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Fazitthema Energiekrise

| 12. Oktober 2022 | Keine Kommentare
Kategorie: Fazit 186, Fazitthema

Foto: Adobe Stock

Früher als in anderen Jahren ist es heuer kalt geworden. Und mit jedem Grad, mit dem der Sommer schwindet, nimmt das Gefühl der Machtlosigkeit zu. Denn Wärme braucht Energie. Und die ist kostbar geworden. Text von Johannes Roth

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Wo ist die Klimaerwärmung, wenn man sie braucht, mögen sich viele Steirerinnen und Steirer in den letzten Wochen gefragt haben. Anders als vergangenes Jahr wurden sie heuer schon Mitte September mit einem Beginn der Heizsaison konfrontiert. Während der Herbst 2021 noch überdurchschnittlich warm gewesen war, begannen heuer pünktlich mit Ferienende die Temperaturen zu sinken – in der Nacht unter fünf Grad. Die Übergangszeit, die einmal der Herbst gewesen war, verkürzte sich plötzlich auf wenige Tage. Man begann zu frieren.

Die Lust der österreichischen Seele am Vernadern fand bei den Gastronomen, die auf ihre Gastgärten als Umsatzbringer vor den Wintermonaten angewiesen sind und deswegen Heizschwammerl in Betrieb hatten, erste Nahrung. Die Energiesparkampagne der Bundesregierung – minus 11 Prozent ist das ehrgeizige Ziel – war kaum gelauncht, als die Grazer Bürgermeisterin sich schon veranlasst sah, die erste von drei Warnstufen ihres Energiesparplanes zu »aktivieren«: Das Rathaus soll weniger lang beleuchtet sein, die Drucker in den Rathausbüros dürfen nur mehr eine Stunde im Standbymodus verharren, die Raumtemperatur soll abgesenkt werden und auch die Weihnachtsbeleuchtung wird zeitlich reduziert. »Bewusstseinsbildung« steht hier im Vordergrund. Was zunächst banal klingt, ist tatsächlich alarmierend: Denn wenn sich schon die Verwaltung genötigt sieht, Sparmaßnahmen auf Kosten des eigenen Wohlbefindens durchzusetzen – wie mag es dann den steirischen Unternehmen gehen? Denn die sind nicht nur mit erheblichen Mehrkosten konfrontiert, sondern teils auch mit dem Gedanken daran, was passiert, wenn Russland tatsächlich die Gasexporte in die sanktionierenden Länder noch weiter verknappt.

Weitere Preissteigerung erwartet
Schon jetzt ist die Situation prekär, für Unternehmen wie auch für Haushalte. Dort haben die Energielieferanten die Preissteigerung bei Strom offenbar noch nicht vollständig weitergegeben – im Juli lag der Verbraucherstrompreisindex bei 121, während der Großhandelspreisindex bei 861 lag. Derzeit zahlen Kunden laut Agenda Austria knapp ein Fünftel mehr für Strom als 2016. Das wird so nicht bleiben, prognostiziert der Think-Tank, da helfe auch die unter viel Kritik beschlossene Strompreisbremse, die nur bis 2024 gelte, nichts. »Der Preis für Großverbraucher ist in der jüngsten Vergangenheit regelrecht explodiert«, sagt Agenda Austria-Ökonom Marcell Göttert. »Die Haushalte müssen sich darauf einstellen, spätestens im Jahr 2024 deutlich mehr für Strom ausgeben zu müssen. Sobald die Strompreisbremse ausläuft, wird dieser Anstieg umso härter. Oder der Staat wird ungeheure Kosten schultern müssen«, resümiert Göttert.

Seine Prognose bietet wenig Anlass zu Optimismus. Denn auch die steirische Wirtschaft muss sich, in absehbarer Zukunft, mit weiteren Energiepreissteigerungen auseinandersetzen. Mehr noch: Die Industrie, die ihre Produktionsprozesse mit Gas steuert, muss sich nicht nur die Preisfrage, sondern vielmehr auch die Kapazitätsfrage stellen. Reicht das Angebot an Gas, um die Produktion aufrechtzuerhalten, und ergibt die Produktion wirtschaftlich noch Sinn? Planbarkeit ist nur in sehr begrenztem Maß gegeben. Niemand kann voraussagen, wie sich die Preise entwickeln werden. Bei der Energie Steiermark sieht man durchaus die Notwendigkeit, die Preise womöglich noch einmal anheben zu müssen. »Es ist unmöglich, die Preisentwicklung vorauszusagen, aber ein Ende der Preisrallye ist noch nicht erreicht. In unseren Futures (Anm.: Eine Vereinbarung, bei der sich ein Käufer verpflichtet, zu einem vorher festgelegten Preis an einem bestimmten künftigen Zeitpunkt eine ebenfalls festgelegte Menge von etwas zu kaufen) sehen wir einen Preis, der noch einmal 50 % über dem derzeitigen Niveau liegt«, so Energie-Steiermark-Sprecher Urs Harnik. Es kann also noch deutlich teurer werden – was für bestimmte Bereiche der steirischen Wirtschaft äußerst unangenehme Probleme in Bezug auf die eigene Konkurrenzfähigkeit mit sich bringen würde.

Wie unangenehm genau, darüber will allerdings niemand so recht Auskunft geben. Dabei hat die Öffentlichkeit ein vitales Interesse an der Frage, wie sich die größten steirischen Unternehmen auf eine mögliche Energiekrise vorbereiten. Sie beschäftigen österreich- und weltweit mehrere hunderttausende Mitarbeiter. Ein unschönes Szenario zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie des Beratungsunternehmens PWC Österreich. Der zufolge erwarten 30 Prozent der CEOs (befragt wurden ausschließlich CEOs von Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern) eine Verschlechterung der Geschäftslage. Neben der Inflation im Allgemeinen, schwachen Lieferketten, dem Arbeitskräftemangel und den hohen Rohstoffpreisen sind es vor allem die Energiepreise, die die CEOs beunruhigen. Die allermeisten Unternehmen – nicht nur in der Steiermark – treffen derzeit fieberhaft Vorkehrungen gegen überhöhte Energiekosten: 60 Prozent ziehen einen Umstieg auf andere Energieträger/Brennstoffe bzw. den Umstieg auf alternative Energiequellen in Erwägung, knapp die Hälfte hat den Energieverbrauch bei der Produktion bereits reduziert. Zu jenen Unternehmen, die sich rechtzeitig auf eine Energiekrise vorbereitet haben, gehört die Andritz AG. Man sieht sich selbst nicht als »energieintensives« Unternehmen, weil die Energiekosten in Relation zu den gesamten Beschaffungs- und Materialkosten nur einen kleinen Anteil ausmachen, wie Unternehmenssprecher Manfred Buchbauer erklärt. »Natürlich haben sich die Energiekosten erhöht, jedoch sind die Auswirkungen auf das Ergebnis gering«, so Buchbauer. Relativ gering sei auch der Anteil von Gas am Energieeinsatz. »Nur einige wenige Standorte setzen Gas zur Produktion von Prozesswärme ein. An diesen Standorten stellen wir die Systeme derzeit von Gas auf andere Energiequellen um. Das sollte bis spätestens Ende November finalisiert sein.« Selbst ein kompletter Gas-Stopp würde das Unternehmen an seinem Standort in Graz nur minimal betreffen. »Auch hier arbeiten wir daran, das wenige Gas auf andere Energiequellen umzustellen«, sagt Buchberger. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen ist die Andritz AG in einer glücklichen Position: »Wir haben derzeit einen Rekordauftragsbestand von knapp 10 Milliarden Euro, im zweiten Quartal 2022 konnten wir das dritte Quartal in Folge einen Auftragseingang von über 2 Milliarden Euro erzielen«, vermeldet Buchberger.

IV sieht eine existenzielle Bedrohung
Nicht allen geht’s so gut wie der Andritz AG. Gas aus Russland ist in vielen Bereichen ein Thema, das sich nicht wegbilanzieren lässt. Grundsätzlich hat die steirische Industrie wichtige Gründe, sich vor einem Totalausfall von russischem Erdgas zu fürchten. »Die steirische Wertschöpfung und der steirische Arbeitsmarkt sind überproportional stark von energieintensiven Betrieben geprägt«, erklärt IV-Präsident Stefan Stolitzka. »In diesen Unternehmen sind 32.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt, der wichtigste Energieträger ist Erdgas. Engpässe bei der Versorgung mit Erdgas würden die Menschen in der Steiermark massiv treffen und hätten weitreichende Auswirkungen auf unsere Volkswirtschaft. Eine Drosselung oder gar Trennung der Gasversorgung würde auch direkt durchschlagende Effekte in nachgelagerten, teils systemrelevanten Liefer- und Wertschöpfungsketten mit sich bringen.« Die aktuelle Versorgungs- und Preissituation ist, so die IV, teilweise existenzbedrohend. Darum ist die Bedeutung der stabilen Verfügbarkeit von Erdgas und Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen für die Steiermark herausragend. »Es muss auf allen Ebenen rasch gehandelt werden. Auf europäischer Ebene ist der Strompreisfindungs-Mechanismus – Stichwort Merit Order – den neuen geopolitischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Auf nationaler Ebene braucht es Lösungen, die die Planungssicherheit erhöhen, und Unterstützungsinstrumente für Betriebe, die angesichts gestiegener Energiekosten in ihrer Existenz bedroht sind. Außerdem müssen umfangreiche nationale und internationale Infrastrukturmaßnahmen gesetzt werden«, fordert der IV-Präsident. Das betreffe sowohl den Strom- als auch den Gassektor. Zunächst sei wichtig, dass der Infrastrukturausbau rasch vorangetrieben werde. »Dafür braucht es unter anderem eine große politische Initiative inklusive einer Grundsatzvereinbarung zur Adaptierung der Gasinfrastruktur zwischen Österreich und Italien, Kroatien und Slowenien. Wir müssen unsere Versorgung auch durch die vorhandenen Potenziale aus dem Süden absichern. Auf Landesebene gilt, die schnellstmögliche Sicherstellung der effizienten Nutzung des Potenzials an erneuerbaren Energieträgern zu gewährleisten. Und die klare Botschaft an die Bundesregierung zu senden, dass das Industrieland Steiermark dringend Lösungen braucht.«

Die steirischen Krankenhäuser
sind massiv betroffen
Als eines der wichtigsten steirischen Unternehmen ist der landeseigene Spitalsbetreiber KAGES besonders von der Energiekrise betroffen. Mehr als eine Million Patienten im Jahr behandelt der Krankenanstalten-Riese. Rund 96 GWh Erdgas verbrauchte die KAGES vergangenes Jahr – eine erhebliche Menge, von der ein Großteil dazu eingesetzt wird, über die erst 2018 in Betrieb genommene Energiezentrale, in Form einer Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung, Strom, Wärme und Kälte zu erzeugen. Damit ist Gas im Regelbetrieb der wichtigste Energieträger am Klinikum.

Das Unternehmen bemüht sich im Rahmen einer ausgeklügelten Energiestrategie auf vielen Ebenen um Energieeffizienz. Von den 24 KAGES-Standorten sind 21 an eine Fernwärmeversorgung angebunden, an zwölf wird die Fernwärme nahezu vollständig (zu 90 % bis 100 %) aus erneuerbarer Energie gewonnen. Gas ist an sechs LKH-Standorten und im KAGES-Textilservice für Wärme- bzw. Dampfversorgung und an drei Standorten in der Küche im Einsatz. In Summe ist Energie für die KAGES ein relevanter Kostenfaktor, bei der sich jede Preissteigerung sofort in der Bilanz niederschlägt. Wie wirken sich aber die derzeitigen massiven Preissteigerungen aus? »Selbstverständlich bedeuten derartige Verteuerungen eine zusätzliche Belastung«, so KAGES-Sprecher Reinhard Marczik. Bei einem derzeitigen Kostenvolumen von rund 3,5 Millionen Euro für Gas seien – in Relation zum Gesamtkostenvolumen von 1,8 Milliarden Euro – die Energiekostensteigerungen aber zumindest kurzfristig durch Reserven abfederbar. Negative Auswirkungen im Bereich der Patientenversorgung seien ausgeschlossen. »Zusätzlich haben wir an etlichen Standorten redundante, von Gas- und Fernwärme unabhängige Versorgungen über Heizöl. Unsere verfügbaren Tankkapazitäten wurden voll befüllt. Am LKH-Univ. Klinikum Graz besteht mit der Energiezentrale zudem die Möglichkeit, sämtliche Energieträger (Gas, Öl, Fernwärme und Strom) je nach Verfügbarkeit für die Versorgung zu nutzen«, so die KAGES.

Schlüsselrolle für Energie Steiermark
Bei allen Überlegungen hinsichtlich der Sicherstellung der notwendigen Energiekapazitäten für die steirischen Unternehmen spielt die Energie Steiermark eine Schlüsselrolle. Was den Winter betrifft – und auch darüber hinaus –, ist sie gut vorbereitet. Zwar ist bei den Energiepreisen das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, hinsichtlich der Kapazitäten braucht man sich jedenfalls keine Sorgen zu machen. Um die Gasversorgung der Bevölkerung sicherzustellen, habe man, so Energie-Steiermark-Sprecher Urs Harnik, »eine Terawattstunde aus westlichen Bezugsquellen zusätzlich zu der Einspeicherung, die wir wie alle anderen Unternehmen machen, besorgt«. »Dieses Gas ist zur Absicherung der privaten Haushalte und zur Absicherung der Fernwärmeversorgung für Graz gedacht«, so Harnik. »In einem zweiten Schritt haben wir uns über die RAG zusätzliche Speichermengen im Speicher in Haidach gesichert: 150 GWh, das entspricht dem Jahresverbrauch von mehr als 15.000 Haushalten, die wir dann mit der IV der steirischen Industrie angeboten haben. Hier gab es für die Unternehmen zwei Optionen: Entweder einen geschützten Speicherplatz für eigene Kapazitäten zu erwerben. Oder Gas von unserem zusätzlich eingelagerten Gas zu kaufen. 15 Unternehmen haben die Angebote in Anspruch genommen, darunter AMS-Osram, Magna, Austria Email AG, die MM-Gruppe etc. – also die wirklich Großen der steirischen Industrie.« Dabei soll es aber nicht bleiben. Man sei bemüht, das Modell weiteren Unternehmen anbieten zu können. Das Interesse wäre jedenfalls gegeben, so Harnik. Dafür, dass dieses Gas tatsächlich den Unternehmen zur Verfügung steht, wenn sie es brauchen, und nicht etwa über Lenkungsmaßnahmen von der Bundesregierung für andere Zwecke requiriert werden kann, garantiert das Energielenkungsgesetz: Mit der jüngsten Novelle wurde es für Industrie-Unternehmen möglich, »geschützte Gasmengen« bis zu einem Ausmaß von max. 50 Prozent des Jahresverbrauches zu bevorraten. An entsprechende Speicher-Möglichkeiten heranzukommen ist für Betriebe im Alleingang jedoch mit großen organisatorischen Schwierigkeiten verbunden – die Erfahrung der Energie Steiermark und der IV haben sich hier als wertvolles Asset erwiesen. Mit den gespeicherten Gasmengen könne man nun »vorsichtig optimistisch« in die Wintermonate gehen, so Harnik. Wobei Jahreszeiten, wie gesagt, für die Industrie keine Kategorie sind. »Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass der Gasbedarf in den letzten Monaten relativ stark zurückgegangen ist«, so Harnik. »Die Monate Juni und Juli zeigen einen Rückgang des Gasverbrauches von bis zu 16 Prozent. Dafür mag es mehrere Gründe geben, sicher haben viele Private ihre Gasanschlüsse abgemeldet oder den Verbrauch reduziert, aber auch die Industriebetriebe haben weniger verbraucht. Wir sprechen hier wohlgemerkt von Vergleichswerten zum Vorjahr, das ja schon wegen COVID keinen besonders starken Verbrauch gezeigt hatte. Ob der Trend anhaltend ist, wird man sehen.« Man sei jedenfalls über die Einlagerung von Gas hinaus bemüht, den Unternehmen jede erdenkliche Hilfestellung zu geben, um neue Wege zu gehen, energieeffizienter zu werden, einzusparen und alternative Energien zu nutzen. »Hinsichtlich Photovoltaik läuft gerade eine riesengroße Offensive. Nur um ein paar Beispiele aus den letzten Monaten zu geben: Die Knapp AG hat ihre Hallendächer mit Photovoltaik ausgestattet, ebenso die Marienhütte, auch die 23 Filialen der Unimärkte setzen auf PV als zusätzliche Maßnahme.« Das löse zwar das Gas-Problem nicht, erleichterte aber in gewissen Bereichen die Disposition.

Der Tourismus verteidigt 
Lifte und Schneekanonen
Systemrelevant ist für die Steiermark auch der Tourismus – die jährliche Bruttowertschöpfung der Mitgliedsbetriebe der WK-Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft beträgt mehr als zwei Milliarden Euro. Die sind im Winter untrennbar mit der Seilbahnwirtschaft verbunden, die wiederum einen erheblichen Energiebedarf aufweist. Nicht nur was die Seilbahnen betrifft, sondern auch in Bezug auf den Einsatz von Schneekanonen. Seilbahnen und Schneekanonen aber würden »medial als Schreckgespenst gezeichnet werden, als Energiefresser, die sinnlos Strom vergeuden, während die Wohnungen kalt bleiben«, moniert Fabrice Girardoni, Fachgruppenobmann der Seilbahnbetriebe in einer Aussendung. Das Gegenteil sei der Fall: Der Tourismus sichere tausende Arbeitsplätze und sei eine nachhaltige Konjunkturstütze – auch und gerade wegen der vielgescholtenen Schneekanonen. Deren Einsatz mache den Betrieb von Skigebieten überhaupt erst rentabel, sagt Girardoni, da man so die Länge der Wintersaison garantieren könne.

Jetzt kommt es wirklich auf Europa an
Der Blick in die Zukunft erweist sich als schwierig. Tatsache ist, dass eine mögliche weitere Verknappung der Energie ein wirtschaftspolitisches Druckmittel Putins ist, das seine Wirkung noch nicht zur Gänze entfaltet hat. Niemand vermag zu sagen, wohin ein Andauern der Energiekrise kurzfristig führt. Mit gesellschaftlichen Verwerfungen ist jedenfalls zu rechnen, die Teuerung wird bei der Energie beginnen und sich auf alle Güter- und Dienstleistungsgruppen ausdehnen. Das »Friedensprojekt Europäische Union« hat einmal mehr Gelegenheit, abseits von Gurkenkrümmung und anderen Verbraucherschutzverordnungen zu zeigen, was sie kann: Die Preisbildung an den Energiemärkten ist ebenso ein europäisches Thema wie das Verhängen von Sanktionen. Was die Bemühungen der vergangenen Wochen und Monate allerdings auch deutlich zeigen, ist, dass man durchaus in der Lage ist, mit etwas gutem Willen und Kreativität alternative Energieträger zu suchen und finden, eine tragfähige Bevorratung zu organisieren und brach liegende Potenziale zu heben.

Fazitthema Fazit 186 (Oktober 2022), Illustration: Adobe Stock

 
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