause einzulegen, und überlegte mir dort, auf dem zugeklappten Deckel sitzend, was ich ihn fragen könnte, wenn ich wieder zum Tisch kommen würde. Zurückgekehrt zu meinem halbleeren Teller fragte ich ihn, warum wir uns alle paar Monate treffen würden. Ich fände die Gespräche interessant, könne mir jedoch kaum vorstellen, dass eine Persönlichkeit wie er, die derart im Rampenlicht stehe, Zeit für solche Abendessen habe. Er grinste und sagte: »Das hat schon seinen Grund, warum wir uns treffen. Ich würde Sie gerne einladen, bei uns mitzuarbeiten.« »Als was? In welcher Form?« fragte ich ihn. »Wo oder wie Sie wollen. Entweder aktiv in der Politik oder in einer anderen Funktion.« Ich war überrascht, dachte, er sei an den Gesprächen mit mir interessiert als Unterbrechung seines Alltags. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass er einer Partei wie der FPÖ jemanden wie mich als Mitarbeiter präsentieren könnte und sagte: »Eine Kandidatur meiner Person wäre wohl schwierig, Ihren Kameraden als Vorteil für die Partei einzureden.« Er schüttelte den Kopf und antwortete: »Wahrscheinlich haben Sie recht, und eben deshalb sollten wir es versuchen.« Dann kam ich mit Einwänden wegen seiner bekannten Aussagen, des Naheverhältnisses vieler Funktionäre zu rechtsextremen Gruppen und Bewegungen und des latenten Antisemitismus‘ zumindest eines Teils seiner Partei.

»Das stimmt alles«, entgegnete er. »Glauben Sie, es macht mir Spaß, überall in der Welt als der ›Nazi‹ abgestempelt zu werden? Wir kommen nur raus aus dieser Ecke, wenn wir unsere eigenen Leute mit jemandem wie Sie konfrontieren. Das betrifft nicht nur das Judentum und den Antisemitismus, eine noch größere Aufgabe sehe ich für Sie im Bereich Kunst und Kultur. Da haben wir einfach niemanden. Ich kann die Menschen nicht ändern, die in unserer Partei tätig sind, aber ich kann sie mit einer Situation konfrontieren, in der sie gezwungen sind, sich zu ändern.« Ich sagte weder ja noch nein an diesem Abend, und er erwartete auch keine Zu- oder Absage. Er sprach von Ideen und Zukunftsmodellen, von seinen Hoffnungen, in Wien sehr bald eine Koalition zu bilden, Regierungsverantwortung zu übernehmen und aus der ewigen Oppositionsrolle raus zu kommen, und dass er mit verschiedenen Persönlichkeiten spräche, mit den unterschiedlichsten Berufen, um die Partei zu öffnen. Ich hörte ihm zu, und es klang alles sehr logisch und überzeugend, wenn da nicht ein Problem wie ein Fels vor der vielleicht bald offenen Tür liegen würde. »Sicher, ich kann mitmachen, und noch ein Hindu und ein Moslem und ein Maler und ein Sänger, aber es wird alles nichts nützen, so lange Sie sich nicht kontrollieren können und mit Aussagen die Welt erschrecken, die alle Versuche, die Partei zur politischen Mitte zu rücken, zum reinen Etikett reduzieren.« Er stocherte in seinem Fisch herum, bis er sagte: »Dann müssen sie halt auf mich aufpassen!«

Im Herbst 1995 traf ich Jörg Haider, Susanne Riess, Peter Westenthaler und Gernot Rumpelt in Wien. Nach mehreren Jahren in Indien und Hong Kong lebte ich seit Sommer 1995 in den USA, in Chicago, und hatte eigentlich das Interesse an österreichischer Politik verloren. Haider überraschte mich mit dem Vorschlag, für die Nationalratswahlen im Dezember zu kandidieren und nach meiner Wahl als Abgeordneter in das Europaparlament zu wechseln. Ich antwortete ihm, dass ich keine Ahnung von österreichischer Innenpolitik und die letzten Jahre im Ausland verbracht hätte, und mich wenig geeignet für einen heimischen Wahlkampf sehen würde. Alle vier versuchten, mich zu beruhigen und versicherten mir, dass sie mich mit den Kleinigkeiten des Wahlkampfs verschonen würden, und ich mich auf Kultur- und Außenpolitik konzentrieren könnte. Doch es gab noch einen ganz anderen Grund, warum ich ausweichend reagierte. Eine offizielle Kandidatur für die FPÖ war kein einfacher Karrierewechsel. Das Thema »Juden und Politik« war in Österreich belastet und fern jeglicher Normalität. Es gab praktisch keine Juden – außer Kreisky – die in Österreich nach 1945 eine politische Karriere geschafft hatten, weder als jüdische Abgeordnete im Nationalrat, noch in den Bundesländern, Gemeinden oder als Regierungsmitglieder. Dass nun ausgerechnet die Freiheitlichen als erste Partei ein Mitglied der Jüdischen Gemeinde als Kandidaten aufstellten, musste zu aufgeregten Reaktionen führen, und ich war mir nicht sicher, ob ein solches Theater meiner Familie wirklich zumutbar wäre. Ich wollte mir das in Ruhe überlegen und konnte in diesem Moment damals keine Entscheidung treffen. Ein paar Tage später versuchte ich Jörg Haider zu erklären, warum ich die Kandidatur nicht annehmen könne. Er war nicht besonders begeistert über meinen Entschluss, schlug jedoch vor, vor der EU-Wahl über eine mögliche Mitarbeit im EU-Parlament zu sprechen. Nach diesem Treffen zog ich mich wieder in die USA zurück.

Im Frühjahr 1996 bat mich Jörg Haider, mich endlich zu entscheiden, da die EU-Wahl am 13. Oktober stattfinden würde. Er hätte mehrere unabhängige Kandidaten gefunden, die bereit wären mitzuarbeiten, darunter ein prominenter Richter und ein ORF-Journalist. Ich sagte zu. Nur ein kleiner Kreis in der Partei wusste davon. Haider wollte mich als Überraschung präsentieren, und tatsächlich war bis zur Pressekonferenz zur Vorstellung der Kandidaten kein Wort in den Medien erschienen. Auch in der FPÖ wussten nur wenige davon, und die kleine Gruppe um Haider verzichtete darauf, mich auf die kontroverse Positionierung in Wien vorzubereiten. Ich kam direkt aus den USA zur Pressekonferenz, stand dort zum ersten Mal als Politiker und versuchte, so gut es möglich war, die Fragen der Journalisten zu beantworten und auf ihre Kritik und Angriffe einzugehen. Abgesehen von den politischen Gegnern der FPÖ, war mir klar, dass die Jüdische Gemeinde auf meinen Entschluss nicht gerade mit Begeisterung reagieren würde. Ich suchte den damaligen Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde auf, erklärte ihm unter vier Augen was ich vorhätte, und bat ihn, daraus kein »jüdisches Problem« zu machen. Er war nicht begeistert über meine Entscheidung, versprach jedoch, sich in der Angelegenheit zurückzuhalten, warnte mich allerdings, dass er wahrscheinlich nicht mehr lange Präsident sein werde. Was danach komme, könne er nicht beeinflussen. Während der Pressekonferenz fragte mich einer der Journalisten, ob mein Vater von der Kandidatur wisse, und was er dazu sagen werde. Während ich ihm zuhörte und ihn beobachtete, wie er sich mehr und mehr aufregte, immer wieder aufstand und sich setzte, erinnerte ich mich an Überlegungen, die mich schon früher beunruhigt hatten. Die Sache werde nicht so einfach ablaufen, wie es sich sowohl Haider, seine Kollegen und auch ich mir vorgestellt hatten. Dabei ging es weniger um politische Inhalte. Einige Journalisten konnten ihren Ärger immer weniger kontrollieren und konfrontierten mich mit dem Vorwurf, wie ich als »Jude« so eine Entscheidung treffen könne. Es grenze an »Verrat des Judentums«, sich einer rechten Partei zur Verfügung zu stellen oder mit ihr zu kooperieren, meinte einer. Bereits hier kündigte sich eine Ebene der Kritik an, die mich während meiner politisch aktiven Zeit und auch danach begleitete: Was darf man in Österreich als Jude, und was nicht. Als die Situation mehr und mehr emotional wurde und sich von der realen Politik entfernte, unterbrach Haider die Pressekonferenz. Viele der Journalisten wollten dennoch weiter Fragen stellen, doch sie wurden vertröstet und man bat sie, sich bei der Partei zu melden für individuelle Interviews.

Die kleine Welt der großen Eitelkeiten

Die Europawahl im Oktober 1996 endete mit einem der größten Erfolge der FPÖ in der Geschichte der Partei. Innerhalb eines Jahres gewann sie im Vergleich zur Nationalratswahl etwa fünf Prozentpunkte an Stimmen dazu und erreichte 27,5 Prozent, nur wenige Stimmen weniger als die SPÖ. Sechs Mandatare bildeten die freiheitliche Fraktion in Brüssel, unter ihnen ein ehemaliger Richter, ein ORF-Journalist und ein Fitnesstrainer.  Mit einer gewissen Begeisterung fuhren wir nach Brüssel, ins Zentrum der EU, und landeten dort in einer frustrierenden politischen Realität, denn niemand, absolut niemand wollte etwas mit uns zu tun haben. Selbst Abgeordnete des späteren Koalitionspartners ÖVP mieden uns, auch wenn sie uns gegenüber freundlich und höflich auftraten. Erschreckend die Kälte und der Ärger der Sozialdemokraten, die nicht nur Stimmen bei der Wahl verloren hatten, sondern im EU-Parlament gegenüber der ÖVP nur mehr die Nummer zwei waren. Es war kaum möglich, mit ihnen ein normales Gespräch zu führen, selbst das tägliche »Guten Morgen« klang bei ihnen wie Zahnpasta aus dem Mund gequetscht, als müsste sie jemand dazu zwingen. Ohne hier einzelne Namen zu nennen, ergab das tragikomische Schauspiel des EU-Parlaments mit seiner damals beschränkten Entscheidungsfähigkeit und seinen zumeist sich selbst überschätzenden, unglaublich eingebildeten Parlamentsmitgliedern eine absurde Mischung aus einer kleinen Welt der Eitelkeiten in der großen Welt des EU-Parlamentsgebäudes. Im Grunde genommen hatten wir Freiheitliche dort absolut nichts zu tun. Ausgeschlossen von allen Fraktionen und in einem wilden Haufen als »Fraktionslose« zusammengefasst mit anderen Abgeordneten, die ebenfalls niemand aufgenommen hatte, wurden wir bei der Verteilung von Ämtern, Aufgaben und Verantwortungen systematisch übergangen. Unseren Reden hörte keiner zu, wie wir abstimmten war völlig egal, da nur die großen Fraktionen die Ergebnisse beeinflussten, und in den einzelnen Ausschüssen, Arbeits- und Ländergruppen nahm uns keiner ernst. Mich störte das nicht. Ich war nicht nach Brüssel gekommen, um hier Karriere zu machen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen, sondern mich interessierten die Entwicklung Europas und die internationale Politik. Ich beobachtete die Vorgänge im Parlament wie ein Theaterstück, an dem ich als Zuseher und nicht als Schauspieler teilnahm. Während der wenigen Jahre, die ich zuhörte, wurden »Schengen« beschlossen, die Einführung des Euros und die Osterweiterung. Europa, mit all seinen politischen und kulturellen Unterschieden, drängte sich dort in einem Saal, und man konnte am Vormittag einem irischen Abgeordneten über die Probleme des Fischfangs zuhören und am Nachmittag einem griechischen Vertreter über dessen Meinung über das Urheberrecht. Mit meiner Sympathie für ein »Vereinigtes Europa« nach dem Vorbild der USA war ich zwar die Ausnahme unter den eher EU-kritischen Kollegen, das wurde jedoch akzeptiert als Ausdruck der Vielfalt innerhalb der Gruppe der FP-Abgeordneten. In der Reihe vor mir saß Jean-Marie Le Pen, der sich von seinen Gefährten hofieren ließ und wie ein Sprössling des ehemaligen Kaisers von Frankreich auftrat. In dem halbrunden Kreis des Sitzungssaals saßen in den Reihen vor und hinter mir sozusagen die »Schmuddelkinder« des EU-Parlaments, weit weg vom Zentrum des Geschehens. Weit unten in der Nähe des Podiums in den vordersten Reihen saßen die Leiter der Fraktionen und andere einflussreiche Abgeordnete, die an ihrer Wichtigkeit zu ersticken schienen. Ein paar Anekdoten aus meinem Parlamentsleben:

Erfahrung Die österreichischen Abgeordneten trafen sich in der ersten Woche nach ihrer Wahl zu einem Abendessen und jeder stellte sich kurz vor. Nach dem oft langatmigen Aufzählen der eigenen Erfolge der einzelnen Mitglieder war der ÖVP-Abgeordnete Karl Habsburg-Lothringen an der Reihe, der seine Erfahrungen mit einem kurzen Satz zusammenfasste: »Meine Familie ist seit 800 Jahren in der Politik.«

Das Pferd in Grenoble Nach dem Boykottbeschluss gegen die ÖVP/FPÖ-Regierung bat mich die Parteiführung in Wien, im EU-Parlament mit einer kurzen Rede darauf zu reagieren. Ich saß in meinem Zimmer in Brüssel und überlegte und überlegte, was man in zwei Minuten dazu sagen könnte, als die Meldung über die Agentur kam, dass bei einem Pferdeturnier in Grenoble der österreichische Teilnehmer ausgeladen worden sei – sozusagen als symbolischer Protest gegen die Regierung. Da es ein wichtiges Thema war, saßen relativ viele Abgeordnete im Saal. Ich sprach ruhig, langsam und unaufgeregt, und sagte, ich hätte eine Entgegnung gegenüber den Vorwürfen vorbereitet, doch kurz vor dem Verlassen meines Zimmers sei eine wichtige Meldung gekommen, die ich nun anstelle meiner Rede vorlesen würde: »Der Gemeinderat von Grenoble hat entschieden, als Protest den österreichischen Teilnehmer auszuschließen. Es habe jedoch Diskussionen im Gemeinderat gegeben, ob diese Entscheidung auch fair wäre und so beschlossen die Vertreter, das Pferd einzuladen, unter der Bedingung, es würde sich unzweideutig von der Regierung distanzieren. Den Reiter jedoch wolle man nicht sehen.« Für einen Moment war es ruhig im Saal, dann begannen die ersten zu lachen. Ein Abgeordneter sprang auf und schrie, das sei eine Beleidigung des Parlaments und forderte den Vorsitzenden auf, er solle mich zurechtweisen. Es war der Abgeordnete der SPD, Martin Schulz.

Das Arschloch Otto von Habsburg, Abgeordneter der CSU, war eine der interessantesten Persönlichkeiten des Parlaments, seine Höflichkeiten und sein Stil waren unerreicht in diesem Haus der Bürokraten. Als ihn einmal ein Vertreter einer Linkspartei beleidigte, nannte er ihn zum Erstaunen aller ein »Arschloch«. Dieser regte sich furchtbar auf und forderte den Vorsitzenden auf, Habsburg zu ermahnen. Der Vorsitzende besprach die Angelegenheit mit seinen Assistenten und sagte, er müsse seine Reaktion auf den nächsten Morgen verschieben, wenn das Protokoll vorliege. Am nächsten Tag erklärte er, im Protokoll von dem Ereignis nichts gefunden zu haben, daher könne er auch nicht reagieren. Habsburg fragte noch einmal nach, ob wirklich nichts im Protokoll stünde, und als der Vorsitzende verneinte, sagte Habsburg, dann müsse er es halt wiederholen, wandte sich an den Abgeordneten und sagte laut und für alle hörbar: »Sie sind ein Arschloch!«

Die Nationalratswahl im Oktober 1999 kann rückblickend sicherlich als der Höhepunkt Jörg Haiders politischer Karriere betrachtet werden. Schon die Öffnung der Kandidatenliste für die EU-Wahl 1996 mit liberalen Kandidaten wurde von den Wählern, die sich laut politischer Konkurrenz angeblich nur in einem »rechts-extremen« Lager wohl fühlten, mit einem Stimmenzuwachs belohnt. Bei der Nationalratswahl 1999 erreichte die FPÖ jedoch zum ersten Mal in ihrer Geschichte den zweiten Platz hinter der SPÖ. Auch persönlich erlebte ich Haider zwischen 1996 und 2000 als konzentrierten, intelligenten, ruhig und strategisch denkenden Menschen, für den die wichtigsten Themen die Modernisierung Österreichs und die Zerschlagung der verkrusteten Strukturen der Großen Koalition waren. Vor allem die gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung der USA interessierte ihn. Er besuchte Seminare auf der Universität Harvard, nannte mir immer wieder Bücher von amerikanischen Wirtschaftsfachleuten, die ihn beeindruckten, und fühlte sich in Amerika besonders wohl. Ich begleitete ihn auf mehreren Reisen in die USA und es war interessant zu beobachten, wie gut er mit seiner offenen, neugierigen Art mit den Amerikanern zurechtkam. Dennoch, trotz aller Erfolge und der Öffnung zur Mitte des politischen Spektrums war der Wahlkampf 1999 auch ein Rückschritt in die offen rassistische und aggressive Terminologie der letzten Jahre, wie das Plakat über die »Echten Österreicher« und die Bemerkungen von Thomas Prinzhorn über Ausländer. Haider versuchte den Spagat zwischen der Motivation der »alten« Unterstützer aus dem rechten Lager und dem Versuch, neue Wählerschichten aus dem konservativ-liberalen Segment und der Arbeiterschaft anzusprechen. Er erwähnte in mehreren privaten Gesprächen, dass eine Partei, die sich nur auf das rechte Lager konzentriere, keine Chancen hätte, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Doch immer wieder kontrollierte ihn der rechte Kern der eigenen Persönlichkeit, der im Widerspruch zu seiner strategischen Intellektualität stand. Seine Sprache, sein Denken und seine spontanen Reaktionen kollidierten mit der neuen Identität, und so schossen oft völlig unerwartete Wortmeldungen aus ihm hervor, die er später bereute.

Meine Funktion als jüdische Angelegenheit

Manche Mitglieder der Jüdischen Gemeinde oder jüdische Nicht-Mitglieder konnten meinen Entschluss, für die FPÖ zu kandidieren, nicht fassen. Wobei rückblickend eine unterschiedliche Reaktion zu beobachten war zwischen den einen, die das Judentum als Religion lebten, und den anderen, die es eher als politische Gemeinschaft sahen. Besonders aggressiv reagierten die Linken unter den Juden und ehemalige Kommunisten und deren Nachkommen, die mit ihrem Verständnis von Tradition und Kultur ungefähr so jüdisch waren wie mein Dackel. Mein Judentum wurde plötzlich zu einem politischen Thema, und jene, die mich als »Hausjuden« der FPÖ verhöhnten oder als »Judas«, der sich den Verrat bezahlen ließe, forderten mich gleichzeitig auf, mich vom Antisemitismus der FPÖ zu distanzieren und fanden nichts dabei, genau die Methoden gegen mich einzusetzen, die sie angeblich verachteten. Antisemitismus bekam plötzlich eine gewisse Berechtigung, wenn er sich gegen den politischen Gegner, den »rechten Juden« richtete, und die Empörung war abrufbar, je nachdem gegen wen man sie benötigte. Doch es gab auch diese »anderen« Juden, die das Judentum als Religion ernst nahmen und nicht als »Vereinsmeierei« eines politischen Briefmarkenklubs. Als die neue Führung der Wiener Gemeinde während der jüdischen Feiertage die Sicherheitsorgane anwies, mich nicht in die Synagoge zu lassen, luden mich die Bucharischen Juden in ihre Synagoge ein. Als der offizielle Rabbiner der Gemeinde den Kontakt mit mir vermied, lud mich der orthodoxe Rabbiner an einem Freitagabend zu Shabbat ein. Einer seiner Gäste warnte, er würde nicht bleiben, falls ich nicht gehen würde. Ihm antwortete der Rabbiner, das sei erstens sein Haus und zweitens gehe es um Shabbat, an dem jeder Jude sein Gast sei.

Die Gründe für den plötzlichen Zusammenbruch der Freiheitlichen Partei wenige Jahre nach der Regierungsbildung lassen sich nicht so einfach analysieren, doch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Nach dem Sturz der Parteiführung durch die Aktion »Knittelfeld« war die FPÖ nach den Nationalratswahlen im November 2002 nur mehr mit zehn Angeordneten im Parlament vertreten – 1999 waren es noch 52. Nichts in dieser Partei geschah ohne die Zustimmung oder Aufforderung von Jörg Haider, egal ob er sich nun Vorsitzender der Partei nannte oder nur »einfaches Parteimitglied«. Persönlich verlor ich im Laufe des Jahres 2002 den Kontakt zu ihm. Er zog sich nach Kärnten zurück und kommentierte die Regierungsarbeit als befände sich Kärnten in Opposition zur Bundesregierung.

Für mich waren die ersten zwei Jahre der Koalitionsregierung zwischen FPÖ und ÖVP sicherlich die interessanteste Zeit meiner kurzen politischen Karriere. Unter Susanne Riess entwickelte sich die Partei tatsächlich mehr und mehr zu einer rechts-konservativen politischen Bewegung, die sich deutlich von den rechts-extremen Teilen innerhalb der Partei distanzierte. Mitglieder und auch Funktionäre wurden ausgeschlossen, wenn sie mit extremistischen, antisemitischen, rassistischen oder die Nazi-Zeit relativierenden Statements an die Öffentlichkeit traten. Riess selbst hatte eine lupenreine Vergangenheit in Bezug auf Rassismus und Antisemitismus und führte die Partei vorsichtig aus dem rechten Eck heraus. Der nationale und internationale Boykott gegen die Koalitionsregierung begann zu bröckeln, und sogar der israelische Premierminister Ariel Sharon nannte ihn in einer deutschen Talkshow einen Fehler, der korrigiert werden sollte. Der Entschluss der Koalitionsregierung, endlich die Wiedergutmachungs-Zahlungen an die NS-Opfer zu bewilligen, die Jahrzehnte lang vor allem unter SPÖ-Kanzlern verhindert oder verschoben wurden, änderte die Einstellung der Israelischen Regierung.

Für kurze Zeit glaubte ich, dass mein Entschluss, bei der FPÖ mitzuarbeiten, um mit anderen aus der eher liberalen Ecke die Partei zur Mitte zu öffnen und auf diesem Weg eine zweite konservative Partei zu etablieren, die auch koalitionsfähig sei, auf dem richtigen Weg sein könnte. Doch es sollte anders kommen. Derselbe Jörg Haider, der mich und andere einlud, in der Partei mitzuarbeiten und sie 1999 mit ihrer Öffnung zum größten Wahlsieg in der Geschichte der Partei führte, fing plötzlich an, kleinlich und beleidigt auf Entscheidungen der Regierung zu reagieren, bei denen er sich übergangen fühlte. Keiner konnte die Gründe verstehen, wenn da nicht eines Tages dieser »Ausrutscher« von ihm so manches erklärt hätte. Irgendwann einmal nach ein paar Gläsern Wein in einem Restaurant in Wien machte er eine Bemerkung, auf die nicht nur keiner einging, sondern einer der Gäste am Tisch sehr schnell das Thema wechselte. Haider sagte, er habe das Regierungsteam der FPÖ unter Susanne Riess nur vorgeschlagen, da er sich sicher war, dass diese Koalition scheitern würde. Dann würde bei Neuwahlen die FPÖ die Wahl gewinnen, und niemand könnte mehr verhindern, dass er Kanzler werde.

Meine 1996 begonnene politische Karriere endete 2004 mit dem Ausscheiden aus dem EU-Parlament. Im Jahr 2000 trat ich der Freiheitlichen Partei bei, wurde mit einer Gegenstimme zum Generalsekretär für Auslandsbeziehungen gewählt, und trat 2002 aus der Partei aus. Von 2002 bis 2004 blieb ich im EU-Parlament als »unabhängiges« Mitglied im Parlament, was nicht viel an meiner Situation änderte, da ich ohnehin auch zuvor in keine Fraktion aufgenommen worden war. Mein ursprüngliches politisches Ziel, bei der FPÖ aktiv mitzuarbeiten, wurde im letzten Jahr meiner politischen Laufbahn durch das persönliche verdrängt, in den übrigen Monaten meiner Zeit in Brüssel und Straßburg alle guten Restaurants auszuprobieren. Nach dem Rücktritt der drei Spitzenpolitiker Riess, Westenthaler und Grasser beschloss ich, meine politische Karriere zu beenden. Ich trat nicht sofort zurück, was die neue Parteiführung erwartet hatte, sondern tat einfach gar nichts, reiste weiter nach Brüssel und Straßburg und nahm an allen Parteisitzungen teil. Ich wollte sie zwingen, mich einfach hinauszuwerfen. Nach ein paar Wochen riss der neuen Parteiführung die Geduld, und Herbert Haupt erklärte mir, dass man die Funktion des Generalsekretärs für ausländische Beziehungen aufgelöst hätte. Eine Woche später trat ich aus der Partei aus.

In einem Interview mit der jüdischen Zeitschrift NU, das am Tag meines Austritts veröffentlicht wurde, erklärte ich mein politisches Projekt – bei der FPÖ mitzuarbeiten, um sie zur politischen Mitte zu führen – für gescheitert. Dennoch – und ich hoffe, ich verärgere damit meine Kritiker nicht zu sehr – selten in meinem Leben war Scheitern so spannend und aufregend und hat so viel Spaß gemacht wie die neun Jahre in der Politik. Im Jahr 2004, in meiner letzten Woche als Abgeordneter, rief ich Jörg Haider an und fragte, ob wir uns noch einmal sehen könnten. Er sagte zu, und ich fuhr nach Klagenfurt. Wir sprachen etwa eine Stunde lang über die letzten Jahre, und ich hatte mir vorher vorgenommen, jede Kritik an ihm zu vermeiden. Ich sei eigentlich nur gekommen, um mich zu verabschieden, sagte ich zu ihm. Er fragte mich, was ich nun machen wolle, und ich antwortete ihm, dass ich keine Ahnung hätte. Es war eine gewisse Betroffenheit in seinen Augen und seiner Stimme, er klang müde und erschöpft. Manchmal machten wir lange Pausen zwischen den Sätzen, und ich dachte, das meiste, was uns beiden jetzt durch den Kopf geht, brauchen wir gar nicht auszusprechen – wir waren beide gescheitert. Als ich aufstand und sein Zimmer verlassen wollte, sagte er plötzlich: »Du bist kein Politiker, schreib lieber Bücher«. Ich musste lachen und verließ sein Büro. Es war das letzte Mal, dass ich ihn gesehen habe.

*

Vorliegender Text ist eine gekürzte Zusammenfassung einer neunteiligen Serie von Peter Sichrovsky, die unter dem Titel »Meine Jahre mit Haider« Anfang Oktober d. J. im Onlinemagazin »Schlaglichter« erschienen ist. Wir danken dem Autor für die  Genehmigung zur Veröffentlichung. schlaglichter.at

Essay, Fazit 147 (November 2018), Foto: Keith Claunch

 
Anzeige

Wellbeback

 

Kommentare

Antworten