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Tag der Arbeitgeber. Ein Symbol für den Zusammenhalt

| 29. April 2020 | Keine Kommentare
Kategorie: Aktuell

Foto: Marija Kanizaj

Am 30. April, am Tag vor dem Hochfest der Arbeit am 1. Mai, begeht die Wirtschaftskammer traditionell den »Tag der Arbeitgeber«. Der steirische WK-Präsident Josef Herk sieht darin ein Symbol für den Zusammenhalt zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern und keinesfalls eine Konkurrenz zum Tag der Arbeit. »Denn was wäre ein Tag der Arbeit ohne Arbeitgeber«, so Herk.

Covid-19 hat die steirische Arbeitswelt – und damit Arbeitgeber und Arbeitnehmer – mit voller Wucht getroffen. In der Finanzkrise 2009 schrumpfte die österreichische Wirtschaft »nur« um 3,9 Prozent, jetzt wird ein Einbruch von mindestens fünf Prozent prognostiziert. Und diese Prognosen werden noch dazu laufend nach unten revidiert. Zuletzt stellte der Internationale Währungsfonds (IWF) für Österreich sogar ein Minus von sieben Prozent in den Raum. Auch die weißgrüne Arbeitsmarktentwicklung spricht Bände: Während in der Finanzkrise 2008/09 rund 15.000 Menschen in Kurzarbeit waren, sind es aktuell bereits mehr als 158.000 Personen aus rund 12.000 Betrieben – eine noch nie dagewesene Dimension.

Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, bewies die steirische Unternehmerschaft Mut und Durchhaltevermögen. So wurde der Onlinehandel stark forciert, Waren wurden vom Chef persönlich vor die Haustüre geliefert und Produktionsprozesse unter strengen Schutzmaßnahmen fortgesetzt. »So gut wie alle Unternehmen sind von der Pandemie betroffen«, ist Herk überzeugt. »Aktuell zählen wir in der Steiermark 76.404 Firmen, von denen 27.726 zu den Arbeitgeberbetrieben gehören«, berichtet WKO-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg bei der Bilanz zum Tag der Arbeitgeber. Bis zum Ausbruch von Covid-19 beschäftigten diese 393.659 Menschen. Wenn die Wirtschaft in den kommenden Wochen wieder hochgefahren werde, müsse dafür gesorgt werden, dass sie möglichst rasch in Schwung kommt, so Herk und Dernoscheg.

Die WKO fordert daher eine rasche Beendigung des Angebotsschocks durch ein kontrolliertes Wiederhochfahren möglichst aller Wirtschaftsbereiche sowie die Sicherung der Liquidität durch die Bundesregierung und die Banken. Die bisherigen Hilfen seien nämlich noch nicht in vollem Ausmaß bei den Betrieben angekommen. Die Wirtschaftskammer erwarte sich daher ein flexibles Vorgehen. So dürfen derzeit restriktive Kreditbedingungen nicht im Vordergrund stehen, schließlich brauche es gerade jetzt lebenserhaltende Maßnahmen für die Unternehmen. [Bild: Marija Kanizaj]

 
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