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FazitOnline

Der Webwatch im Monat Oktober

| 25. September 2009 | Keine Kommentare
Kategorie: Webwatch

Heimische Journalisten setzten verstärkt auf Microblogging

Als Armin Wolf seinen Account beim Microblogging-Dienst „Twitter“ freischaltete, wurde er binnen weniger Wochen zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Twitterer. Derzeit liegt er bei über 8000 sogenannten „followern“, also Benutzern, die sein 140-Zeichen-Nachrichtenangebot abonniert haben. Nun machen es ihm immer mehr österreichische Journalisten nach. Der Wiener Gerald Bäck hat unter www.baeck.at eine Übersicht österreichischer Journalisten veröffentlicht. Einige davon haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Martin Bluenau (FM4): @martinblumenau, Dominic Heinzl (noch ATV): @dominichainzl, Nina Koren (Kleine): @ninahoren, Robert Misik: @misik, Ernst Sittinger (Kleine): @ErnstSittinger, Sahsa Walleczek: @SashaWalleczek, Armin Wolf (ORF):  @ArminWolf

www.twitter.com
Armin Wolf und bald wohl auch seine Vertretung bei der Zib2 wollen verstärkt die Zuschauer via Twitter in die Sendungsgestaltung einbauen.

Poladroid erweckt das Sofortbild wieder zum Leben

Erinnen Sie sich noch an die Polaroid-Sofortbilder. Ein österreichischer Unternehmer möchte die hoffnungslos veraltete Technologie wieder marktfähig machen. Ihre Digitalfotos können Sie schon jetzt, mit dem kleinen wie kostenlosen Programm „Poladroid“, zumindest optisch in polaroidartige Bilder verzaubern. Die Software ist leicht installiert, läuft auf PC wie auch am Mac und ist noch einfacher zu bedienen. Damit können Sie beim nächsten Familienfotoschauen durchaus Eindruck machen.

www.poladroid.net
Ein kleines Programm macht aus Ihren Digitalfotos Bilder im Polaroid-Stil.

Eines der ersten Politweblogs feiert seinen fünften Geburtstag

Seit mehr als fünf Jahren ist die Webseite des Gleisdorfer Bürgermeisters Christoph Stark online. Damit gehört er zu den erfahrensten Politbloggern in Österreich. Beinahe täglich füttert er das „Netztagebuch“ mit seinen Aktivitäten, seinen Erfahrungen und auch Problemen als Bürgermeister der oststeirischen Stadt. Der Kontakt mit dem „Leser“ kommt dabei nicht zu kurz: Man kann Kommentare abgeben und so mit dem Stadtchef direkt in Kontakt treten. Dieser Bürgermeister hat das Netz verstanden.

www.christoph-stark.at
Eines der ersten österreichischen Politblogs und täglich aktuell.

Plattform für Offene Kultur (und gegen Copyrights)

| 24. Juli 2009 | Keine Kommentare
Kategorie: Fazit 55, Webwatch

Die „Plattform Geistiges Eigentum“ (geistigeseigentum.com) hat sich „aus berechtigter Sorge um die schleichende Entwertung von geistigem Eigentum“ gegründet und möchte gegen Urheberrechtsverletzungen (vor allem) im Internet vorgehen. Gegenteiliges hat die vor wenigen Tagen aus der Tauge gehobene „Plattform für offene Kultur“ im sinne. dort soll zwar nicht „gegen Urheberrecht“, aber für ein modernes, ein „Urheberrecht 2.0“, Unterstützung gesammelt und ein solches gemeinsam entwickelt werden.

www.offenekultur.com
Auf den Spuren der Piratenpartei: die Suche nach einem zeitgemäßen Urheberrecht.

Webrelaunches von Kleine Zeitung und Profil

| 24. Juli 2009 | Keine Kommentare
Kategorie: Allgemein, Fazit 55, Webwatch

Das Nachrichtenmagazin „Profil“ (www.profil.at) und die „Kleine Zeitung“ haben dieser Tage ihre überarbeiteten Webseiten online gestellt. Profil hat dabei offenbar vor allem Wert darauf gelegt, Bannerwerbung noch plakativer einsetzen zum können, ein RSS-Feed ist weiterhin nicht zu finden. Deutlich besser kommt da die Seite der Kleinen daher. Die wirkt insgesamt entschieden aufgeräumter als zuvor und es gibt auch zahlreiche „Web-2.0-Applikationen“. Immer noch ist die Startseite zu umfangreich.

www.kleinezeitung.at mit Web-2.0-Funktionen bereichert, kann sich die Kleine-Online sehen lassen.

Newsplattform von Grazer Jungjournalisten

| 24. Juni 2009 | Keine Kommentare
Kategorie: Fazit 54, Webwatch

Sie sind ja gar nichts o faul wie man behauptet. Natürlich tun sie es nur für ihre Karriere, aber das soll das Fazit nicht stören. JUKreiz.at ist eine Nachrichten-Plattform werdender Journalisten. Während drei von Ihnen für das FAZIT-Gespräch sorgen, sitzen weitere acht Kollegen regelmäßig im Radiostudio des freie Radio Helsinki. Auf der Homepage www.jukreiz.at werden die Sendungen und Interviews veröffentlicht und diskutiert. Für die Funktionalität des Blogs ist der Wiener Luca Hammer verantwortlich.

Http://www.jukreiz.at
Unbezahlt und kostenlos: Angehende Journalisten stellen Newsportal ins Netz.

Grüne Vorwähler nutzen Internet zur Mitbestimmung

| 24. Juni 2009 | Keine Kommentare
Kategorie: Fazit 54, Webwatch

Das Projekt „Grüne Vorwahlen“ ist ursprünglich eine Initiative der drei Wiener Blogger Helge Fahrnberger, Jana Herwig und Martin Schimak. Diese beriefen sich auf einen Passus im Statut der Wiener Grünen, bei Listenerstellung auch als blosse Sympathisanten mitwählen zu können. Mit ihrer Initiative wirbelten die drei Blogger – und mittlerweile ein Grossteil der heimischen Blogszene – viel Staub vor allem bei den Grünen auf. Die waren auf soviel Basisdemokratie gar nicht vorbereitet.

Http://www.gruenevorwahlen.at
Die Grünen tun sich recht schwer mit Basisdemokratie im Internet.

Twitter. Die beste aller Nachrichtenagenturen.

| 24. Juni 2009 | Keine Kommentare
Kategorie: Fazit 54, Webwatch

„Das Volk twittert die Freiheit“ schreibt der SPIEGEL diese Woche in seiner Titelgeschichte zum Iran und ruft „Die digitale Revolution“ aus. Twitter erlebt seinen hype, während das Service selbst schon ein alter Hut ist; gern auch „Alltagsrealität“. Inzwischen sind die 140 Zeichen, die jeder mit beliebigen Umfang, Inhalt und Identität ins Netz trällern kann, ja allgemein bekannt.

Instanzen wie die deutsche Tagesschau berichten über die „Twitterrevolution“ im Iran, Qualitätszeitungen wie die Presse berufen sich auf die Informationen einzelner Twitterer („persiankiwi“) und der schon erwähnte SPIEGEl schreibt darüber, wie wichtig die Informationsverbreitung via Twitter ist, verpixelt aber den usernamen von „persiankiwi“. (Von dem man hoffen muss, dass seine Twitterabstinenz seit dem 24. Juni keine schlimmeren Gründe hat.)

doch auch wenn es anscheinend die einzige Quelle ist, können wir den Iran nicht durch die lektüre von „Twitter-News“ verstehen. Wir können, mit etwas Glück und gutem Englisch, eine Ahnung davon bekommen, was in Teheran passiert.

Ich bin ja auch begeistert, dass zahlreiche europäische User ihre „Location“ auf „Teheran“ geändert haben. Meine letzte Hoffnung ist, dass dahinter die naive Motivation steckt, wirkliche Teheraner vor der Suche der Regimetreuen zu schützen.

Nächste Solidaritätsaktion: Das „Green Overlay“. Jeder Twitterer hat ein Profilbild und kann dieses mit wenigen Mausklicks grün einfärben. Wie blöd diese simpelste Form des politischen Engagements ist, fällt schwer in Worte zu fassen. Vielleicht genügt eine kurze Erinnerung an „Free Tibet“. Auch da zierte Das Logo der Mönche zahlreiche Twitteraccounts. Wem der Vergleich nicht reicht, der stelle sich die Frage, wie groß der Aktionismus und die Solidarität ist, die über das einfärben des eigenen Konterfeis hinaus geht.

Wenn dann jemand twittert „dolles ding: nach drei jahren hat jetz mein netzteil jetzt einen wackelkontakt“ (sic!), dann sind wir schon froh, dass zumindest beim Profilbild der Iraner gedacht wird, deren Land gerade von einem politischen Wackelkontakt im Kopfe von Ajatollah Ali Chamenei und Mahmud Ahmadinedschad beschäftigt wird. Ich lasse mir gern Tatenlosigkeit vorwerfen, gehe aber lieber mit einem unsolidarischen Profilbild durch die Welt und habe ob meiner Tatenlosigkeit ein zurecht schlechtes Gewissen, als mit dem grünen Heiligenschein über dem Gesicht zufrieden, dumm und glücklich zu sein. Und zu twittern.

http://www.twitter.com
Sprachrohr unterdrückter Iraner und Tummelplatz von Mausklick-Sympathisanten

Europäische Union startet neue mehrsprachige Medienplattform

| 21. Mai 2009 | Keine Kommentare
Kategorie: Fazit 53, Webwatch

Das Projekt „Presseurop“ ist auf Initiative der Europäischen Kommission entstanden und wird von vier Magazinen mit Erfahrung im Bereich der internationalen Presserevue betreut (Courier International aus Frankreich, Internazionale aus Italien, Forum aus Polen und Courier internacional aus Portugal). Presseurop wird unabhänigig und von Journalisten aus ganz Europa zusammengestellt. Aus Österreich wurde die Tageszeitung „Der Standard“ als Projektpartner ausgewählt.

www.presseurop.eu/de
Täglich in zehn europäischen Sprachen aktuell.

Neue Webseite der ÖVP setzt auf Web2.0 und obamaeskes Design

| 24. April 2009 | Keine Kommentare
Kategorie: Fazit 52, Webwatch

Am 15. April hat die Bundes ÖVP ihren Webauftritt erneuer. Das Büroteam rund um Gerhard Loub hat passable Arbeit geleistet. Das Design ist aufgeräumt und übersichtlich, erinnert etwas an Barack Obamas Webauftritte und bietet Zugriff auf alle „Online-Kanäle“ der Volkspartei. Schade nur, dass bei der ÖVP in Wien offenbar niemand auf Apple arbeitet. Untr diesem Betriebssystem funktioniert (noch) nicht alles, wie es Geschäftsführer Fritz Kaltenegger wohl gerne hätte. Insgesamt jedenfalls eine Verbesserung.

Alles neu schon im April.
Unter www.oevp.at kann man die ganze Welt der ÖVP jetzt neu ersurfen.