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Literaturpreis »Rothahorn« 2022

| 10. Dezember 2022 | Keine Kommentare
Kategorie: Fazit 188, Kunst und Kultur

Foto: Christian Jauschowetz

Hans Roth fördert seit zwölf Jahren den Literaturnachwuchs.

::: Text von Andreas Pankarter
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Bereits zum zwölften Mal wurde heuer der von Hans Roth ins Leben gerufene »Rotahorn-Literaturpreis« vergeben. Den Hauptpreis erhielt Theodora Bauer (am Foto links), mit dem zweiten Preis wurde Sophia Lunra Schnack geehrt. Die beiden Autorinnen überzeugten die Fachjury mit ihrem literarischen Können. Landeshauptmann Christopher Drexler und der Grazer Kulturstadtrat Günter Riegler überreichten die Preise im Minoritensaal in Graz.

Der als Förderpreis konzipierte »Rotahorn« wurde heuer auf 7000 Euro erhöht, 4000 für den ersten und 3000 Euro für den zweiten Preis. Für den Preis werden Autoren nominiert, die in der Literaturzeitschrift »Manuskripte« publizieren bzw. solche, die sich für eine Teilnahme bewerben. Die Fachjury – bestehend aus  Barbara Frischmuth, Valerie Fritsch und Andreas Unterweger, dem Germanisten Julian Kolleritsch sowie den Kulturjournalisten Werner Krause, Christoph Hartner und Heinz Sichrovsky – lobte in ihrer Begründung die literarischen Leistungen von Bauer und Schnack.

In Theodora Bauers Literatur gehen Intelligenz und Humor, Wortmacht und Sprachwitz Hand in Hand. Der genaue Blick auf ihre Figuren und die sie prägenden Lebensumstände eröffnet immer wieder Raum für herrlich absurde Komik und scheut vor den großen Fragen, dem Beschreiben des (noch) nicht Beschreibbaren nicht zurück.

Sophia Lunra Schnack wiederum schreibt hauptsächlich Lyrik, die sie in hochinteressante Prosaexperimente zu verwandeln weiß. So wird 2023 bei Otto Müller ihr Debütroman Feuchtes Holz erscheinen, in dem sie die in einer Familiengeschichte aus dem Salzkammergut wirkenden Kriegstraumata literarisiert. Verse, nüchterne Prosa und märchenhafte Passagen verbinden sich zu einem faszinierend zeitlosen Rhythmus.

Für Hans Roth ist lesenswerte Literatur Teil einer lebenswerten Umwelt. Der Saubermacher-Chef sieht in der Steiermark und in ganz Österreich viele Nachwuchstalente, die im Verborgenen schöpferisch tätig sind: »Mit dem Rotahorn möchten wir diesen Literaturschaffenden eine gesellschaftliche Blatt-Form bieten.«

Alles Kultur, Fazit 188 (Dezember 2022), Foto: Christian Jauschowetz

 
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